Mehr Grün, mehr Verweilqualität, Trinkwasserbrunnen.
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Kamen sieht in den aktuellen Anträgen von SPD, Bünd-
nis 90/Die Grünen und Die Linke zur Verbesserung von Plätzen in der Innenstadt und des
Zugangs zu kostenfreiem Trinkwasser vor allem „alten Wein in neuen Schläuchen“.
Die drei Fraktionen beantragen, prüfen zu lassen, ob an der Außenwand der öffentli-
chen Toilettenanlage am Willy-Brandt-Platz ein Trinkwasserbrunnen eingerichtet werden
kann. Zusätzlich sollen Gewerbetreibende für das Netzwerk „Refill Deutschland“ gewon-
nen und städtische Einrichtungen als Refill-Stationen geprüft werden. Die CDU begrüßt,
dass mit dem Trinkbrunnen eine langjährige eigene Forderung erneut aufgegriffen wird.
„Bereits im Februar 2024 hatte die CDU-Fraktion die Installation eines kostenlosen Trink-
brunnens in der Innenstadt beantragt. Der Rat nahm den Antrag mit nur einer Enthaltung
an. Die Verwaltung berichtete später, dass Gespräche mit den GSW über einen Anschluss
an das städtische Wassernetz geführt würden; Standort und besonders die Finanzierung
waren damals Hinderungsgründe. Wir freuen uns, dass der Trinkbrunnen nun wieder
auf der Tagesordnung steht und hoffentlich endlich Realität wird. Der politische Impuls
dafür kam allerdings bereits vor Jahren von der CDU“, erklärt Fraktionsvorsitzender Ralf
Langner:
„Seit 2023 sind Kommunen ohnehin verpflichtet, Trinkwasserbrunnen als Teil
der „Daseinsvorsorge“ einzurichten. Damit wird eine EU-Richtlinie in deutsches Recht
umgesetzt.“ Was die Einrichtung an der öffentlichen Toilette am Willy-Brandt-Platz an-
geht, habe er Zweifel. „Die CDU sieht hier keinen idealen Platz“, so Langner.
Auch die im neuen Antrag enthaltene ökologische Aufwertung ist aus Sicht der CDU keine
neue Erkenntnis. Der parallel eingebrachte Antrag zu den Stadtplätzen greift Entsiege-
lung, Begrünung und bessere Aufenthaltsqualität auf. „Mehr Grün in der Innenstadt ist
richtig und wichtig – gerade mit Blick auf Hitzeresilienz, Mikroklima und Aufenthaltsqua-
lität. Neu ist diese Erkenntnis aber ebenfalls nicht“, sagt Michael Bierhoff, Sprecher der
CDU im Umwelt- und Klimaschutzausschuss. In vielen Wortbeiträgen habe er in Aus-
schüssen schon darauf hingewiesen. Langner mahnt abschließend, dass Aufwertung und
Pflege zusammengehören.
„Wer mehr Grün schafft, muss auch dauerhaft für Pflege und Sauberkeit sorgen.“
Zudem müssten die Plätze für alle offen und nutzbar bleiben und
dürften nicht dauerhaft von einzelnen Gruppen vereinnahmt werden.
Quelle PM CDU Kamen
































