„Könnte auch ,Schland´ gelesen werden“ – Fröndenberger BD-Kandidatin sauer über falsche Trennung auf Wahlzettel

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Fröndenberger Wahlzettel mit falschem Trennstrich. (Foto BD)

„Deu“ – Trennstrich – „tschland“ steht auf den Wahlzetteln. Claudia Woelke-Bildstein vom Bündnis Deutschland in Fröndenberg ist extrem verärgert.

„Davon abgesehen, das das Schriftbild zerstört ist. Welcher Setzer kann keine deutsche Rechtschreibung? Wer liest Korrektur und gibt frei? Ist der Wahlzettel nun überhaupt gültig, da die Partei falsch geschrieben wurde, da sie ja nicht BÜNDNISDEU-TSCHLAND heißt?“

Die Schlampigkeit auf den Wahlzetteln für die Kommunalwahl am 14. September, bei der das Bündnis Deutschland für den Fröndenberger Stadtrat antritt, „könnte auch als Sch-Land gelesen werden“, kritisiert die BD-Kanididatin.

Eine Verhöhnung Deutschlands ausgerechnet im Namen einer Partei, das die liberal-konservative Wählerklientel ansprechen will.

Claudia Woelke-Bildstein reklamierte die Panne am Freitag (29. August) persönlich im Wahlamt im Fröndenberger Rathaus. Bereichsleiter Ole Strathoff sei nicht im Hause gewesen, berichtet sie.

„Die Vertretung sprach davon, dass es eine vorgegebene Maske für die Kommunalwahlen gebe, die eingehalten wurde. Es wäre wohl nicht möglich, diese zu ändern. Sie wird das Problem aber auch noch einmal auf das Tableau bringen.“

Schlimm findet die BD-Kandidatin, „dass TSCHLAND übriggeblieben ist. Das mutet lesbar wie ein Antifa-Spruch an.“

Außerdem ist ihrer Meinung nach die Gleichheit der Lesbarkeit der Parteien nicht mehr gegeben, da der Wähler miindestens ein zweites Mal nachlesen müsse, bis er erkenne, welche Partei hier überhaupt gemeint sei.

„Dies beim Wahlprozedere in Kombination mit einer dunklen Wahlkabine, evtl. Stress – das halte ich nicht für einen gleichberechtigten Wahlmöglichkeit für alle Parteien. Der Wahlzettel wirkt so auf mich unlauter„, so Woelke-Bildstein.

Zudem scheine die Auskunft im Rathaus Fröndenberg, die Maske sei „vorgegeben“, wohl „etwas geschummelt zu sein, denn scheinbar gibt es in Schwerte andere Masken“, so Claudia Woelke-Bildstein. „Leider kann ich nicht erkennen, ob es in Schwerte unbedingt nötig war, eine Trennung zu vollziehen, aber immerhin ist sie grammatikalisch richtig.“

  • Unsere Redaktion stellt am Montag Anfrage bei der Stadt Fröndenberg.

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