
„Anwohnerparken ist nicht konfliktfrei. Insbesondere bei der Einführung neuer Anwohnerparkregelungen treffen unterschiedliche Interessen aufeinander. Während ein Teil der Anwohner darin eine notwendige Entlastung vom Parkdruck sieht, bestehen zugleich Vorbehalte und Diskussionen über die Auswirkungen…“
Anwohnerparkgebiete in Unna benötigen mehr Flexibilität für Angehörige und Freunde, findet die SPD-Fraktion. In einer Pressemitteilung schlägt sie eine Besucherparkregelung vor.
In der Mitteilung heißt es:
Wie können Anwohner unkompliziert Besuch empfangen, ohne dass ihre Gäste mit Parkplatzproblemen konfrontiert werden? Die SPD-Fraktion Unna möchte dieser Frage nachgehen und hat beantragt, die Möglichkeiten für eine Besucherparkregelung in den bestehenden Anwohnerparkgebieten zu prüfen.
„Anwohnerparken soll den Menschen vor Ort helfen, einen Parkplatz zu finden. Gleichzeitig muss es möglich bleiben, Familie, Freunde und Angehörige unkompliziert zu besuchen“, betont die SPD-Fraktion. Gerade bei längeren Besuchen könne die Parkplatzsuche zur Belastung werden.
Das Thema wurde auch bei den Aktionen „Ortsvorsteher vor Ort“ angesprochen, insbesondere von Anwohnern im Bereich Hertinger Tor. Die Fragestellung betreffe jedoch alle Quartiere, in denen Anwohnerparken besteht oder künftig eingeführt beziehungsweise ausgeweitet wird.
Andere Städte zeigen mögliche Regelungen
- In Münster gibt es in bestimmten Bewohnerparkzonen einen digitalen Besucherparkausweis, der online beantragt wird und 24 Stunden gilt.
- Bremen bietet Besucherkarten für 48 Stunden oder eine Woche an.
- Heidelberg setzt ebenfalls auf Tages- und Wochenkarten, die inzwischen auch online beantragt werden können.
Die SPD möchte, dass die Verwaltung solche Modelle vergleicht und ihre Übertragbarkeit auf Unna prüft. Dabei sollen unter anderem digitale Lösungen, die Gültigkeitsdauer, mögliche Kontingente, Gebühren sowie der Verwaltungs- und Kontrollaufwand berücksichtigt werden. Auch die rechtlichen Voraussetzungen und den Schutz vor Missbrauch gilt es zu untersuchen.
Praktische Lösung für den Alltag
Auf Grundlage der Prüfung soll die Verwaltung einen konkreten Vorschlag für Unna erarbeiten und dem zuständigen Ausschuss vorlegen. „Uns geht es um eine Lösung, die im Alltag funktioniert und den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird“, so die SPD-Fraktion. Eine praktikable Besucherparkregelung könne das Anwohnerparken sinnvoll ergänzen, längere Besuche erleichtern und zugleich dazu beitragen, die Akzeptanz der Parkregelungen zu erhöhen.
Quelle PM SPD-Fraktion Unna
































Die Oma in Unna ruft Abends ihre Enkelin an, ob sie nicht kommen will um die Nacht über bei ihr zu bleiben. Weil es Oma nicht gut geht.
Die Enkelin antwortet:
„Natürlich. Dank der SPD mußt du nur vorher dafür online für mich einen Bewohnerparkplatz für 10,20 Euro bei der Stadt beantragen und die Gebühr irgendwie online überweisen. Dazu mußt du deine Kontonummer ins Internet eingeben und mein privates Kennzeichen. Überprüfe aber bitte vorher, ob du im „Mischprinzip“ der Zonen F, L, M oder N wohnst. Wenn ich dann noch Glück habe, das Abends tatsächlich noch ein Anwohnerparkplatz frei ist, komme ich gerne vorbei. Du kannst dich ja frühzeitig auf einen draußen hinstellen um ihn für mich freizuhalten bis ich ankomme. Die meisten sind besonders Nachts schnell belegt. Es wäre ja ärgerlich wenn du die Gebühr für Nichts bezahlst. Bevor du das machst muß ich aber vorher nachmessen, ob mein Auto nicht längerals 5,25m ist.“
(Modell in Münster)
Das kann man dann auch wunderbar „ohne Aufwand“ mehrfach anwenden wenn man in Unna wohnt und mehrere Gäste von außerhalb zur Geburtstagsfeier einlädt. 🙂
Das ist für die SPD in Unna
„eine praktikable Besucherparkregelung die längere Besuche erleichtert und den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird“
Leider entsteht dadurch kein einziger Parkplatz zusätzlich und die Parkmöglichkeiten für die regulären Anwohner werden dadurch noch knapper als sie bereits sind !
Das Modell könnte auch theoretisch von vermögende Mitbürger zweckentfremdet werden, wenn sie dort einen Bekannten als Anwohner haben, aber nicht in die Stadt kommen um ihn zu besuchen.
Interessant finde ich, das anscheinend die SPD Unna ihren Vorschlag nicht einmal selber vorher konkret überprüft und erarbeitet hat, sondern die Aufgabe einfach der Verwaltung aufhalst:
„Auf Grundlage der Prüfung soll die Verwaltung einen konkreten Vorschlag für Unna erarbeiten und dem zuständigen Ausschuss vorlegen.“