Die Stadt Unna will den Innenstadt-Radring „optimieren“. Insbesondere im Bereich Stadtgarten, den die größte Ratsfraktion, die SPD, am Montag (16. 3.) offiziell zum „Angst-Raum“ erklärt hat.
Deshalb will sie das Radfahren durch die Fußgängerzone nachts wieder erlauben. Der Innenstadt-Radring, als Alternative für das Radfahren durch die Bummelmeile gedacht und für 50.000 Euro Haushaltsgeld hergerichtet, führe im Bereich Stadtgarten durch einen „Angst-Raum“, so die Genossen.
Die Stadt Unna hatte das Problem offenbar schon vorher auf dem Schirm. Sie kündigte schon vor der SPD-Offensive zum Nacht-Radeln an, den Innenstadt-Radring „weiterzuentwickeln“.
„Nach einer gemeinsamen Begehung mit Beteiligten der Ratsfraktionen und des ADFC werden die identifizierten Maßnahmen derzeit geprüft und geplant“, so die Verwaltung.
Sie nennt Änderungen der Wegweisung und Markierungen, die Aufnahme des Radrings ins Radverkehrsnetz NRW sowie „im Bereich des Stadtgartens eine Verbesserung der Qualität und Sicherheit“.
Konkret wird das Rathaus dazu genau so wenig wie gestern die SPD in ihrem Antrag. Der Bürger und Leser kann also nur ahnen, weshalb das Gros der Radler den Stadtgarten lieber meidet, ihn gar als „Angst-Raum“ empfindet.


Zur Erinnerung: Direkt an den Stadtgarten angrenzend wurde, auch mit den Stimmen der SPD, vor zwei Jahren für 1,6 Mio. Euro ein neuer „Bürgergarten“ geschaffen und dafür ein rege frequentierter Kurzzeitparkplatz beseitigt. Der „Angst-Raum“ direkt daneben war bei dieser umstrittenen Umgestaltung nie ein Thema.
Doch jetzt verweigern die Radler den Innenstadtring durch den Stadtgarten, weshalb nun offenbar sowohl im Rathaus als auch bei der SPD ziemlich zeitverzögert Handlungsbedarf erkannt wird. Statt die Probleme endlich aber beim Namen zu nennen – nämlich die Drogen- und Trinkerszene im Park -, sollen es Lampen richten.
Die Stadtverwaltung äußert sich zur Stadtgartenproblematik den Radring betreffend lediglich etwas verbal gedrechselt wie folgt:
„Hierzu befindet sich das Amt für Mobilität und Tiefbau im Austausch mit den Stadtwerken, um Möglichkeiten einer zusätzlichen, sensibel geplanten Beleuchtung auszuloten. Dabei werden auch mögliche sozialpolitische Auswirkungen sorgfältig abgewogen.“
Unabhängig davon werde eine alternative Verkehrsführung zwischen Nordring und Ulrichswall geprüft, da das derzeitige Höhenprofil im Bereich der Voßkuhle von vielen Radfahrern als unattraktiv empfunden werde.
Quellen: PM Stadt Unna, eigene Berichterstattung





































Mmmh, also wo Autos fahren, mag der Radfahrer nicht fahren. Zu gefährlich.
Da wo keine Autos fahren, mag er aber auch nicht fahren. Angstraum.
Redet von Natur und Umwelt, will sein Rad aber auch nicht unüberdacht dieser Natur aussetzen und braucht Häuser zum überdachten abstellen.
Ist das vielleicht alles Satire?
Heute meint ja jeder, er könnte was fordern, mache ich jetzt auch mal:
Ich fordere den Rückbau der Radwege und weiterer Fahrradinfrastruktur und ein Fahrradverbot in der Stadt Unna!
Das wird auch die Zahl der Fahrradunfälle auf Null reduzieren, schon das sollte es Wert sein!
Wobei mir einfällt…die dann überflüssigen Radwege könnte man zu Motorradspuren umdeklarieren! Motorradfahrer sind auch immer gefährdet, hätten aber keine Angst durch den Stadtgarten zu bügeln und würden den Weg dort nutzen!
Ich schwör!
