
„Unna braucht mehr Fahrradständer!“ Diese Meinung vertrat eine viel und gern radelnde Leserin aus Unna wiederholt in Kommentaren auf unserer Facebookseite.
„Die am Diakonieladen an der Klosterstraße sind zum Beispiel immer überfüllt.“ Auch an anderen Standorten in der City herrsche gerade jetzt in der sommerlichen Jahreszeit chronische Knappheit an geeigneten Abstellanlagen fürs Rad oder E-Bike.
Ob es schlicht am Mangel liegt oder ob es andere Gründe hat – das „Wildparken“ von Zweirädern in der Fußgängerzone (an Laternen oder gern auch an Spielgeräten für die Kinder) hat jedenfalls offenbar Ausmaße angenommen, die die Stadtverwaltung nicht mehr zu dulden gewillt ist.
Ergo prangen jetzt neue Schilder an verschiedenen Stellen in der Bummelzone.
Hatte die Stadt bisher nur in Ausnahmen falsch „geparkte“ Fahrräder, E-Bikes oder Scooter entfernt, so etwa im vorigen Jahr beim Stadtfest, will sie jetzt offenbar Ernst machen.
Martin Trillhose entdeckte dieses Schild an der Morgenstraße. Dort und an anderen Eingängen der Bummelzone sieht man häufig an Laternen angekettete Zweiräder, auch, weil tagsüber (nachts bald nicht mehr) das Radeln in der Fußgängerzone verboten ist.

Gibt es tatsächlich zu wenig Möglichkeiten in Unna, sein Zweirad abzustellen?
Im Frühjahr und Sommer vor zwei Jahren startete die Stadtverwaltung eine Radabstell-Offensive in der Innenstadt. Für die damals neu geschaffenen Fahrradstellplätze wurden auch einige Pkw-Stellplätze beseitigt, so vor dem Rewe an der Flügelstraße.
Denn Unna sollte und soll immer noch zur Stadt der Radler werden.
Im Rahmen des Standortkonzeptes zum Fahrradparken wurden seit 2023 an mehreren Stellen in der Innenstadt neue Radabstellanlagen installiert. Stadtsprecherin Anna Gemünd erläuterte im März vor zwei Jahren den Grund:
„Ziel ist es, die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad zu verbessern.“
So wurde eine feste Radabstellanlage an der Flügelstraße installiert, an der 24 Fahrräder Platz finden – einige Autoparkplätze mussten dafür weichen.
Eine feste Anlage mit Platz für 16 Fahrräder wurde an der Wasserstraße installiert.

Auf dem Rathausplatz bietet eine dritte feste Abstellanlage Platz für ebenfalls 16 Fahrräder. Am Nordring unmittelbar neben dem ZIB wurden fünf feste Fahrradabstellanlagen eingerichtet, die Platz für 10 Fahrräder bieten. Hierfür wurden zwei Parkplätze entfernt.
Ein weiterer Baustein des Fahrradparkkonzepts in der Innenstadt war die überdachte festen Fahrradabstellanlage am Königsborner Tor.
Weitere mobile Anlagen entstanden am Platz der Kulturen, auf dem Rathausplatz sowie an der Klosterstraße.
Kritisiert wird immer wieder, dass vor allem Eigentümer teurer Elektroräder ihren fahrbaren Untersatz weiterhin in der Fußgängerzone an Laternen oder den Spielgeräten für die Kinder anketten, um sie – etwa beim Shoppen oder einem Cafébesuch – im Blick zu behalten. Denn gerade E-Bikes und Pedelecs werden auch mitten in der Unnaer City gern und oft gestohlen.































