Wegen Sicherheit: Kein öffentlicher Zugang mehr fürs Kreis-Dienstgebäude an der Platanenallee

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Das Kreishaus an der Friedrich-Ebert-Straße in Unna-Königsborn. Foto RB

Neue Zugangsregelungen für das Dienstgebäude an der Platanenallee:

Im Zuge der Umsetzung des Sicherheitskonzeptes werden sich die Zugangsregelungen für das Dienstgebäude des Kreises Unna an der Platanenallee 16 ab Donnerstag, 1. Oktober, ändern. Das teilt der Kreis mit.

Im Dienstgebäude an der Platanenallee sind die Fachbereiche Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, Gesundheit sowie Schulen und Bildung untergebracht. 

Das Gebäude ist ab dem 1. 10. für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Ausschließlich Besucher, die einen Termin mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung haben, dürfen das Gebäude noch betreten. 

Sie müssen sich dazu an der Eingangstür über eine Türsprechstelle bei der jeweiligen Ansprechperson anmelden. An der Türsprechstelle sind in einer Legende die zentralen Rufnummern der jeweiligen Bereiche hinterlegt, die dann angewählt werden können.

Die Besucher werden anschließend an der Eingangstür abgeholt, zum Termin begleitet und danach wieder zum Ausgang gebracht. 

„Mit der neuen Zugangsregelung soll sichergestellt werden, dass sich keine externen Personen unbeaufsichtigt bzw. frei im Dienstgebäude bewegen. Die Regelung ist Teil des Sicherheitskonzeptes und soll dazu beitragen, die Mitarbeiter der Kreisverwaltung besser vor unvorhersehbaren Risiken zu schützen“, so der Kreis.

Quelle Kreis Unna

13 KOMMENTARE

  1. Man stelle sich mal vor ein Einkaufszentrum würde so mit seinen Kunden umgehen.
    Um so weniger die Verwaltung von Unna ihre vom Steuerzahler bezahlten gesetzlichen Verpflichtungen nicht mehr leisten kann, um so mehr bunkert sie sich ein und von den Bürgern weg.

    Nebenbei bemerkt:
    Am Wochenende war ich im nahen Werl beim Hollandmarkt mit Kirmis und verkaufsoffenen Wochende. Die Fußgängerzone, welche größer ist als in Unna, war rappelvoll.
    Es gab nirgendwo irgendwelche Fahrzeugsperren oder Poller.
    Es gab nicht wie in Unna extra aufgestellte Kameraüberwachung in Echtzeit.
    Nirgendwo habe ich Polizei oder Mitarbeiter vom Ordnungsamt gesehen.
    Es gab keine Parkplatzsuche und keine Parkplatzgebühren.
    Man mußte auch nicht in eine videoüberwachte Betontiefgarage rein.
    Es war eine schöne entspannte Großveranstaltung.

    Die Stadt Unna verfällt irgendwie.

  2. PS: Das Kreishaus unterliegt nicht der Stadt Unna sondern dem roten Landrat Mario Löhr. Der ist auch als auch als Chef der Polizeibehörde wesentlich für die Überwachung der Bürger zuständig.

  3. Werden jetzt „Kammerdiener“ eingestellt, oder müssen die Mitarbeiter die Kundschaft persönlich abholen? Fitness am Arbeitsplatz?

    Der Kreis soll bitte mal die Risken benennen, die ja wohl auch die Bürger betreffen.

  4. Das wegen der angeblichen „Sicherheit“ ist auch deshalb eine Scheinbehauptung weil ja keine Sicherheitskontrolle und Durchsuchung wie am Gericht oder Flughafen durchgeführt wird.
    Die Mitarbeiter könnten ja rein theoretisch trotzdem körperlich oder mit einen gefährlichen Gegenstandand gegriffen werden.
    Wie übrigens jederzeit auf der Straße auch.

