NRW-SPD-Spitzenkandidat Ott fordert in Lünen Förderung von der Kita an und mehr Praxis in Schulen

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NRW-Spitzenkandidat Jochen Ott und der Lüner Spitzenkandidat Steven Roch beim Parteitag der SPD in Lünen. (Foto SPD Lünen)

Bildungsdefizite dürfen nicht erst dann aufgefangen werden, wenn junge
Menschen die Schule bereits ohne ausreichende Voraussetzungen für Ausbildung und Beruf
verlassen. Beim Parteitag der SPD Lünen im Multikulturellen Forum forderten NRWSPD-
Spitzenkandidat Jochen Ott und die Lüner Sozialdemokraten deshalb eine durchgängige
Bildungspolitik von der Kita bis zum Berufseinstieg. Ziel müsse es sein, Kinder früh zu fördern,
Familien verlässlich zu unterstützen und junge Menschen besser auf Ausbildung und Beruf
vorzubereiten.

Hier die Pressemitteilung der SPD Lünen zum Besuch von Ott. In NRW ist im April nächsten Jahres Landtagswahl.

„Bildung ist die Zukunftsfrage schlechthin. Die Ausfallzeiten in den Kitas sind in Nordrhein-
Westfalen auf Rekordniveau. Gleichzeitig verlassen rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen
die Schule mit einem schlechten oder gar keinem Abschluss. Wer über Wirtschafts- und
Sozialreformen spricht, muss Bildung mitdenken“, erklärte Ott.

Förderbedarf müsse deshalb deutlich früher erkannt werden. Ott sprach sich für einheitliche
Sprach- und Entwicklungstests für alle Kinder im Alter von vier Jahren aus. Neben der Sprache
müssten dabei auch motorische, soziale und alltagspraktische Fähigkeiten berücksichtigt werden.
Auf festgestellten Förderbedarf müsse eine gezielte Unterstützung vor der Einschulung folgen.
Dafür brauche es personell und finanziell starke Kitas sowie eine engere Zusammenarbeit von
Erzieherinnen, Erziehern und Lehrkräften. Förderung solle möglichst im vertrauten Alltag der
Kinder stattfinden. Zugleich müssten die Übergänge zwischen Kita und Grundschule verbessert
werden. Verlässliche Betreuung und Förderung seien auch eine wichtige Entlastung für Familien.

Der Vorsitzende der SPD Lünen und Landtagskandidat Steven Roch, selbst Lehrer, sagte:
„Berufskollegs und ihre Lehrkräfte leisten hervorragende Arbeit, wenn sie jungen Menschen
Abschlüsse und neue Perspektiven ermöglichen“, sagte Roch. „Aber wir dürfen nicht erst kurz vor
dem Berufseinstieg anfangen, grundlegende Defizite auszugleichen. Förderung muss früher
beginnen.“

Auch praktisches, technisches und handwerkliches Lernen müsse einen höheren Stellenwert
erhalten. Schülerinnen und Schüler sollten früh erleben, welche Fähigkeiten in ihnen stecken und
welche Perspektiven Handwerk, Industrie, Technik und soziale Berufe bieten. So könnten Talente
besser gefördert und zugleich ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel geleistet werden. „Nicht
jedes Talent zeigt sich in einer Klassenarbeit“, betonte Roch. „Schule muss auch dem Bauen,
Gestalten, Reparieren und Programmieren mehr Raum geben.“

Neben der Bildungspolitik standen die finanzielle Lage der Kommunen und die Sicherheit im
öffentlichen Raum im Mittelpunkt. Ott machte deutlich, dass gute Bildung und verlässliche
Angebote für Familien nur mit handlungsfähigen Städten möglich seien. Lünen müsse finanziell in
der Lage sein, in Kitas, Schulen, Infrastruktur und soziale Angebote zu investieren.

Auch Sicherheit müsse im Alltag spürbar sein. Straßen, Plätze, Bahnhöfe und Busse müssten von
allen Menschen ohne Angst genutzt werden können.
Gerade Familien dürften nicht das Gefühl
haben, öffentlichen Räumen ausweichen zu müssen.

„Öffentlicher Raum muss öffentlicher Raum bleiben“, betonte Ott. Wo Verwahrlosung oder
Angsträume entstünden, brauche es konsequentes Handeln ebenso wie wirksame Hilfsangebote
und Prävention. Die Kommunen müssten dafür die notwendigen rechtlichen und finanziellen
Möglichkeiten erhalten.

„Wir übersetzen die landespolitischen Ziele in konkrete Aufgaben für Lünen“, erklärte Roch. „Dazu
gehören verlässliche Kitas, gute Schulen und Ganztagsangebote, sichere öffentliche Räume und
eine Stadt, die finanziell in der Lage ist, all das auch umzusetzen.

PM SPD Lünen

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