„Es mag manche überraschen, aber wir Grünen können uns mir diesem Kompromiss anfreunden“

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Parkplatz, Park oder ein Kompromiss?

Es wird die goldene Mitte.

Der frühere Innenstadtparkplatz „Reallabor Schulstraße“ wird nach dem Ende der 5-monatigen Bürgerbeteiligungsphase dauerhaft als Park mit Anwohnerparkplätzen weitergeführt.

Diesem Kompromissvorschlag der Stadtverwaltung – wir berichteten HIER darüber – schließen sich neben den anderen Ratsfraktionen auch die Grünen an.

„Das mag manche überraschen“, erklärte Fraktionsvorsitzende Claudia Keuchel am Donnerstag, 30. November, im Haupt- und Finanzausschuss.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Doppelhaushalt 2024/25 werden verschiedene Anregungen der Fraktionen durchgerechnet, wie man den kleinen Park weiter attraktiver gestalten könnte. Bürgermeister Wigant erinnerte daran, dass es durchaus Kritik daran gegeben hat, dass die Stadt für ein „Provisorium“ bereits „einen mittleren fünfstelligen Betrag“ ausgegeben hat.

Verärgert zeigte sich eingangs der Sitzung eine Einwohnerin über den sich abzeichnenden Kompromiss, Antje Bansi. Sie stellte in der Einwohnerfragestunde kritisch die Frage, wo denn die Stadt bitte anfangen wolle, ernsthaft Klimaschutz zu betreiben und Flächen zu entwickeln. Dort an der Schulstraße jetzt doch wieder Parken zu erlauben werde prompt wieder zu neuem Parksuchverkehr führen.

Als Bürgermeister Dirk Wigant (CDU) auf die 30 Prozent der Bürger hinwies, die zusätzlich zum Park eben auch wieder Parkplätze möchten, warf ihm Antje Bansi „Scheindemokratie“ vor. Wigant konterte, dass es auch beim Klimaschutz darum gehe, „den gesellschaftlichen Konsens nicht zu stören“.

5 KOMMENTARE

  1. Und wenn es diese Handvoll Anwohnerplätze nicht geben sollte findet der Parksuchverkehr im Klosterviertel nicht mehr statt?
    Ich denke nicht und da gibt es sicher Möglichkeiten.

    Engstirniges, grün ideologisches Denken ist da sicher nicht die Lösung im Kloster- und Burgviertel den Parksuchverkehr zu mindern.

    • Aber auch schon der Vorwurf der Scheindemokratie zeigt das irrationale Gedankengut des Einwands einer Bürgerin.

      Nach den veröffentlichen Umfragewerten zum Reallabor waren rund 600 Unnaer Bürger (Mehrfachnennungen möglich) für eine komplette, selten bis gar nicht genutzte Brachfläche ohne Anwohnern und Geschäftsleuten auch nur ansatzweise eine Parkmöglichkeit zu bieten.

      Das entspricht natürlich, gemessen an den Einwohnern der Stadt, eine deutliche demokratische Mehrheit.

  2. „Wigant konterte, dass es auch beim Klimaschutz darum gehe, „den gesellschaftlichen Konsens nicht zu stören“.“

    Es gibt ja noch zahlreiche weitere „Reallabore“ in Unna.

  3. Es ist schon seltsam, in Zeiten in denen die Umfragewerte in den Keller rauschen, ist man auf einmal zu Kompromissen bereit.
    Gestern habe ich mal wieder die Unnaer Politik hautnah zu spüren bekommen.
    Da im Nicolai und Burgviertel keine Parkplätze mehr zur Verfügung stehen, stellen die Besucher der Restaurants und des Weihnnachtsmarktes ihre Autos jetzt vor die Garagen am Ostring.
    nach einer Stunde suche in umliegenden Häusern habe ich die Besitzer ausfindig machen können.
    Eine Stunde meiner Zeit, weil die Stadt der Meinung ist, die Restaurantbetreiber brauchen ja keine Parkplätze.
    Das beste gestern Abend, war die Antwort, warum man vor einer fremden Garage parkt?
    Wir sind aus Dortmund.
    Offenbar darf man in Dortmund vor fremden Garagen parken.
    Danke an die Verantwortlichen im Rathaus.
    Ich hoffe auf ein schnelles Ende dieser Experten.

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