„BRAM:POWER – Gegen Rechts“ im Brambauer Volkspark – AfD zweifelt Demokratietauglichkeit an und will Statement der Stadt

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Flyer: Veranstalter

„Am 23. Mai 2026 setzen wir gemeinsam ein Zeichen!“, heißt es aus Lünen. Das Zeichen soll „gegen Rechts“ gesetzt werden, bei einem Festival namens „BRAM:POWER – Gegen Rechts“ am Samstag vor Pfingsten im Volkspark Lünen-Brambauer.

Lüner Jugendliche wollens sich mit dieser Veranstaltung „für Demokratie und Vielfalt“ einsetzen, heißt es in der Ankündigung. Auch unsere Redaktion erreichte die Bitte, das Festival anzukündigen.

Auf Nachfrage, wer der Veranstalter sei, wurde uns der gemeinnützige Verein „Bühnenwelt Akademie e.V.“ genannt. Die Bühnenwelt Akademie ist eine Schauspielschule in Dortmund.

Verschiedene Bands und Tanzgruppen gestalten ab 14 Uhr das Bühnenprogramm: Der Wolf, SEZ44, 59er Rapbande, DJAMh & Fakt 591, Dance-Kicker, Breakdance / Young Energy Crew, O-Music mit Pini Queeny, Baby Dox & Funky Lina.

„Kommt vorbei, bringt eure Freunde mit und setzt gemeinsam ein starkes Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt!“

AfD protestiert gegen „undemokratische Veranstaltung“

Die Lüner AfD protestiert gegen dieses Festival. Denn: Es richte sich ausdrücklich „gegen eine rechte Einstellung“.

„Daher zweifeln wir die Demokratietauglichkeit dieses Festivals stark an.“

Tatsächlich differenzieren die Veranstalter in ihrer Ankündigung nicht zwischen „rechts“ im demokratischen politischen Spektrum und „rechtsradikal“ oder „rechtsextremistisch“. Solche mangelnde Differenzierung ist (leider, d. Red.) eher die Regel denn die Ausnahme bei solcherart gelagerten Veranstaltungen. Die Lüner AfD stellt anhand dieses Jugendfestivals jetzt die Grundsatzfrage.

„Eine lebendige Demokratie lebt und profitiert von einem pluralistischen Spektrum. Dieses wird als „rechts“ und „links“ eingeordnet.

Solange die Teile dieses Spektrums auf dem Boden der Verfassung stehen und sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bekennen und danach handeln, ist ein die Voraussetzung für einen funktionsfähigen Staat gegeben.

Ferner wird in der Werbung für dieses Festival suggeriert, dass sich Lüner Jugendliche in Summe gegen eine rechtsgerichtete Politik stellen.

Eine politische Beeinflussung von Jugendlichen kann und darf nicht im Sinne der Stadt Lünen und deren Verwaltung sein.

Die Stadt Lünen mit ihren Mitarbeitern hat sich politisch neutral zu verhalten, dies folgt einerseits aus dem Demokratieprinzip des Grundgesetzes, Art. 20, sowie der Chancengleichheit der Parteien, Art. 21 GG, sowie andererseits aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.

Die AfD-Fraktion Lünen stellt sich daher ausdrücklich gegen diese Veranstaltung mit fragwürdiger politischer Ausrichtung und hat daher bei der Verwaltung angefragt, ob der Stadt Lünen das Thema dieser Veranstaltung im Vorfeld bekannt war.
Ferner hat die AfD-Fraktion erfragt, ob Steuermittel für diese Veranstaltung in Anspruch genommen werden und ob sonstige städtische Ressourcen verwendet werden.

Da diese Veranstaltung im Volkspark in Brambauer stattfinden soll, ist davon auszugehen, dass der Vorstand des „Freundeskreises Volkspark Brambauer e.V.“ zumindest Kenntnis hat und den Platz zur Verfügung stellt.
Auch hier erfragen wir, inwieweit öffentliche Mittel aus Steuergeldern direkt oder indirekt in die Veranstaltung fließen.

In der Sitzung des Lüner Stadtrates am 19.03.2026 stand genau diese Veranstaltung auf der Tagesordnung, hier sollte der Rat der Stadt Lünen beschließen, dass dieses demokratiefeindliche Festival ausschließlich mit Steuergeldern finanziert wird.
Der Tagesordnungspunkt wurde jedoch aus von der Tagesordnung gestrichen, so dass nicht darüber abgestimmt wurde.

Ratsherr Denis Fellner:

„Wir fordern eine Positionierung der Stadt Lünen gegen dieses demokratiefeindliche Festival.
Es kann und darf nicht im Sinne der Stadt Lünen sein, dass man sich offen gegen einen Teil des politischen Gesamtspektrums stellt. Die Stadt ist der Neutralität verpflichtet.

Dass Jugendliche hier für demokratiefeindliche Zwecke missbraucht werden sollen, können und wollen wir nicht akzeptieren. Hier muss die Verwaltung im Sinne der Demokratie und vor allem im Sinne der Jugendlichen handeln.“

Stv. Fraktionsvorsitzender Lars Vietze:

„Aufzurufen, sich gegen eine gesamte politische Grundausrichtung zu stellen, entblößt nicht nur das fehlende Demokratieverständnis, sondern auch Problembewusstsein. Die Bürger sind ermüdet und erwarten, dass man sich den wahren Problemen widmet. Dazu zählt nicht das Agitieren gegen eine rechtsstaatliche Partei.

Wenn Sie mich danach fragen, was ich davon hielte, wenn die Verwaltung tatsächlich bei diesem demokratisch höchst zweifelhaftem Akt mitwirkte, kann ich Ihnen nur entgegnen, dass ich weder die Verwaltung noch unsere Bürgermeisterin als Personen kennengelernt habe, die die Demokratie nicht schätzen. Im Gegenteil, meiner Ansicht nach, war man stets bemüht alle Fraktionen (gleich, ob rechts oder links) demokratisch zu behandeln.

