Sparkasse UnnaKamen spendiert Geflüchteten Ausflug in den Maxi-Park – „Austausch über Kommunen hinweg“

1
583
Foto Kreis Unna

Rund 350 geflüchtete Menschen aus verschiedenen Flüchtlingsinitiativen im Kreis Unna haben am Sonntag voriger Woche einen gemeinsamen Tag im Maximilianpark in Hamm verbracht. Organisiert wurde der Ausflug vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna.

Die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung dazu:

„Dank einer Spende der Sparkasse UnnaKamen konnten die Teilnehmenden gemeinsam mit ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern bequem mit Reisebussen aus ihren Kommunen anreisen.“

Vor Ort standen eine Rallye durch den Park sowie zahlreiche Spiel- und Mitmachangebote auf dem Programm. Unterstützt wurde die Rallye von 30 Sprachmittlern des Kommunalen Integrationszentrums, die die Stationen betreuten und die Aufgaben mehrsprachig erklärten. 

Für die Verpflegung sorgte die Alevitische Gemeinde Unna mit Grillgut und Waffeln. „Während die Kinder spielten und bastelten, nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch und zum Knüpfen neuer Kontakte über die Kommunen hinweg“, betont der Kreis den integrativen Aspekt dieser Veranstaltung. 

PM Kreis Unna

Kommunales Integrationszentrum (KI)

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Unna finanziert sich im Wesentlichen durch eine Mischfinanzierung, die gesetzlich im Teilhabe- und Integrationsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (TIntG NRW) verankert ist.

Die Finanzierung setzt sich aus drei tragenden Säulen zusammen:

1. Landesförderung (Nordrhein-Westfalen)

Der Löwenanteil der Kosten für das Personal und spezifische Programme wird vom Land NRW getragen. Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) stellt hierfür im Rahmen von Festbeträgen und Vollfinanzierungen Mittel bereit:

  • Personalstellen: Das Land fördert bei Kreisen standardmäßig bis zu 6,5 Fachkraftstellen (jeweils gedeckelt auf einen jährlichen Höchstbetrag, z. B. rund 55.000 Euro pro Stelle) sowie eine halbe Stelle für die Verwaltungsassistenz.

    Lehrkräfte: Ein Teil des Personals im Bereich „Integration durch Bildung“ besteht häufig aus abgeordneten Lehrerinnen und Lehrern, deren Stellen ebenfalls über das Land (Ministerium für Schule und Bildung) laufen.

  • Dolmetscher-Pools & Sonderprogramme: Für den Auf- und Ausbau von Laiendolmetscher-Pools oder landesweite Programme wie das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) fließen zusätzliche zweckgebundene Zuschüsse.

2. Eigenanteil des Kreises Unna (Kommunale Haushaltsmittel)

Damit die Landesförderung überhaupt fließt, muss der Kreis Unna bestimmte gesetzliche Auflagen als Träger erfüllen und finanzielle Eigenleistungen erbringen. Dazu gehören:

  • Infrastruktur & Räumlichkeiten: Der Kreis muss die Büros und die nötige Infrastruktur (IT, Arbeitsplätze etc.) zur Verfügung stellen und unterhalten.

  • Verwaltungs- und Sachkosten: Laufende Betriebsausgaben, Reisekosten der Mitarbeitenden sowie zusätzliche Projektmittel und Ausgaben für Lehr- und Lernmittel müssen vom Kreis übernommen werden. Diese Mittel stammen aus dem regulären Haushaltsbudget des Kreises (das sich maßgeblich über die Kreisumlage der angeschlossenen Städte und Gemeinden finanziert).

3. Projekt- und Bundesmittel (Sonderförderungen)

Je nach aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen fließen zeitlich befristete Gelder aus Bundes- oder Sonderprogrammen des Landes.

  • Ein klassisches Beispiel ist das Landesprogramm „KOMM-AN NRW“, über das das KI Mittel erhält, um sie gezielt an ehrenamtliche Initiativen und Flüchtlingshilfen im Kreis Unna weiterzuleiten.

  • Auch Bundesmittel (z. B. aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – BAMF) oder europäische Fonds (wie der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds – AMIF) werden bei konkreten Projektanträgen genutzt.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here