Mit dem Rad in den Rewe – vor dem extra Pkw- für Radstellplätze wichen

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Den Vorsatz, Unna zur „Stadt der Radler“ zu machen (Zitat zum Start des Mobilitätskinzepts), setzt das Rathaus kontinuierlich weiter um.

Neue Radstellanlagen wurden und werden innenstadtweit geschaffen: Etwa an der Massener Straße neben dem Café Moller oder vor dem Innenstadt-Rewe an der Flügelstraße, wo im Februar vorigen Jahres die vorherigen Autoparkplätze neuen Radabstellbügeln wichen.

Umso geringer ist das Verständnis bei Passanten und Geschäftsleute, wenn die extra neu angeschafften Anlagen von Rad- und E-Bike-Fahrern ignoriert werden und das oft teure Gefährt an Laternenpfählen oder Sitzbänken angekettet wird.

Endgültig bizarr fand es eine Bewohnerin der Unnaer City jedoch, als sie sich am Wochenende bei ihrem Einkauf im Rewe an der Flügelstraße – vor dem zugunsten der Radler wie erwähnt Autoparkplätze beseitigt wurden – an gleich zwei E-Bikes vorbeischlängeln musste, die ihre Besitzer kurzerhand mit in den Laden genommen hatten.

Beide Elektroräder standen im Laufbereich abgeschlossen nahe der Bäckereitheke.

„Die Verkäuferin hat auch nur mit dem Kopf geschüttelt“, berichtet die Kundin.

„Bei allem Verständnis dafür, wenn die Leute Sorge haben, dass ihnen in der Stadt ihre teuren E-Bikes geklaut werden. Aber mit dem Rad ins Geschäft – sowas finde ich einfach unverschämt faul.“

Autoarme Innenstadt Unna:

Das Ziel einer autoarmen und fahrradfreundlichen Innenstadt verfolgt die Stadt mit der Grünschwarzen Mehrheit unter anderem durch weitere Radstellanlagen (als Nächstes am Reallabor Schulstraße für einen sechsstelligen Betrag), abschließbare Boxen für Lastenräder oder Lastenräderzuschüsse in Form von Kaufprämien.

Zu dem Konzept gehörte auch der Innenstadtradring mit Piktogrammen (50.000 Euro) und natürlich das Parkkonzept, das Außenstellflächen in der Innenstadt dezimiert, und drastisch verteuert und auf 3 Stunden Parkhäuser limitiert hat.

Auf die Parkhäuser und Tiefgaragen verweisen Stadt und politische Mehrheit stets, wenn wieder ebenerdige Parkplätze in der Innenstadt beseitigt werden; sei es für neue Radanlagen wie hier aktuell an der Flügelstraße oder für neue „Grün- und Verweiloasen“ an der Schulstraße oder am Morgentor/Burgstraße.

4 KOMMENTARE

  1. Auf dem Foto sieht man doch wohl eindeutig 1 bestzetn Kindersitz und einen Anhänger für Kinder- vllt 2 Kinder?
    Haben Sie doch Verständnis

  2. Hallo Dirk
    Wenn ich Kindersitze im Auto montiert habe, darf ich auch nicht in das Geschäft fahren!!!
    Oder hast du dafür Verständniss?

    Hoffentlich ist dieser grüne Irrsinn bald vorbei.

    • Ich würde auch nicht so handeln, aber ich würde „grüner Irrsinn“ erst dann schreiben, wenn ich mich mit dem Verursacher unterhalten hätte.
      Oder haben Sie diese Erkenntnis aus dem persönlichen Gespräch gewonnen und lassen uns nicht dran teilhaben?

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