Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt ihre Geschäftsstellen in Schwerte und Kamen auf. Für Arbeitssuchende aus den beiden Städten bedeutet das, dass sie künftig für sämtliche Angelegenheiten, die persönliches Erscheinen erfordern, in benachbarte Kommunen fahren müssen.
Für Schwerte ist künftig die Agentur in Unna zuständig.
Wie die Ruhrnachrichten heute (19. Mai) vermelden, ist die Aufgabe der Standorte beschlossene Sache. Die Arbeitsagentur in Hamm begründet den Schritt mit verändertem Kundenverhalten. Geschäftsstellen vorzuhalten lohnt sich demnach in vielen kleineren Städten nicht mehr.
Für die Büroräume am Cava-Platz in Schwerte sucht der Gebäudeeigentümer bereits Nachmieter. Voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2027, also in weniger als einem Jahr, sollen die Kunden aus Schwerte in Unna am Nordring mit betreut werden.
„Die überraschende Entscheidung trifft die Menschen in unserer Stadt hart“, kritisierte AfD-Fraktionsvorsitzender Hans-Otto Dinse in einer Pressemitteilung vom heutigen Nachmittag. „Rund 1400 arbeitslose Bürger sind künftig gezwungen, zusätzliche Wege, höhere Kosten und mehr organisatorische Belastungen in Kauf zu nehmen.“
Dinse sieht die Entscheidung nicht nur sozialpolitisch fragwürdig.
„Sie ist ein klares Signal, welche Prioritäten in diesem Land gesetzt werden. Während an anderer Stelle in aller Welt großzügig Mittel verteilt werden, wird hier eine grundlegende Infrastruktur für Menschen in schwierigen Lebenslagen einfach gestrichen. Wer ernsthaft behauptet, soziale Teilhabe stärken zu wollen, kann nicht gleichzeitig die wohnortnahe Arbeitsvermittlung abschaffen.“
Der AfD-Politiker kritisiert die die Schließung als „politisches Versagen, das die Realität vieler Menschen ignoriere: fehlende Mobilität, geringe finanzielle Spielräume, Abhängigkeit von verlässlicher Beratung.“
Besonders brisant aus Sicht von Dinse: „Die Bundesagentur für Arbeit ist eine bundesunmittelbare Behörde. Die Entscheidung fällt also nicht vor Ort, sondern in einer fernen Verwaltung, die die Lebenswirklichkeit der Menschen in Schwerte offenbar nicht mehr im Blick hat.
Chefin der Bundesbehörde ist die ehemalige SPD Vorsitzende Andrea Nahles.“
Die AfD‑Fraktion fordert
- sofortige Rücknahme der Schließungsentscheidung,
- Einrichtung eines dauerhaften Service‑Points in Schwerte,
- Transparenz über die Entscheidungsgrundlagen der BA.
Quellen: RN, Pressemitteilung AfD-Fraktion Schwerte, Arbeitsagentur Hamm




































