Das individuelle „Messertrageverbot“, das ihm Dortmunder Polizisten in der Vergangenheit bereits persönlich an der Haustür überreicht hatten, interessierte diesen jungen Mann offenbar herzlich wenig.
Bedrohung und Körperverletzung mit Messer am Dienstagabend (21. Juli) in der Dortmunder Innenstadtt.
Gegen 19:50 Uhr wurden Mitarbeiter des Ordnungsdienstes vor der Citywache auf einen lautstarken Streit am Schwanenwall/Stiftstraße aufmerksam. Ein 20-Jähriger bedrohte einen 19-jährigen Dortmunder mit einem Messer und schlug ihm mehrfach ins Gesicht. Sodann verletzte er ihn mit dem Messer am Hals.
Der 19-Jährige befand sich in einer fünfköpfigen Personengruppe, so die Polizei.
Nach dem Angriff flüchteten der 20-Jährige und ein weiterer Mann. Ordnungsdienstler und eine Streifenwagenbesatzung nahmen die Verfolgung auf und stellten den 20-Jährigen am Wall. Auf der Flucht warf er das Messer und die dazugehörige Messerscheide weg. Die Einsatzkräfte fanden beides und stellten es sicher.
Wie sich herausstellte, hatte sich der junge Mann in der Vergangenheit bereits ein individuelles Messertrageverbot eingehandelt. „Wegen des erneuten Verstoßes erwartet ihn neben der Strafanzeige nun auch ein Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro“, verkündet die Polizei.
Bei seiner Festnahme sperrte sich der Tatverdächtige und beleidigte Mitarbeiter des Ordnungsdienstes. Eine weitere Strafanzeige folgt.
Die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft lagen gleichwohl nicht vor. Zur Verhinderung weiterer Straftaten brachte die Polizei den 20-Jährigen allerdings vorübergehend ins Polizeigewahrsam.
Gegen 20:40 Uhr folgte am REWE Basecamp eine weitere Auseinandersetzung. Dort soll die Gruppe des 19-Jährigen auf den zweiten Tatverdächtigen und weitere Personen getroffen sein, so die Polizei:
„Dabei kam es erneut zu einer Körperverletzung. Hintergründe der Auseinandersetzungen liegen nach ersten Erkenntnissen im familiären Bereich.“
Die Ermittlungen zu der zweiten Auseinandersetzung dauern an.
Quelle Polizei DO
































