Die Gartencenterkette Augsburg mit Hauptsitz in Dortmund ist insolvent. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt, bestätigte Augsburg gegenüber Dortmunder Medien.
Das Unternehmen betreibt zwei Filialen im Kreis Unna – in Unna selbst und in Schwerte -, weitere in Iserlohn, Hagen, Bochum, Castrop-Rauxel und Krefeld.
Trotz der Insolvenz soll der Betrieb in allen Märkten zunächst uneingeschränkt weiterlaufen. Die Kette wolle sich umfassend wirtschaftlich neu aufstellen und so den Weg aus der Krise finden.
Löhne und Gehälter der insgesamt 360 Beschäftigten sind für die kommenden drei Monate über das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur abgesichert. Die Belegschaft sei bereits über die aktuellen Schritte informiert worden.
Dennoch ist Sorge um die Zukunft der Mitarbeiter berechtigt. Denn in der Insolvenz sind Kündigungen mit verkürzter Frist von drei Monaten erlaubt. Unwirtschaftliche Standorte könnten im Zuge der Restrukturierung komplett wegfallen. Und wie viele Arbeitsplätze dauerhaft erhalten bleiben, ist derzeit offen.
Als Ursache der Zahlungsunfähigkeit nennt Gartencenter Augsburg
„… eine anhaltend schwierige Marktentwicklung mit gestiegenen Einkaufspreisen, Konsumzurückhaltung, steigenden Mieten und allgemeinen Kostensteigerungen.“
Das Unternehmen betont zugleich: Das Verfahren „steht nicht im direkten Zusammenhang mit den parallel laufenden Insolvenzen der Gesellschaften Hellweg und BayWa.“ Und weiter: „Obwohl gesellschaftsrechtliche Verknüpfungen bestehen, handelt es sich bei der Gartencenter Augsburg GmbH & Co. KG um eine separate Gesellschaft.“
Rechtlich sind die Unternehmen also getrennt – wirtschaftlich aber Teil jenes Konzernumfelds, das sich in einer gravierenden Krise befindet. Erst kürzlich ging die Baumarktkette Hellweg bekanntlich insolvent.
































