U-Turns an der Bake – Sperrung Kantstraße startet mit Stau-Chaos

3
1725
U-Turns an der Sperrbake. Seit Montag, 13. September, ist die Zufahrt zur Innenstadt von dem Kreishauskreisel aus über die Kantstraße nicht mehr möglich. Chaotische Verkehrssituationen sind die Folge. (Foto Rinke)

Mit bis zu einer Stunde Stau und stressigem Umleitungswirrwarr starteten zahlreiche Verkehrsteilnehmer in Unna heute Morgen (Montag, 13. September) in die neue Arbeitswoche.

Der Grund war die am Freitag kurzfristig von der Stadt angekündigte Sperrung der Kantstraße in Richtung Innenstadt.

Ausfahrt aus dem Kreishauskreisel auf die Kantstraße ist noch möglich, nach kaum 100 Metern an der Linksabzweigung zur Leibnizstraße versperrt jedoch eine rotweiße Sperrbake die Weiterfahrt auf den Ring.

In Folge vollführten zahlreiche auswärtige Autofahrer eine 180 Grad-Kehrtwende und fuhren zurück in den Kreisverkehr, um sich neu zu orientieren und sich andere Wege in Richtung Innenstadt zu suchen.

Rund um den Kreishauskreisel herrschte Chaos, insbesondere auf der „nichtoffiziellen“ Umleitungsstrecke in Richtung Innenstadt – der kürzesten Variante abgesehen von der Kantstraße: Es ist der Weg über die Viktoriastraße, Höingstraße und Uhlandstraße bis zur Morgenstraße. Und auf der Höingstraße/Uhlandstraße hemmt bekanntlich schon unter normalen Umständen der Bahntunnel den Verkehr.

Heute Morgen, berichteten zahlreiche Leserinnen und Leser, „ging dort gar nichts mehr!“

Dass die auf 5 Wochen terminierte Sperrung noch ausschilderungs- und gewöhnungsbedürftig ist, bestätigten uns auch viele weitere Leserinnen und Leser auf Nachfrage via Facebook.

„Ich habe heute morgen 45 Minuten gebraucht über Kamener-, Friedrich Ebert Straße, Viktoriastraße, B1 und dann Richtung Billmerich. Es war ein Chaos“, beschrieb eine Leserin, die in Königsborn wohnt.

Eine andere Kommentatorin bestätigte:

„Richtig schlimm! Habe Töchterchen heute morgen zur Arbeit gebracht und leider musste ich dort her, um in die Friedrich-Ebert-Straße zu kommen, da alles andere gesperrt ist. Wir haben von Bönen bis dahin 50 Minuten gebraucht. Timing hatte die Stadt Unna mit ihren Baustellen aber noch nie. Dazu noch dieses super kurzfristige. Der Montagmorgen hätte gerne anders anfangen dürfen!“

Eine andere Leserin beschwert sich massiv:

„Was da seit heute auf der Höing/-Uhlandstraße los ist, ist einfach nur noch krank.

Das war ja eigentlich klar, aber spätestens jetzt muss da eine (seit Jahren überfällige) Ampel an den Verbindungstunnel. Da steht man, will man von der Uhlandstraße durch den Tunnel nach Königsborn kommen, über 20 Minuten! Da muss einfach eine Ampel hin!“

Mit der Umleitung generell beschäftigt sich dieser Leser:

„Die empfohlene Umleitung ist viel zu lang und man muss über diese grauenhafte Kreuzung Hansastraße/Hochstraße, wo man bald 5 Minuten oder länger auf eine Grünphase für 60 Sekunden wartet.

Aus diesem Grund fährt alle Welt den deutlich kürzeren Weg über Höing/Uhlandstraße.

Durch dieses cleveren Schachzug der Stadt, anstatt der Abfahrt des Rings die Zufahrt zu sperren, werden wir in den kommenden Wochen (und bei 5 wird es nicht bleiben ) ein völliges Verkehrschaos inklusiver Megastaus im ganzen Stadtgebiet erleben.

Das Ganze ist dann auch sehr gut für Arbeitnehmer, Schüler und nicht zu vergessen der durch unnötige Staus verursachten CO2 Belastung für Mensch und Umwelt.“

Und ein weiterer Leser merkte sarkastisch an:

„Verkehrsplanung „at its best“. Konzertierte Sperrungen zum montäglichen Schul- und Berufsverkehr. Großartig! So macht man den berufstätigen Bürgern endlich Lust auf ein schönes subventioniertes Lastenfahrrad. Obwohl: Bei den baulichen Gegebenheiten der Radwege im Kreis könnte die Breite eines Lastenrades hinderlich sein.“

Die Sperrung ist wegen Asphaltarbeiten erforderlich. Dazu ist die Kantstraße in Richtung Innenstadt gesperrt, voraussichtlich bis zum 22. Oktober.

  • Die ausgeschilderte Umleitung in Richtung Innenstadt führt über die Hansastraße, Hochstraße, Büddenberg und Massener Straße.
  • In Richtung Königsborn wird der Verkehr über den Beethovenring, Massener Straße, Büddenberg, Hochstraße und die Hansastraße geführt.
  • Fußgänger werden über den Treppenaufgang Friedrich-List-Straße, Untere Husemannstraße, Bahnunterführung und Obere Husemannstraße geleitet.
  • Die Durchfahrt in Richtung Kreishaus-Kreisel/Königsborn bleibt weiterhin möglich.

Das sagt die Stadt Unna:

Stadtsprecher Christoph Ueberfeld wies auf unsere Nachfrage grundsätzlich darauf hin, dass es sich bei dieser Baustelle nicht um eine der Stadt handelt, sondern um die Baustelle des Mühle Bremme-Investors. Denn die Verkehrsführung zum und vom künftigen Einkaufscenter (das ein Parkhaus für 300 Fahrzeuge bieten wird) muss vor der Eröffnung des Einkaufscenters, die für Anfang 2022 geplant ist, entsprechend optimiert werden.

Grafik der geplanten Verkehrslösung. (Quelle Stadt Unna)

Zu den Beschwerden der Verkehrsteilnehmer erläuterte uns der Stadtsprecher:

„Eine Sperrung schon ab dem Ring ist ausgeschlossen, weil die Zufahrt von der Kantstraße zur Leibnizstraße möglich sein soll. Dass an dieser Stelle ein Linksabbiegen möglich ist, hatte die Stadt schon im Juli kommuniziert.

Die Stadt wird die Situation weiter beobachten und gegebenenfalls nachbessern.“  

3 KOMMENTARE

  1. Es wird immer besser in Unna… Egal wo lang oder wohin ist Stau, Baustellen oder sonst was. Richtung Innenstadt egal aus welcher Richtung Chaos. Aber die Sperrung setzt dem echt die Krone auf. Der sprit kostet ja nix da können wir ja über Bayern nach Hamburg fahren. Und das alles für so nen hässlichen betonklotz den kein Mensch braucht. Aber mit uns können ses ja machen. 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here