„Panzer als Spielzeug für Kinder?“ Peacefully Against Genocide stört Tag der Bundeswehr auch in Unna

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Mitglieder der Gruppierung rollen auf einem Panzer ein Plakat aus, eine Frau kippt sich Kunstblut über den Kopf. (Foto: Peacefully Against Genocide)

6. Juni 2026, 12.30 Uhr, Unna, Tag der Bundeswehr:

Mehrere Unterstützerinnen und Unterstützer der Gruppe „Peacefully Against Genocide“ (deutsch: Friedlich gegen den Völkermord) haben am Samstag, 6. Juni, auf dem Gelände der Glückauf-Kaserne in Unna-Königsborn den dortigen „Tag der Bundeswehr“ unterbrochen. Dort strömten wie berichtet viele Zehntausende Besucher aufs Kasernengelände zum Tag der offenen Tür.

Man habe sich auf Panzer gesetzt und T-Shirts mit der Aufschrift „Rheinmetall lahmlegen-Kein Profit mit Völkermord“ enthüllt, teilt die Gruppierung mit. Sie betont in einer Pressemitteilung:

„Wenige Minuten davor spielten noch Kinder auf dem Panzer.“

Im Anschluss wird in der Pressemitteilung ein Hannes Sommerkramp zitiert, der an dem Protest in Unna beteiligt war. Er klagt an:

„Hier am Tag der Bundeswehr werden Geräte und Waffen zur Schau gestellt. Die Bundeswehr wird gefeiert, Tötungsmaschinen werden zelebriert. Und all das, während die Waffen, die hier ausgestellt werden, exportiert werden, um zu töten. Kinder spielen hier auf Panzern, mit denen Kinder getötet werden.“ 

Die an verschiedenen Orten am Tag der Bundeswehr ausgestellten Panzer werden, so die Gruppierung, „maßgeblich durch Rheinmetall mitgebaut, einen Konzern, der Waffen und Munition an Israel liefert und in Berlin im Juli eine neue Fabrik eröffnen will.

Gleichzeitig kooperiert die Bundeswehr mit der Israelischen Armee und hat erst dieses Jahr eine neue Partnerschaft über Ausbildungen und Austauschprogramme abgeschlossen.“

Die Gruppierung rechtfertigt ihre Aktionen, die die Kreispolizei Unna als Hausfriedensbruch wertete und die an allen Standorten des Tags der Bundeswehr stattfanden, wie folgt:

„Regierung und Waffenindustrie profitieren von Krieg, Zerstörung und Völkermord. Dieses System sorgt dafür, das das Töten von Menschen profitabler ist als friedliches Zusammenleben. Wir können uns nicht auf Politiker verlassen, denn sie werden sich immer für Profit entscheiden und gehen dabei wortwörtlich über Leichen. Wenn wir Kriege, Zerstörung und Völkermord stoppen und verhindern wollen, müssen wir das als Zivilgesellschaft vorantreiben“, erklärt Laila Fuisz, Teil der Gruppe Peacefully against Genocide. 

Peacefully against Genocide (deutsch: Friedlich gegen den Völkermord) hatte in der Vergangenheit mehrere Male die entstehende Waffenfabrik in Berlin Wedding blockiert und kündigt vom 08.-15. Juli eine Protestphase in Berlin an. Gemeinsam wollen sie die im Juli anlaufende Produktion von Munition von Rheinmetall stören. 

PM: Peacefully Against Genocide

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