Sie machen Salziges und sind so richtig sauer: Die Süßwarenindustrie steckt tief im Tarifstreit.
Morgen früh (29. Juli, 6.00 Uhr) kommt es im Intersnack-Werk in Schwerte zu einem Warnstreik, der bis zum nächsten Tag andauern wird. Das kündigte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Dortmund an.
Dazu werde es eine Protestkundgebung am Werk geben: „Die Beschäftigten der Süßwarenindustrie bei Intersnack in Schwerte werden dann mit einem ‚stinksauren Protest‘ ihrem Ärger über die Arbeitgeber Luft machen. Denn die treten ganz gewaltig auf die Lohn-Bremse und legen seit Wochen kein akzeptables Angebot vor“, so Samir Boudih von der NGG Dortmund.
Darauf reagieren die Beschäftigten nach Angaben der Gewerkschaft jetzt mit einem 24-stündigen Warnstreik.
„Bei Intersnack stehen die Produktionsbänder am Mittwoch still. Es werden keine Nüsse, keine Flips und keine ültje-Erdnüsse mehr vom Band laufen“, kündigt Samir Boudih von der NGG Dortmund an. Erhebliche Produktionsausfälle seien zu erwarten. Das Werk in Schwerte beschäftigt knapp 350 Personen.
Hinter den Warnstreiks stecke „jede Menge Ärger über ein Frust-Lohn-Angebot der Arbeitgeber“. Diese hätten zuletzt „lediglich 2 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 156 Euro“ angeboten. „Das ist kein Angebot. Das ist eine Farce. Denn das, was die Arbeitgeber bislang auf den Tisch gelegt haben, frisst schon die Inflation auf“, sagt Samir Boudih.
Der Gewerkschaftssekretär der NGG Dortmund spricht von einer „Portion Saures, die die Süßwarenhersteller ihren Beschäftigten aufs Auge drücken“ wollten. Die Gewerkschaft hält auch nach der dritten Tarifrunde, die ohne Ergebnis zu Ende gegangen ist, an ihrer Forderung fest: Ein Lohn-Plus von 5,8 Prozent – mindestens aber 230 Euro mehr pro Monat – und das bei einer Laufzeit von 12 Monaten, so die NGG.
„Es ist höchste Zeit, dass die Arbeitgeber ein brauchbares Angebot machen“, sagt Samir Boudih. Die nächste Gelegenheit dafür komme am 13. August. Dann treffe die NGG mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) zur nächsten Verhandlungsrunde zusammen.
Dabei gehe es immerhin um den Lohn für die rund 17.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen. Sollte es dann keine spürbaren Fortschritte geben, werde die NGG die Warnstreiks in der nordrhein-westfälischen Süßwarenindustrie ausweiten: „Wenn die Arbeitgeber wollen, dass es wehtut, dann wird es wehtun. Und zwar so richtig“, so Samir Boudih.
Quelle NGG
































