Allgemeinverfügung für den Kreis: Feiern nur noch zu 25 – Kontaktsport verboten – „Wer verreisen will, sollte es jetzt tun“

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Koffer, Reise - Symbolbild Pixabay

Weitere Beschränkungen für private Feiern, Verbote für Sportler. Der Kreis Unna zieht die Zügel ein weiteres Mal straffer.

Denn der maßgebliche Schwellenwert, bei dem der Kreis zwingend reagieren muss, liegt bei 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in 7 Tagen. „Nach unseren Berechnungen“, erklärte Landrat Michael Makiolla am Freitagnachmittag (9. 10.) in einer telefonischen Pressekonferenz, „liegt der Wert heute bei etwa 53.“

Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesene Wert liegt niedriger – das merkten auch einige Leserinnen und Leser gegenüber unserer Redaktion an. „Das hat damit zu tun, dass die Meldungen immer etwas verzögert in Berlin ankommen. Für mich maßgeblich ist der Wert, den meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kreisgesundheitsbehörde errechnet haben.“

Mit dem Wert von 53, so Makiolla, „sind wir zwingend angewiesen, verschärfende Maßnahmen zu ergreifen – und das habe ich auch vor.“

Herbsturlaubern gibt Michael Makiolla zum heutigen Ferienstart eine klare Empfehlung:

„Wenn Sie verreisen wollen, machen Sie es jetzt. Wenn Sie erst z. B. für die übernächste Woche eine Reise planen, würde ich raten: Lassen Sie es.“

Denn zum offiziellen Risikogebiet ist der Kreis Unna noch nicht erklärt worden. Diese Einstufung, machte der Landrat heute noch einmal deutlich, nehme das Robert-Koch-Institut vor – nach den dort vorliegenden Daten. Und nach diesen ist der Indizidenzwert 50 bisher, Stand 9. 10. 20., noch nicht erreicht.

UPDATE Samstag, 10. 10.: Der offizielle RKI-Wert ist weiter gesunken, liegt nun noch bei 40,8 für den Kreis.

UPDATE SONNTAG, 11. 10. – Der kritische RKI-Wert ist überschritten, damit gilt der Kreis jetzt als offizielles Risikogebiet.

Weiteres UPDATE am Sonntag, 11. 10. – Ministerpräsident Laschet kündigt einheitliche Beschränkungen für Corona-Hotspots an.

Makiolla machte jedoch ebenso klar, dass für die für den Kreis erlassene Allgemeinverfügung die Datenlage gelte, die bei der Kreisgesundheitsbehörde ermittelt worden sei. Auf diese Zahlen verlasse er sich. Und übers Wochenende werde das Kreisgesundheitsamt keine neuen Updates liefern, auch das wurde gestern in der Pressekonferenz auf Nachfrage noch einmal betont.

Doch die Reisefreiheit/Freizügigkeit sei ohnehin in keiner Weise beschränkt.

Die hauptsächlichen Infektionsherde, so Makiolla, lokalisiert der Kreis Unna momentan in

  • Schulen,
  • Kitas,
  • teilweise in Pflegeeinrichtungen,
  • im Sport (Fußball, Handball),
  • bei privaten Feiern und größeren Versammlungen.

Daraus hat die Kreisspitze folgende aktualisierte Allgemeinverfügung erarbeitet:

  1. Regelung: An Festen „mit vornehmlich geselligem Charakter“ in der Öffentlichkeit dürfen nur noch höchstens 25 Personen teilnehmen (halb so viele wie in der bisherigen Allgemeinverfügung, die am Donnerstag in Kraft trat). Ausgenommen sind die bereits genehmigten Veranstaltungen für dieses Wochenende, sprich am 9., 10. und 11. Oktober.
  2. In privaten Räumen wird dringlich empfohlen, ebenfalls nicht mit mehr als 25 Personen zu feiern. Eine Anordnung, sagt Landrat Makiolla, sei juristisch schwierig. Artikel 39 Grundgesetz schütze den privaten Raum.
  3. Kontaktsportarten werden komplett verboten. Das gilt sowohl für das Training als auch für Wettbewerbe.
  4. Für Kitas wird „dringend empfohlen“, die Kinder strikt in festen, homogenen Gruppen zu betreuen. „Diesbezüglich haben wir den Einrichtungsleitungen aber Freiheiten zur Ausgestaltung gelassen“, unterstreicht der Landrat. Es gilt hier das, was auch in der Allgemeinverfügung vom Donnerstag (8. 10.) niedergelegt wurde, nachdem der Inzidenzwert zum Mittwoch bereits die gelbe Warnmarke von 35 überschritten hatte.
  5. In Kraft tritt die Allgemeinverfügung am Sonntag um Mitternacht, 11. 10., 0.00 Uhr, um dann bis einschließlich zum 25. Oktober zu gelten – sprich bis zum Ende der Herbstferien. Je nach Entwicklung der Infektionszahlen werde man in die eine oder andere Richtung nachjustieren (müssen), machte Gesundheitsdezernent Uwe Hasche deutlich.

11 KOMMENTARE

  1. bitte lasst Euch keine Angst einjagen – es gab und gibt keinen Beweis für eine Pandemie – keine der jeh vom Robert Koch Istitut angegebene Zahl war nachgewiesen worden ! Lügen nichts als Lügen ! Die Reichen haben den 1. und 2. Weltkrieg angezettelt ! Bei Waffen kann man die Schuldigen erkennen – jetzt sind die Reichen gescheiter geworden und Virus … von wo … von wem – eines ist 100% sicher dieser Virus und Wahnsinn drum herum kommt aus einem Labor … wie früher der HIV Virus und die Schuldigen stehen unter dem Schutzmantel der korrupten Politik weltweit ! Dies ist der 3. Weltkrieg und ich armer bescheidener Rentner hoffe das Volk findet irgendwann die Schuldigen denn Einer Alleine lann nicht soooo böse sein!

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