Deutlich weniger Eigentumsdelikte, deutlich mehr Drogenstraftaten, kein einziger Raub mehr – insgesamt verzeichnet die Dortmunder Polizei weniger Kriminalität im Dietrich-Keuning-Park.
Dennoch wird der Park in der Nordstadt ein weiteres Jahr videoüberwacht.
Seit März 2023 hat die Polizei Dortmund im Dietrich-Keuning-Park Videotechnik installiert. Turnusgemäß wurde nun die Kriminalitätsentwicklung für diesen Bereich ausgewertet. Ergebnis: Die Videobeobachtung wird für ein weiteres Jahr verlängert, teite die Dortmunder Polizei am 9. Juli mit.
„Diese Auswertung ist vom Gesetz vorgeschrieben und muss rechtzeitig vor Ablauf eines Jahres regelmäßig durchgeführt werden. Denn bei der Videobeobachtung handelt es sich um einen nicht unerheblichen rechtlichen Eingriff, der nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt angeordnet werden darf.
Diese ergeben sich aus dem § 15a PolG NRW. Hier geht es insbesondere auch um die Klassifizierung dieses Ortes als Kriminalitätsschwerpunkt, der unter anderem durch die Videobeobachtung minimiert werden soll.“
Die Auswertung für den Dietrich-Keuning-Park weise nun unterschiedliche Ergebnisse auf:
- Während sich die Eigentumsdelikte seit Beginn der Maßnahme von 73 auf 27 Fälle reduziert haben,
- sind Drogenstraftaten von 152 auf sogar 160 angestiegen (alle Werte beziehen sich vom 31. Mai 2023 bis zum 31. Mai 2026 gemäß der Eingangsstatistik. Diese kann sich von der polizeilichen Kriminalstatistik, die die Ermittlungsergebnisse als Ausgangsstatistik berücksichtigt, immer zu einem gewissen Anteil unterscheiden.) . Dafür macht die Polizei auch die Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 mitverantwortlich. Man verfolge das illegale Handeltreiben mit Cannabis.
- Sexualstraftaten sanken von 3 auf 2,
- Raubdelikte sogar von 9 auf 0.
- Die Gesamtzahl der Straftaten sank von 318 auf 241.
Letzteres steht allerdings im Widerspruch zur letzten Kriminalitätsstatistik, nach der Diebstähle zwar gesunken, Gewaltstraftaten gleichzeitig aber in Dortmund deutlich gestiegen sind.
Im besonderen Maße trifft dies auch auf den Hauptbahnhof zu, der sich in polizeilicher Zuständigkeit der Bundespolizei befindet. der Dortmunder Hauptbahnhof zählt demnach zu den Top 3 der gefährlichsten in Deutschland.
Dennoch glaubt der stellv. Behördenleiter Achim Stankowitz:
„Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass unsere Maßnahmen greifen.
Die Videobeobachtung ist ein wichtiger Baustein in einem ganzen Paket aus repressiven und Präsenzmaßnahmen.
Das Ziel ist und bleibt, die Kriminalitätszahlen in besonders belastenden Bereichen zu reduzieren, um das Sicherheitsgefühl der Bürger nachhaltig zu verbessern. Selbst die leichte Erhöhung im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität zeigt, wie intensiv wir hier kontrollieren, denn nur so erhöhen wir das Hellfeld, in dem die Straftäter sich definitiv nicht gerne aufhalten.
Um die insgesamt positive Entwicklung zu verstetigen, habe ich daher die Verlängerung der polizeilichen Videobeobachtung im Dietrich-Keuning-Park für ein weiteres Jahr angeordnet.“
Quellen: Polizei Dortmund, eigene Recherchen
