  5. In der Kreisverwaltung wurden wir auch schon vom zuständigen Mitarbeiter unten abgeholt und wieder zurück gebracht. Man will einfach keine Unbefugten in den Etagen und Gängen haben, finde ich durchaus in Ordnung.

    • Das ist ein irrer Aufwand verbunden mit enormen Kosten wenn jeder Mitarbeiter erst durch das große Gebäude über mehrer Etagen latschen soll um jeden einzelnen Bürger einzeln reinzulassen, um ihn danach wieder den gleichen Weg zurück zum Ausgang zu bringen.

      Zudem gehört das Gebäude der Kreisverwaltung den Bürgern und nicht einem privaten Unternehmen.
      Sollen die ernsthaft im Sommer bei Hitze, im Herbst bei Regen oder im Winter bei Eiseskälte vor der Tür stehen bis sich ein Mitarbeiter erbarmt sie reinzuführen ?
      Was ist wenn man an der Eingangstür über die Türsprechstelle nicht den entsprechenden Mitarbeiter sofort erreicht oder der gerade beschäftigt ist. Das wird sehr oft vorkommen.

      So mit den Kunden kann eine Verwaltung nur umgehen weil sie ein Monopol hat und die Mitarbeiter unabhängig von der Leistung durch die Steuerzahler bezahlt wird.
      Die könnten einfach zwei Wochen gar keine Kunden reinlassen oder nicht arbeiten.
      Sie würden trotzdem das gleiche Gehalt bekommen.

      Das Gesundheitsamt stellt auch nicht mehr wie früher direkt den gesetzlich erforderlichen Hygiennachweis für die entsprechenden Berufsbranchen aus obwohl es gesetzlich dazu verpflichtet ist.

      Beim Straßenverkehrsamt konnte man jahrzehntelang sein neues Fahrzeug innerhalb weniger Stunden anmelden und sofort losfahren. Heute dauert das über zwei Wochen.

      Verzögerungen in deutschen Bauämtern dauern oft Monate oder sogar Jahre.

      usw.

  6. Das Land verändert sich, die Behörden schützen sich (vor wem eigentlich?), die Bürger vertrauen auf Gott, weil die Behörden können leider nicht. Unfassbar!

  7. Bürgernähe, Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Sicherheitsbedenken sind durchaus ein wichtiges Argument, doch wer trachtet den Mitarbeitenden denn nach Gesundheit oder andere Dinge? Wenn ich ein Anliegen habe, so möchte ich es auch erledigt haben, gelingt das weder per Mail noch Anruf, lässt es sich vielleicht in einem ruhigen Gespräch klären. Dafür bekommt man dann einen Termin…dessen Beantraung dann eine weitere Kommunikation darstellt. Früher konnte man sein Anliegen direkt vorbringen und es wurde auf den Weg gebracht. Heute muss man einen Termin beantragen um sein Anliegen persönlich vorbringen zu dürfen. Was ist denn mit Bürgern, die das aus verschiedenen Gründen gat nicht können?

  8. Als Inklusion Für Taube oder Stumme Mitbürger kann man die „Türsprechstelle“ auch nicht unbedingt bezeichnen.
    Man stelle sich mal theoretisch vor, die Mitarbeiter der Behörde hätten kein Monopol, sondern in der Nähe eine kundenorientierte privatwirtschaftliche Konkurrenz.
    Sie würden innerhalb kurzer Zeit arbeitslos werden.

  9. Bei uns war es kein Aufwand, wir hatten einen Termin, haben uns unten gemeldet und nach wenigen Minuten war der Mitarbeiter da.

    Die Zulassungsstelle war früher sehr schnell, ab 2015 wurden wohl einige Mitarbeiter anderswo eingesetzt, da wurden die Wartezeiten dann sehr viel länger.
    Heute geht es ganz gut mit Termin, leider waren meine letzten nie zeitnah, was weder für Verkäufer noch für den Käufer eines Fahrzeugs erfreulich ist. Da hilft nur der Zulassungsdienst, der kostet aber Geld macht es dafür von einem auf den anderen Tag.

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