
Im Sommer 2022 wechselte die Drogerie Rossmann innerhalb der Unnaer City ihren Standort. Von ihrem angestammten Platz an der Bahnhofstraße zog die Drogeriekette ins damals neu eröffnete Einkaufszentrum Neue Mühle auf dem ehemaligen Mühle Bremme-Standort neben der Post.
Lange stand der frühere Rossmann-Standort nicht leer. Bereits im Herbst desselben Jahres eröffnete dort der Küchen- und Haushaltswarenladen KODi.
Ihm war an der Bahnhofstraße allerdings kein langes Verweilen beschieden: Im April 2025, knapp zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung, war schon wieder Schluss mit KODi in Unna, die Kette ging insolvent.
Banchenbeobachter bangten schon seit Ende 2023, dass KODi nicht nur ein kurzes Gastspiel in Unna gegeben haben könnte. Denn das Unternehmen ging insolvent. Im April vorigen Jahres stand dann fest: Neben zahlreichen anderen Filialen in der Region, etwa auch die in Schwerte, war auch der KODi auf der Bahnhofstraße in Unna nicht zu retten.
Der Räumungsverkauf fiel ausgerechnet in die Woche vor dem ersten verkaufsoffenen Sonntag vorigen Jahres, der traditionell den Autofrühling flankierte.
KODi begründete seine schwierige Lage bei Bekanntgabe der Schließung mit einer „deutlichen Kaufzurückhaltung“ der Kunden und gestiegenen Energiekosten.

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Nach mehr als einem Jahr erneuten Leerstand steht nun im Juni 2026 abermals eine Neueröffnung in dem weiträumigen Ladenlokal in der Fußgängerzone bevor. Der Billig-Discounter Pepco kündigt sich an den Schaufensterfronten an.
Der deutsche Ableger der Kette hatte erst im Juli 2025 Insolvenz angemeldet. Im Februar dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass das Insolvenzverfahren erfolgreich beendet und die Gruppe restrukturiert worden sei.
Im Zuge der Neuaufstellung wurden laut Bericht des manager magazins 28 der 64 Pepco-Filialen bis Ende Januar 2026 geschlossen und knapp 150 Mitarbeiter entlassen, so dass noch rund 350 Mitarbeiter bei der Deutschlandtochter von Pepco beschäftigt sind. Die Neueröffnung in Unna ist daher in einen generellen Neustart des Unternehmens eingebunden.
Pepco ist erst seit vier Jahren in Deutschland aktiv – seit 2022, dem Jahr in dem Rossmann von der Bahnhofstraße wegzog. Die Kette ist hauptsächlich im Osten Deutschlands ansässig. Verkauft werden vorwiegend Kleidung, dazu Deko- Artikel und Spielzeug.
Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen Action und TEDi, die zuletzt stark expandierten .


TEDi ist in Unna nur wenige Gehminuten vom neuen Pepco am Alten Markt zu finden, auch die Billigkette NKD findet sich dort – sie zog in den TEDi, der wiederum auf die gegenüberliegende Markt-Seite in den früheren Schuhladen Deichmann umsiedelte.
Deichmann wiederum eröffnete im Sommer 2022 ebenso wie Rossmann im damals neu gebauten Einkaufszentrum Neue Mühle am Rathausplatz/Kantstraße.
Das untere Preissegment decken in der Unnaer Innenstadt zusätzlich noch die beiden Woolworth-Filialen ab, das Stammgeschäft an der Massener Straße und die etwas kleinere Zweigstelle ebenfalls in der Neuen Mühle, 2022 dort neu eröffnet.

Pepco wollte einst 200 Filialen in Deutschland eröffnen
Radikale Expansion war ursprünglich auch der Plan von Pepco, schreibt das manager magazin. Noch 2023 hatte das Unternehmen bis zu 2000 Filialen in Deutschland angekündigt.
Nach der erfolgreichen Sanierung könnte aus Sicht für Branchenexperten die Übernahme des zum Verkauf stehenden Modediscounters Takko wahrscheinlicher werden (der in Unna ebensfalls zu finden ist – im Hellweg-Center am Ostring in Gesellschaft der Drogerie dm und Rewe Dürre.

Pepco wurde zuletzt als möglicher Takko-Käufer gehandelt. Eine Verbindung besteht bereits in Gestalt des Takko-Miteigners Silver Point Capital, der drittgrößter Pepco-Aktionär.




