Der Innenstadtradtring ist dort inzwischen für Fußgänger 24/7 ein Angstraum wenn motorisierte E-Bikes mit bis zu 30 km/h ohne Kennzeichenpflicht, ohne Mindestabstandshaltepflicht und ohne Geschwindigkeitskontrollen zwischen Kinder und ältere Mitbürger entlang rasen.
Diese E-Bikes sind inzwischen schneller und größer als Mopeds oder Mofas. Lastenräder größer als Motorräder. Mit den alten klassischen Fahrrädern haben die nichts mehr gemein.
Selbst Kleinautoähnliche überdachte Kabinenpedelecs mit Sitzplätze für 2 Personen und Kofferraum gelten als „Fahrrad“.
Das die aus politisch idiologischen Gründen nicht grundsätzlich wie Mofas von Fußgänger seperiert werden ist ein Skandal. Das stattdessen die für Fußgänger ungefährlicheren kleinen E-Scooter eine Kennzeichenpflicht haben ebenfalls.
Das belegt, das der Politik das abgreifen von Wählerstimmen bei den E-Bikern wichtiger ist als Menschenleben.
Da hat doch die Leiterin des Ordnungsamtest endlich Gelegenheit die Kompetenz und Durchsetzungskraft ihrer Abteilung unter Beweis zu stellen (statt halbseitige Bürgersteig Parker am Reckerdingsweg zu beglücken) um Stadtgarten und Bürgergarten zu einem attraktiven und angstfreien Raum 24/7 zu gestalten.
Denn eine sensible Beleuchtung wird es nicht richten.
Und vielleicht sollten die SPD Genossen und das Amt für Mobilität für das „herbeigeredete Problem“ des Höhenunterschiedes an der Voßkuhle als Erleichterung über den Einbau eines Fahrsteigs, auch Personen und Gütertransband genannt, nachdenken.
Die geschundenen Radler können sich ja dann am Morgentor drauf stellen und sich zum Kirchplatz hoch ziehen lassen.
Um wie viele aktuelle und zukünftige Radfahrer und Radfahrerinnen geht es hier überhaupt. Speziell zu nachtschlafender Zeit.
Es wird ein Thema von einer Lobby hochgespielt mit dem sehnlichen Wunsch eine Spur des Verkehrsrings für Radler zu erhalten, unabhängig von ebenfalls vorhandenen Höhenunterschieden.
Eine mehr als fragwürdige Empfehlung in einem Gutachten einer ADFC geneigten Beratungsfirma.
Das Gros der Radler zwischen Massener –, Flügel- ,Hertinger Straße und Rathaus fahren eh über die Schäferstrasse, egal zu welcher Tageszeit.
Als Rad Nutzer wünsche ich selbst eine deutlich bessere Infrastruktur, speziell zur Verkehrssicherheit und gerade für unsere Kinder.
Maßnahmen dazu gibt es zur Genüge, ein nächtliches befahren der FGZ gehört ebenso wenig dazu wie die Umfahrung der Voßkuhle.
Höhendifferenzen ??????
Was bitte sollen denn die Radfahrer im Sauerland sagen, da gibt es mittlerweile Fahrräder mit elektrischer Unterstützung und in Unna sind die Höhenunterschiede soooooo groß.
Wenn 85 jährige unbedingt Fahrrad fahren müssen, und die Steigungen in Unna zu extrem sind, dann könnten diese Leute doch nach Norddeutschland ziehen, oh geht doch nicht, weil dort gibt es keine beleuchteten Radwege, die müssen dort alle mit Licht fahren.
Mit einem E-Bike, kommt man Steigungen besser hoch, wenn man dabei auch trampelt, wer das nicht versteht, der kippt irgendwann um.
Dieses ganze hin und her, könnte schnell aus dem Weg geschaffen werden, wenn unsere Politiker sich mal mit den Menschen, in ihrer Stadt auseinandersetzen würden und nicht immer in ihren Blasen über Probleme sprechen, die der gemeine Bürger gar nicht hat.
Das Problem Bürgergarten und die Folgen, habe ich schon in der Planungsphase angesprochen.
Es geht halt immer darum, sich als Politiker ein Denkmal zu schaffen, anstatt im Sinn des Bürgers Politik zu machen.
Und dann wundert man sich, dass die AFD so großen Zulauf hat.
[…] auf dem dafür vorgesehenen Radring, der durch den Stadtgarten und damit – oha – durch einen „Angstraum“ führt, haben die Genossen und mit ihnen die Stadt vor einigen Wochen plötzlich […]