Kreis begrüßt in 4 Monaten fast 700 Neubürger – Jeder Zweite aus Syrien oder Türkei – Top-Wohnorte: Bergkamen, Kamen, Schwerte

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Symbolbilder Türkei und Syrien, Quelle Pixabay

208 im März, 141 im April, 209 im Mai, 133 im Juni.

Die Zahl der Neueinbürgerungen im Kreis Unna bleibt nach dem Allzeit-Rekord im Mai 2026 auch im ersten Sommermonat dreistellig. Und wie schon seit vielen Monaten sind wieder mit Abstand die meisten „Neudeutschen“ aus der Türkei und aus Syrien.

Insgesamt 691 Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern wurden insgesamt in den vergangenen vier Monaten von der Kreisverwaltung Unna eingebürgert. Die beiden Top-Herkunftsländer blieben gegenüber der Entwicklung des vergangenen Jahres stets identisch: Es sind die Türkei und knapp dahinter Syrien.

Und auch die Top-Wohnorte ändern sich nun schon seit mehreren Jahren nicht:

Die beiden Nordkreisstädte Bergkamen und Kamen wechseln sich auf Platz 1 und 2 ab, Schwerte folgt stets auf Platz 3. Die Kreisstadt selbst, Unna, wird – wenn überhaupt – in den Monatsstatistiken der Kreisverwaltung nur niedrig einstellig als Wohnort Neueingebürgerter aufgeführt. Meistens fehlt sie ganz. (Siehe Aufstellungen unten)

Im Juni erhielten 133 Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern den deutschen Pass.

  • 33 kommen aus der Türkei,
  • 30 aus Syrien,
  • 10 sind staatenlos.

43 wohnen in Kamen, 34 in Bergkamen und 26 in Schwerte. 

Die anderen Herkunftsländer sowie die Verteilung der Neubürger auf die einzelnen Städte und Gemeinden:

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Der Mai 2026 war der bisherige Rekordmonat bei den Einbürgerungen im Kreis Unna.

209 Frauen und Männer aus zahlreichen Herkunftsländern erhielten den deutschen Pass. Mit weitem Abstand vorn blieben wie schon seit über zwei Jahren Syrien (58 Eingebürgte) und die Türkei (40 Neubürger). 10 Personen, die gleiche Zahl wie im Juni, waren vor ihrem Empfang des deutschen Passes offiziell staatenlos.

55 Neubürger des Rekordmonats Mai wohnen in Bergkamen (Top-Wohnort seit Jahren bei den Neueingebürgerten), 47 in Schwerte und 24 in Werne.

Die anderen Herkunftsländer sowie die Verteilung der Neubürgerinnen und Neubürger auf die einzelnen Städte und Gemeinden:


Im März erhielten 208 Frauen und Männer aus dem Kreisgebiet den deutschen Pass. Die meisten kommen aus der Türkei (53) und Syrien (51), dahinter folgen Polen (10) und dem Iran (9). 52 Neubürger wohnen in Bergkamen, 44 in Kamen und 32 in Schwerte. Im April wurden 141 Menschen eingebürgert, wieder führte das Herkunftsland Türkei (45) knapp vor Syrien (43). Und wie fast immer wohnen die meisten Neueingebürgerten in Bergkamen – 49 sind es im April, gefolgt von Schwerte (30) und Kamen (23).

Neubürger März:

Einbürgerungsvoraussetzungen

Wer seit fünf Jahren dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland lebt, hat unter folgenden Voraussetzungen einen Anspruch auf Einbürgerung:

  • unbefristetes oder auf Dauer angelegtes Aufenthaltsrecht zum Zeitpunkt der Einbürgerung
  • geklärte Identität und Staatsangehörigkeit
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes und zur besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft und ihre Folgen, insbesondere für den Schutz jüdischen Lebens, sowie zum friedlichen Zusammenleben der Völker und dem Verbot der Führung eines Angriffskrieges
  • mündliche und schriftliche deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (Ausnahmen möglich für Angehörige der so genannten Gastarbeitergeneration und Vertragsarbeitnehmer der ehemaligen DDR)
  • Nachweis über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland (Einbürgerungstest); hiervon befreit sind Angehörige der so genannten Gastarbeitergeneration und Vertragsarbeitnehmer der ehemaligen DDR
  • eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts für sich und die unterhaltsberechtigten Angehörigen
  • Keine Mehrehe oder ein Verhalten, mit dem die im Grundgesetz festgelegte Gleichberechtigung von Mann und Frau missachtet wird
  • keine Verurteilung wegen einer Straftat

Quellen: Kreis Unna, Bundesinnenministerium BMI

3 KOMMENTARE

  1. Gratulation zu der Einbürgerung sofern die Integration ebenfalls erfolgte.

    Dazu zitiere ich Ahmad Mansour aus einem Gespräch im DLF „Wenn ich mich als Deutscher verstehe, dann muss ich Teil dieser Gesellschaft sein. Und Teil dieser Gesellschaft zu sein, bedeutet die Sprache zu beherrschen, bedeutet gemeinsame Werte und Grundgesetze zu haben. Ich musste das dazulernen, als ich nach Deutschland kam. Und das, was uns vereint, das, was ein Wir-Gefühl schafft, ist das Grundgesetz.“ Zitat Ende.

    Die jüngsten Entwicklungen bei uns seit den Einbürgerungstest Erleichterungen der „Ampel“ und Nachlässigkeiten bei der Prüfung der Sprachzertifikate wird die deutsche Staatsbürgerschaft eher verschenkt und entwertet.

    Integration und Identifikation mit den Werten und Normen unseres Landes, dem Grundgesetz, sieht anders aus als das was wir seit Jahren erleben und führen die Phrasen von Integrationsrat, SPD und speziell den Grünen ad absurdum.

    Der deutsche Pass ist kein Garant dafür wie türkische Parallelgesellschaften vom Bergkamener Nordberg über Essen Katernberg bis Duisburg Marxloh zeigen.
    Hier kommen selbst Kinder der 3ten Generation ohne minimale Deutschkenntnisse in den Kindergarten.

  2. Durch die „rosane Brille“ wird nicht gesehen, daß Neubürger, die praktisch nur unter Ihresgleichen verkehren, nur ihre Sprache sprechen, alles von Landsleuten machen lassen, und fast kaum Kontakt zu einheimischen haben, Unnruhe und Unfrieden in bestehende Wohngegenden bringen. Insbesondere türkische Gastarbeiternachkommen, die es zu etwas Reichtum bringen, bauen“ Burgen“ in bestehenden, alten Arbeitersiedlungen. Kein Kontakt, snobistisches eingebildetes Verhalten-so wird der Gesellschaftszusammenhalt auf dauer zerstört. Nicht sehr positiv!

  3. 700 in 4 Monaten?! Zumeist Syrer und Türken? Tut mir leid, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Ok, wir brauchen angeblich Zuwanderung und es gibt bestimmt auch ganz tolle Beispiele von Zuwanderern der o.g. Länder. In der Regel wird unser „Fachkräftemangel“ sicher so nicht gelöst.

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