Symbolpolitik „für Klimaschutz“: Unna macht wieder mit – am Samstagabend geht das Licht im Rathaus für eine Stunde aus

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Frei nach dem Motto „Der Letzte macht hier heute das Licht aus“ rufen wir am heutigen Mittwochabend eine alle Jahre wiederkehrende zeichenhafte Handlung in Erinnerung, die diesmal unter dem Motto „Wir machens´s aus“ steht und bei der am Samstag (28. März) auch die Stadt Unna wieder eilfertig mitmacht.

Bei der „Earth Hour“ werden eine Stunde lang die Lichter ausgeknipst. „Unna setzt Zeichen für den Klimaschutz“, verkündet dazu aus dem Rathaus. An der weltweit größte symbolische Aktion für den Klimaschutz hätten sich, so die Stadtpressestelle, voriges Jahr „allein in Deutschland 520 Städte und Gemeinden beteiligt“ – von insgesamt allerdings 11.000, was einem Prozentsatz von unter 5 % entspricht. Weltweit machen 7000 Städte mit, heißt es ganz unten in der Rathaus-Pressemitteilung.

In Unna liegen dann also am Samstagabend von 20.30 bis 21.30 Uhr das Rathaus, das Zentrum für Information und Bildung (zib) sowie der Turm der Stadtkirche im Dunkeln.

Obwohl samstagabends ohnehin wohl kaum jemand im Rathaus arbeiten wird und es deshalb auch egal ist, ob das Licht an oder aus ist, betont Bürgermeister Dirk Wigant (CDU) die Bedeutung der Aktion als eben rein symbolischen Akt: „Die Earth Hour macht deutlich, wie sehr unser tägliches Handeln die Umwelt beeinflusst. Das Ausschalten des Lichts ist ein Symbol – entscheidend ist, auch darüber hinaus Verantwortung zu übernehmen und nachhaltige Entscheidungen zu treffen.“

Klimaschutzmanager Thomas Heer ergänzt: „Ein Großteil der CO2-Emissionen in Unna entfällt auf Gebäude. Energiesparen schont den Geldbeutel und hilft der Stadt, ihre Klimaziele zu erreichen.“

Die „Earth Hour“ wurde im Jahr 2007 in Sydney ins Leben gerufen und wird mittlerweile in ca. 180 Ländern durchgeführt. Weitere Informationen zur Aktion gibt es beim WWF Deutschland unter www.wwf.de/earth-hour.

1 KOMMENTAR

  1. Schön wäre es wenn das Rathaus mal für 2 Stunden komplett hell erleuchtet ist.

    Als Zeichen dafür dass dem Rat mit Bürgermeister und seinen Dezernenten endlich „ein Licht aufgegangen“ ist.

    Dass Entscheidungen getroffen werden, fern von ideologischen Hirngespinsten die dem Bürger bisher reichlich Steuergeld gekostet haben und rationale, sachlich fundierte Überlegungen die Kommunalpolitik bestimmen.

    Allerdings.
    Passendender ist, wenn ich die letzten 5 Jahre Revue passieren lasse, dass das Rathaus doch für 1 Woche komplett dunkel bleibt um noch mehr Energie zu sparen und nicht unnötig auch noch bei den Debatten im Rat Sauerstoff verbraucht wird.

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