Laubsäcke, Sammelstellen, Abholdienst: Wir für Unna fordert herbstlichen Service für die Bürger

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Herbstlaub am Gehweg, Archiv RB

Laubsammelgitter werden nur noch an ausgewählten Standorten aufgestellt, die Bürger von Unna sind ansonsten mit ihrem Herbstlaub (und dem städtischer Bäume, die vor ihren Häusern stehen) auf sich allein gestellt.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Stadt die Anlieger reinigungspflichtiger Straßen mahnend daran erinnert, dass sie das Laub städtischer Bäume, das auf Gehwegen vor ihren Privatgrundstücken liegt, selbst wegkehren und auch entsorgen müssen. Das war bei vielen Lesern auf wenig Verständnis gestoßen.

Die Fraktion Wir für Unna (WfU) fordert deshalb ein neues, praktikables Konzept zur Laubentsorgung.

„Die Verwaltung soll gemeinsam mit den Stadtbetrieben prüfen, wie Bürger in der herbstlichen Laubzeit künftig kostenlos oder kostengünstig unterstützt werden können. Neben speziellen Laubsäcken sollen auch zentrale Sammelstellen und zeitlich begrenzte Abholangebote geprüft werden“, so WfU in einem Antrag an die Stadt.

„Wer in einer Straße mit vielen städtischen Bäumen lebt, hat im Herbst oft große Mengen Laub zu bewältigen. Die Gehwege müssen sauber gehalten werden, doch nicht jeder hat ein Auto, ausreichend Platz in der Biotonne oder die Möglichkeit, das Laub selbst zum Servicehof zu bringen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Sven Arnt.

„Wir wollen eine Lösung, die den Alltag der Menschen erleichtert und besonders ältere sowie mobilitätseingeschränkte Bürger nicht alleinlässt.“

Die WfU-Fraktion sieht Handlungsbedarf, weil mit dem Wegfall der Laubkörbe ein bisheriger Entsorgungsweg entfallen ist. Gleichzeitig bleiben die Anwohner zur ordnungsgemäßen Gehwegreinigung verpflichtet. Ein geeignetes Angebot könne zudem dazu beitragen, dass weniger Laub unsachgemäß auf Straßen und in Gossen entsorgt wird.

Angesichts der Haushaltssperre müsse die Lösung wirtschaftlich tragfähig sein. Deshalb sollen vorhandene Ressourcen und Arbeitsabläufe genutzt und beispielsweise zusätzliche Abholungen in bestehende Touren der Stadtbetriebe integriert werden.

Auch die rechtlich zulässige Finanzierung über bestehende Straßenreinigungsgebühren soll geprüft werden, ohne die Gebührenzahler unnötig zusätzlich zu belasten.

„Wir verlangen keine ungeprüften Mehrausgaben, sondern ein durchdachtes Konzept, das den tatsächlichen Bedarf berücksichtigt und vorhandene Möglichkeiten nutzt. Die Verwaltung soll verschiedene Varianten kalkulieren und eine beschlussfähige Lösung vorlegen, die möglichst schnell umgesetzt werden kann“, so Sven Arnt.

Mit dem Antrag möchte WfU erreichen, dass die Laubentsorgung in Unna wieder bürgerfreundlicher organisiert wird – praktikabel, sozial ausgewogen und unter Berücksichtigung der angespannten Haushaltslage.

PM WfU-Fraktion Unna

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