GFL-Fraktion: Steag-Fläche für hochwertige Produktion und nachhaltige Arbeitsplätze nutzen – „Lünen braucht zukunftsfähige Gewerbeentwicklung statt zusätzliche Zentral- und Regionallager-Aktivitäten“
Die GFL-Ratsfraktion Lünen weist den Vorwurf zurück, sie habe die Entscheidung der Firma Rossmann gegen die Ansiedlung eines Zentral- und Regionallagers in Lünen verursacht.
„Richtig ist aber auch: Die GFL hat sich sehr bewusst gegen diese konkrete Ansiedlung eines Zentral- und Regionallagers ausgesprochen“, betont die Fraktion in einer Pressemitteilung vom Samstag, 27. Juni.
Kritik richtete sich gegen schwerpunktmäßige Logistikaktivitäten
In der Erklärung der Fraktion heißt es:
„Bei dem geplanten Vorhaben handelte es sich nicht um eine allgemeine Unternehmensansiedlung, sondern im Schwerpunkt um umfangreiche Logistikaktivitäten.
Ein Zentral- und Regionallager dieser Größenordnung hätte mehrere hundert zusätzliche Lkw-Bewegungen pro Werktag sowie erheblichen zusätzlichen Pkw-Verkehr in Lünen ausgelöst. Diese zusätzliche Verkehrsbelastung wäre an einem bereits heute stark belasteten Standort rund um Lippholthausen aus Sicht der GFL nicht verantwortbar gewesen.
Es gilt im Sinne gerade auch der bereits heute in Lünen angesiedelten Unternehmen sowie der Bevölkerung weitere Staus rund um das Gewerbegebiet zu vermeiden.
Ja zu Produktion – Nein zu zusätzlicher Logistikbelastung
Die GFL hat sich daher nicht gegen Rossmann als Unternehmen gestellt, sondern gegen die Ansiedlung eines Zentral- und Regionallagers auf einer der wichtigsten Gewerbeflächen unserer Stadt. Wir waren bewusst für die Ansiedlung eines hochwertigen Produktionsunternehmens und gegen die Ansiedlung schwerpunktmäßiger Logistikaktivitäten – aus guten Gründen.
Lünen braucht wirtschaftliche Entwicklung, gute Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen. Aber Lünen braucht keine zusätzliche Logistikbelastung an einem Standort, dessen Verkehrsinfrastruktur bereits heute an Grenzen stößt.
Frühere Resolution der Ratsfraktionen bleibt maßgeblich
Die GFL verweist ausdrücklich auf die vor Jahren von den Lüner Stadtratsfraktionen gefasste Resolution. Diese Resolution forderte klar, auf die Ansiedlung von Unternehmen mit Schwerpunkt im Bereich Logistikaktivitäten auf dem ehemaligen STEAG-Gelände zu verzichten.
Diese gemeinsame Linie war richtig und bleibt aus Sicht der GFL auch heute maßgeblich. Die ehemalige Steag-Fläche verdient eine hochwertige, zukunftsfähige und verkehrlich verträgliche Nutzung.
Gemeinsam nach vorne schauen
Die nun ausgebliebene Ansiedlung sollte nicht für parteipolitische Schuldzuweisungen missbraucht werden. Stattdessen sollten alle Fraktionen gemeinsam daran arbeiten, für die ehemalige STEAG-Fläche eine nachhaltige, hochwertige und verkehrlich verträgliche Unternehmensansiedlung zu erreichen.
Lünen braucht Entwicklung – aber mit Augenmaß. Für die GFL bleibt klar: Ja zu hochwertiger gewerblicher Entwicklung, ja zu Produktionsunternehmen, ja zu guten Arbeitsplätzen. Aber nein zu einem großdimensionierten Zentral- und Regionallager mit erheblichen zusätzlichen Lkw- und Pkw-Verkehren an diesem Standort.
Andreas Dahlke, GFL-Ratsfraktionsvorsitzender
Prof. Dr. Johannes Hofnagel, Vorsitzender der Wählergemeinschaft GFL“
































