Hilferuf aus Holzwickede: „Baustellenchaos zwischen Kreis Unna und Dortmund bedroht meine berufliche Existenz“

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Die gesperrte Anschlusstelle sorgt seit dem 5. Oktober aufgrund zahlreicher zeitgleicher Baustellen rund ums Kreuz Dortmund/Unna für Rekordstaus. ´(Fotos: RB)

Zum längerfristigen Chaos unterschiedlichster zeitgleicher Großbaustellen zwischen Unna (Kreis und Stadt) und Dortmund erreichte unsere Redaktion am heutigen Mittwoch (20. 10.) ein regelrechter Verzweiflungsruf einer Pendlerin aus Holzwickede.

Die Leserin schreibt:

„Ich wende mich mit einem dringenden Hilferuf an Sie, da das unkoordinierte Baustellen-Chaos zwischen dem Kreis Unna und Dortmund meine berufliche Existenz bedroht.

Was uns als Baustellenmanagement verkauft wird, ist der systemische Kollaps der Region. Ich pendle täglich von Holzwickede (Kleistraße) nach Dortmund-Kley (Dorneystraße). Für eine Strecke, die eigentlich 20 Minuten dauern sollte, stehe ich inzwischen täglich stundenlang im Stau – gefangen in einer unkoordinierten Kette aus drei aufeinanderfolgenden Planungsfehlern:

  1. Das 5-Jahre-Dilemma: Die B1-Anschlussstelle bei Unna sollte laut ursprünglichem Zeitplan bereits im Herbst 2024 fertig sein. Die chronische Verzögerung fängt die jetzigen Belastungen überhaupt nicht auf.
  2. Künstliche Barrieren: Exakt die Ausweichrouten (A1 und A45), die den B1-Druck mindern müssten, wurden zeitgleich mit Baustellen und Sperrungen blockiert.
  3. Der finale Genickschlag: Mitten in dieses ohnehin kollabierte Netz und im Schatten der bevorstehenden A45-Massivsperrungen reißt man nun auch noch die westliche B1-Seite in Dortmund auf.

Anstatt Großprojekte nacheinander oder mit gebündelten Ressourcen fertigzustellen, wird im Hauruckverfahren alles gleichzeitig aufgerissen. Ein einziger Unfall im Umland legt die gesamte Region lahm.

Die realen Konsequenzen für mich und tausende andere:

  • Existenzangst: Pünktlichkeit ist reines Glücksspiel geworden. Der psychische Druck, den Arbeitsplatz zu gefährden, wächst täglich.
  • Finanzieller Ruin: Die erzwungenen Umwege fressen Unmengen an Treibstoff, während die maroden Ausweichstrecken zu echten Fahrzeugschäden führen.
  • Verlust der Lebensqualität: Uns wird systematisch Lebens- und Erholungszeit geraubt, während die Behörden das Problem scheinbar aussitzen.

Als einzelne Bürgerin stehe ich dieser behördlichen Willkür machtlos gegenüber. Bitte nutzen Sie Ihre Stimme als vierte Gewalt. Hinterfragen Sie dieses rücksichtslose Parallel-Sperren bei den zuständigen Straßenbaubehörden und Ämtern!

Mit freundlichen Grüßen“

  • Nadine Reinhardt, Kleistraße 14, 59439 Holzwickede

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