Frust, Ärger und Wut über neues VKU-Busnetz: „Nutzerfeindlich, völlig chaotisch“ – Beschwerdeformular eingerichtet

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VKU-Bus auf der Friedrich-Ebert-Straße in Unna-Königsborn. (Archivbild RB)

„Benutzerfeindlich“, „vollkommen chaotisch“, „maximal verwirrend“, „das Allerletzte“ – mit einer Vielzahl wütender und frustrierter Kommentare machen Buskunden im gesamten Kreis Unna ihrem Ärger über das neue Busliniennetz der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) Luft, das am Pfingstmontag (25. Mai) an den Start gegangen ist.

Unter nur vereinzelt zufriedene Äußerungen mischt sich insbesondere Zorn über gestrichene Linien, nicht mehr angefahrene Haltestellen oder Busfahrten, die jetzt dreimal so lange dauern wie vorher.

Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) hat ein Beschwerdeformular eingerichtet, zu erreichen über die Seite von Pro Verkehrsfluss https://www.facebook.com/photo/?fbid=26937220272584628&set=gm.1770621417631675&idorvanity=61542407315142

Hintergrund des neuen Liniennetzes war wie berichtet die Übernahme der Westfalenbuslinien in Schwerte, Fröndenberg und Holzwickede durch die kreiseigene VKU. Diese fährt somit jetzt im gesamten Kreisgebiet, von Selm im Norden bis nach Schwerte an der Ruhr.

Mit einer Videobotschaft an die verärgerte Kundschaft, in denen er die Vorzüge des „modernen, übersichtlicheren“ Liniennetzes pries, machte es Landrat Mario Löhr (SPD) zum Start in die kurze Nachpfingstwoche nur noch schlimmer:

„Schon klar. Wenn man einen dicken Dienstwagen vor der Tür hat, kann man große Töne spucken“, ätzte ein wütender Kommentator.

Landrat Mario Löhr (SPD) versucht die Buskunden per Video von den Vorzügen des neuen VKU-Netzes zu überzeugen.
Damit verärgert er die Nutzer allerdings nur noch weiter. https://www.facebook.com/reel/1519177089860862

Aus der Vielzahl zorniger Stellungnahmen unter Mario Löhrs Video greift unsere Redaktion exemplarisch die folgenden heraus:

„Ich habe in den letzten Jahren sehr gern mein Auto stehen gelassen, um mit dem Bus zu fahren. Jetzt ist das ganz neue Netz nicht mehr dafür ausgelegt.

Umstiege und Wartezeiten machen es sehr kompliziert. Haltestellen weiter weg und die verschiedenen Linien, die mal so und mal so rum fahren, verwirren besonders ältere Menschen.

Warum wurde das überhaupt geändert? Es war übersichtlich und einigermaßen gut geplant. Ich empfinde es jetzt als Katastrophe. Ich komme nicht mal mehr von Bergkamen Weddinghofen zum Nordberg, ohne umzusteigen zu müssen… Was muten Sie Senioren zu, die vielleicht auf ihr Auto verzichten müssen. Und einkaufen möchten???“

„Zum Glück bin ich noch nicht auf dieses Verkehrsnetz angewiesen. Aber es war mein Plan, mich irgendwann auf die VKU verlassen zu können. Wenn ich nicht mehr so kann.

Busfahren mache ich in meiner Freizeit gern. Wenn ich spazieren war und zurück kommen möchte. Das klappte schon Montag um halb neun nicht mehr und ich musste jemanden bitten, mich nach Hause zu fahren! Weil ich mit dem Bus sonst von Bergkamen Mitte hätte 1 Std fahren und den Rest hätte laufen müssen.

Hätte über Kamen und zurück fahren müssen. Das ist nur Freizeit. Aber mir tun die Menschen unendlich leid, die jetzt zur Arbeit oder zur Schule müssen. Ich bitte Sie einfach nur, kehren Sie zum alten Plan zurück. Ich sehe bisher nur Verwirrung statt Verbesserung.“

„Da werden Haltestellen entfernt und sogar ganze Linien nicht mehr bedient. Den einzigen Vorteil hat die VKU, die dadurch spart. Der Fahrgast jedenfalls hat das Nachsehen. Ganz ganz schlechtes Managment bei der VKU, was die neuen Verbindungen angeht.

Man schaue sich nur die Verbindungen am SA/SO an innerhalb der Stadt von Oberaden nach Rünthe. Fast nur Wartezeiten von bis zu 45 Min am Bergkamen Busbahnhof. Das ist kein Service.Das ist eine Farce.“

„Ich lach mich schlapp , meine Tochter muss 20 Minuten eher los, um 10 Minuten zu spät zu kommen, oder sie wartet 50 Minuten vor der verschlossenen Arbeitsstelle. Sie spart jetzt für den Führerschein, da hat die VKU ja alles richtig gemacht, um Kunden zu gewinnen.“

„Den Verkehr einfacher, ja nee ist klar… Den Fahrplan gibt es demnächst nur noch über eine QR Code, und wenn man nach Lünen will, muss man in Cappenberg umsteigen…Das ist definitiv einfacher (Ironie off 🤔😡) vor allem für ältere Leute, die sich weder mit QR Codes auskennen noch Bock haben, zig-mal umzusteigen, um in einen Nachbarort zu kommen.

Dieser Plan sorgt für nichts anderes als Chaos und Verspätungen an Arbeitsplätzen ect. … Jahrzehntelang war dieser Busfahrplan in Ordnung…🤬🤬🤬.“

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