
In der Nachfolge für den nicht mehr wieder antretenden SPD-Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke aus Unna unternimmt die SPD einen zweiten Anlauf.
Nachdem der Ende April nominierte Unnaer Bernd Dreisbusch vier Wochen später aus persönlichen Gründen von seiner Kandidatur Abstand nahm (wir berichteten), benannte der SPD-Ortsverein Unna jetzt in seiner Vorstandssitzung Maik Luhmann als Kandidaten für die NRW-Wahl im April 2027.
Luhmann soll im Wahlkreis 115 (Unna I) die Nachfolge des populären und langjährigen Abgeordneten Hartmut Ganzke antreten.
Auf der Delegiertenkonferenz am Dienstagabend, 14. Juli, in Schwerte erhielt Maik Luhmann 21 Ja-Stimmen bei 3 Nein-Stimmen.
Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen findet im April 2027 statt. Spitzenkandidat der NRWSPD ist Jochen Ott.
Der in Massen wohnende Rechtsanwalt Hartmut Ganzke hatte bereits bei seiner Kandidatur fürs Unnaer Bürgermeisteramt vor zwei Jahren betont, nicht mehr für eine weitere Landtagswahlperiode kandidieren zu wollen – unabhängig vom Ausgang der Bürgermeisterwahl. Ganzke verlor sie in der Stichwahl knapp gegen Amtsinhaber Dirk Wigant (CDU).

In ihrer Pressemitteilung zur Nominierung erklärte die SPD Kreis Unna:
Mit Maik Luhmann stellt die SPD für den Südwahlkreis Schwerte, Fröndenberg, Holzwickede und Unna einen erfahrenen Kommunalpolitiker für die Landtagswahl 2027 auf.
Der 47-jährige Jurist aus Unna bewirbt sich um die Nachfolge von Hartmut Ganzke, der den Wahlkreis Schwerte, Fröndenberg, Holzwickede und Unna 14 Jahre lang als direkt gewählter Abgeordneter im Landtag vertreten hat.
In seiner Bewerbungsrede machte Luhmann deutlich, dass er das Direktmandat im Südkreis gewinnen will: „Ich möchte mich bei den Menschen als Abgeordneter bewerben, der für sie ansprechbar ist, der zuhört und auf Augenhöhe kommuniziert. Ich möchte konkrete Dinge für unseren Wahlkreis voranbringen.“
Inhaltlich setzt Luhmann auf ein Nordrhein-Westfalen, das wieder funktioniert:
- „Verlässliche Kitas, gut ausgestattete Schulen, sichere Industriearbeitsplätze sowie gute Bedingungen für Mittelstand und Handwerk. „Herkunft darf niemals über Zukunft entscheiden. Und unsere Zukunft geht jeden Tag durch die Türen unserer Schulen und Kitas.“
Als Landesgeschäftsführer der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK NRW) will er sich zudem besonders für die Handlungsfähigkeit der Kommunen einsetzen.
Mit Blick auf den anstehenden Wahlkampf zieht Luhmann Parallelen zur erfolgreichen Kommunalwahl und kündigt einen Wahlkampf der Nähe an: „Wir werden uns das Vertrauen der Menschen hart erarbeiten. An den Haustüren, auf den Marktplätzen, in den Vereinen, bei den Feuerwehren und in den Sporthallen. Dort, wo das echte Leben stattfindet.“
Quelle: PM SPD Unna































