Asylgesuche in Deutschland sowie Bulgarien: Syrer fliegt in Dortmund auf – Asylbehörde war der Betrug nicht bekannt

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Der Dortmunder Hauptbahnhof. / Foto Rinke

Er wollte offenbar doppelt Geld kassieren oder tat es schon längst. Bei einer Kontrolle im Dortmunder Hauptbahnhof stellten Bundespolizisten am Sonntagabend, 12. April, ein doppeltes Asylgesuch in verschiedenen Schengen-Staaten fest.

Gegen 19:00 Uhr unterstützte die Bundespolizei die DSW21 am Hauptbahnhof bei einer Personalienfeststellung. Die Mitarbeiter hatten zuvor einen Mann im Zusammenhang mit einem Fahrgelddelikt erwischt.

Der 22-jährige Syrer wies sich zunächst mit dem Bewohnerausweis einer Flüchtlingsunterkunft aus. Bei einer anschließenden Durchsuchung nach Ausweisdokumenten fanden die Beamten in der Jackentasche ein bulgarisches Aufenthaltsdokument. Daraus ging hervor, dass der Mann bereits in Bulgarien als Flüchtling anerkannt worden war.

Eine Überprüfung in den polizeilichen Systemen ergab, dass der Syrer sowohl in Bulgarien als auch in Deutschland ein Asylgesuch gestellt hatte. Ein Sprecher der Bundespolizei erklärt:

„Es bestand der Verdacht, dass er in mehreren Schengen-Staaten Leistungen beziehen wollte. Dieser Umstand war der zuständigen Ausländerbehörde bislang nicht bekannt.“

Nach erfolgter Belehrung äußerte sich der Beschuldigte nicht zu den Vorwürfen und machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Das aufgefundene Dokument wurde sichergestellt. Der in Deutschland wohnungslose Mann wurde nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsdienst der Ausländerbehörde vorläufig festgenommen und dem Polizeigewahrsam zugeführt.

Die weiteren Ermittlungen erfolgen durch die zuständige Ausländerbehörde.

Quelle Bundespolizei DO

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