Daher wird sich dieser Sachverhalt sicherlich aufklären. In Zukunft sollten wir uns indes mehr auf die Bündelung unserer Kräfte statt auf das Spalten konzentrieren.“

Die AfD hat einen Fragenkatalog an die Stadt Lünen geschickt. Unserer Redaktion liegt er vor. Wir haben die Stadtverwaltung schriftlich um eine Stellungnahme gebeten und werden berichten.

3 KOMMENTARE

  1. Die Bühnenwelt Akademie e.V. stellt klar, dass „BRAM:POWER“ ein kulturelles Jugendfestival ist, das junge Menschen, Künstlerinnen und Künstler sowie Besucher aus der Region zusammenbringt. Die Veranstaltung am 23. Mai 2026 im Volkspark Brambauer soll einen offenen Raum für Musik, Tanz, kreative Ausdrucksformen und Begegnung schaffen. Ziel ist es, Jugendlichen eine Bühne zu geben, kulturelle Teilhabe zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

    Das Festival ist kein parteipolitisches Format. Das Motto „für Demokratie und Vielfalt“ orientiert sich an den grundlegenden Werten des Grundgesetzes und steht für ein respektvolles, friedliches Miteinander in einer offenen Gesellschaft. Die Bühnenwelt Akademie e.V. weist daher den Eindruck zurück, es handele sich um eine parteipolitische oder demokratiefeindliche Veranstaltung.

    Auch zur öffentlichen Diskussion um die Formulierung „gegen Rechts“ nimmt der Verein eindeutig Stellung: Diese ist im gesellschaftlichen Zusammenhang als klare Abgrenzung gegenüber extremistischen, menschenfeindlichen und demokratiefeindlichen Ideologien zu verstehen. Sie richtet sich nicht gegen demokratische Positionen oder Parteien, die sich im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung bewegen.

    Vorstand Adnan Aksu erklärt dazu: „Mit BRAM:POWER schaffen wir einen Raum, in dem junge Menschen sich kulturell entfalten, sichtbar werden und miteinander in Austausch treten können. Im Mittelpunkt stehen Kunst, Gemeinschaft und positive gesellschaftliche Werte. Die Darstellung unserer Veranstaltung als politisch einseitig oder demokratiefeindlich ist unzutreffend und wird unserem kulturellen und gemeinnützigen Auftrag nicht gerecht.“

    Als gemeinnütziger Verein steht die Bühnenwelt Akademie e.V. für die Förderung von Kunst, Bildung, Jugendkultur und gesellschaftlichem Dialog. Veranstaltungen wie „BRAM:POWER“ sollen Menschen zusammenbringen, kreative Ausdrucksformen sichtbar machen und insbesondere jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich aktiv und positiv in das gesellschaftliche Leben einzubringen.

    Die Bühnenwelt Akademie e.V. lädt daher alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich selbst ein Bild von der Veranstaltung zu machen. „BRAM:POWER“ steht für Begegnung, Kreativität, kulturelle Vielfalt und ein friedliches Miteinander.

  2. Die Bühnenwelt Akademie e.V. stellt klar, dass „BRAM:POWER“ ein kulturelles Jugendfestival ist, das junge Menschen, Künstlerinnen und Künstler sowie Besucher aus der Region zusammenbringt. Die Veranstaltung am 23. Mai 2026 im Volkspark Brambauer soll einen offenen Raum für Musik, Tanz, kreative Ausdrucksformen und Begegnung schaffen. Ziel ist es, Jugendlichen eine Bühne zu geben, kulturelle Teilhabe zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

    Das Festival ist kein parteipolitisches Format. Das Motto „für Demokratie und Vielfalt“ orientiert sich an den grundlegenden Werten des Grundgesetzes und steht für ein respektvolles, friedliches Miteinander in einer offenen Gesellschaft. Die Bühnenwelt Akademie e.V. weist daher den Eindruck zurück, es handele sich um eine parteipolitische oder demokratiefeindliche Veranstaltung.

    Auch zur öffentlichen Diskussion um die Formulierung „gegen Rechts“ nimmt der Verein eindeutig Stellung: Diese ist im gesellschaftlichen Zusammenhang als klare Abgrenzung gegenüber extremistischen, menschenfeindlichen und demokratiefeindlichen Ideologien zu verstehen. Sie richtet sich nicht gegen demokratische Positionen oder Parteien, die sich im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung bewegen.

    Vorstand Adnan Aksu erklärt dazu: „Mit BRAM:POWER schaffen wir einen Raum, in dem junge Menschen sich kulturell entfalten, sichtbar werden und miteinander in Austausch treten können. Im Mittelpunkt stehen Kunst, Gemeinschaft und positive gesellschaftliche Werte. Die Darstellung unserer Veranstaltung als politisch einseitig oder demokratiefeindlich ist unzutreffend und wird unserem kulturellen und gemeinnützigen Auftrag nicht gerecht.“

    Als gemeinnütziger Verein steht die Bühnenwelt Akademie e.V. für die Förderung von Kunst, Bildung, Jugendkultur und gesellschaftlichem Dialog. Veranstaltungen wie „BRAM:POWER“ sollen Menschen zusammenbringen, kreative Ausdrucksformen sichtbar machen und insbesondere jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich aktiv und positiv in das gesellschaftliche Leben einzubringen.

    Die Bühnenwelt Akademie e.V. lädt daher alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich selbst ein Bild von der Veranstaltung zu machen. „BRAM:POWER“ steht für Begegnung, Kreativität, kulturelle Vielfalt und ein friedliches Miteinander.

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