Planungsstopp für OWIIIa nach Unna und Kamen: Grün-Schwarz löst Wahlversprechen ein

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Foto: ©Rundblick Unna

Die Planungen für die umstrittene Umgehungsstraße vom Dortmunder Osten nach Unna und Kamen sind vorerst eingefroren.

Hoch erfreut ist die Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF) über diesen Beschluss des Dortmunder Stadtrates vom vergangenen Donnerstag (11. 2.): Der Weiterbau der L663n/OWIIIa nach Unna und Kamen (Brackeler Straße) ist gestoppt. Durch ein schwarz-grünes Bündnis, wie die Initiative zufrieden feststellt: „Grüne und CDU, die sich vor der Wahl auf einen Planungsstopp geeinigt hatten, haben damit Wort gehalten.“

Dem Moratorium stimmte neben den Ratsfraktionen von Grünen, CDU und Linke+ auch die SPD zu – „Letztere vermutlich versehentlich“, merkt die Initiative ironisch an.

„Damit ist dieses unnötige und Freiraum zerstörende Projekt zunächst gestoppt. Der langjährige Kampf von Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen und vielen Bürger/-innen hatte Erfolg.“

Der Beschluss schaffe die Möglichkeit, in den nächsten 5 Jahren über eine Hellwegentlastung ohne OWIIIa zu diskutieren. Diese Diskussion betrifft nicht zuletzt auch den westlichen Unnaer Stadtteil Massen.

„Klimakatastrophe, Artensterben und ein geändertes Mobilitätsverhalten erfordern ohnehin eine Verkehrswende“, wirft die Bürgerinitiative in die Waagschale. „Der Planungsstopp für die OWIIIa bietet jetzt die Chance, langfristig eine Verkehrspolitik zu etablieren, die auf den Umweltverbund und die Naherholung setzt. Die Bürgerinitiative BISuF wird hierzu geeignete Vorschläge entwickeln und diese der Öffentlichkeit und den Gremien zur Diskussion vorlegen.“

Neben der Entlastung des Hellwegs vom motorisierten Verkehr steht aus der Sicht von BISuF das Problem des Schwerlastverkehrs im Mittelpunkt. Die Ansiedlung von neuen Logistikbetrieben in Dortmund, Kamen und Unna in Verbindung mit der geplanten Nordspange verschärft das Problem der Schwerlastverkehre. Hier fordert die Bürgerinitiative BISuF ein Lkw-Routenkonzept.

  • So sollten die neuen Logistikzentren nur noch über die B236n
  • und der Hafen nur über den Hafenzubringer über die A 45 angefahren werden dürfen.

„Diese Forderung ergibt sich auch aus dem Luftreinhalteplan. Die Deutsche Umwelthilfe hatte die Stadt in einem Schreiben vom November 2020 aufgefordert, alle Straßenplanungen zu unterlassen, die zu einer Erhöhung von Schadstoff- und Lärmbelastungen führen. Die Planung der OWIIIa widerspreche dem Ziel einer Verkehrswende und konterkariere die Bemühungen der DUH, die Brackeler Straße u.a. durch eine Umweltspur zu entlasten“, so die BI.

Daneben will sich die BISuF aktiv darum bemühen, dass die L663n/OWIIIa endgültig aus dem Landesstraßenbedarfsplan gestrichen wird. Zu diesem Zweck wird sich die Bürgerinitiative aktiv in den Landtagswahlkampf 2022 einschalten. Ähnlich wie sie dies im Kommunalwahlkampf erfolgreich getan hat.

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