Modellprojekt Außengastro: Vor Vatertag öffnen in Soest und Lippstadt Biergärten und Eiscafés

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Biergarten, Quelle Pixabay

Im Kreis Unna (ebenso wie bei den Nachbarn im Märkischen Kreis, Dortmund und Hamm) gelten am zweiten Mai-Wochenende weiterhin Ausgangs- und Kontaktsperren, Schulen und die meisten Geschäfte bleiben weiter geschlossen sind und die Gastronomie ebenso. HIER die aktuelle Entwicklung für den Kreis.

Zugleich genießen die Bewohner im ebenfalls benachbarten Kreis Soest schon ab diesem Wochenende (8./9. Mai) neue Freiheiten.

Mit der NRW-weit niedrigsten Inzidenz bereits seit vergangenem Sonntag – heute (7. 5.) liegt sie bei 66 – entfallen ab Samstag, 8. Mai, alle Beschränkungen der Bundesnotbremse, von der Ausgangssperre bis zu geschlossenen Läden bzw. Testpflicht in Geschäften.

Zusätzlich öffnet in zwei Modellstädten des Kreises noch vor Himmelfahrt (Vatertag) die Außengastronomie: in Soest und Lippstadt dürfen am Mittwoch, 12. Mai, nach einem halben Jahr Corona-Lockdown die Eiscafés, Biergärten und Gastro-Terrassen endlich wieder Gäste bewirten.

Hintergrund ist das Modellprojekt des Landes NRW. Zum aktuellen Stand öffnen 25 Gastro-Betriebe in Soest und 9 in Lippstadt mit ingesamt 1800 bzw. 530 Plätzen.

Die Kreisverwaltung Soest erinnert:

„Am 9. April haben die Städte Soest und Lippstadt den Zuschlag als eines der ersten sechs Corona-Modellprojekte des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Weitere acht sollen später noch folgen.

Damit können ab Mittwoch, 12. Mai, Gastronomiebetriebe (Außenbereich) unter besonderen Auflagen in abgegrenzten Bereichen … wieder besucht werden. In Soest ist das der gesamte Altstadtbereich, in Lippstadt der Bereich rund um den Rathausplatz sowie der Bereich Lange Straße Nord.

Voraussetzung ist der Negativ-Befund eines Schnelltests oder der Nachweis einer Immunisierung (genesen/vollständig geimpft).

Das Testergebnis bzw. die Immunisierung muss durch ein offizielles Dokument bestätigt werden.

Vorab muss der Besuch im Lokal der Wahl angemeldet bzw. ein Tisch reserviert werden. Dies ist unter dem Motto „Click & Meet“ eine zwingende und eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit der Modell-Versuch bestmöglich durchgeführt werden kann.

Dies ist zum einen notwendig für eine bessere Planung der Gastronomie-Betriebe im Hinblick auf Personaleinsatz und Food-Management, aber natürlich auch ein wichtiger Aspekt, um Hygiene-Maßnahmen und Nachverfolgbarkeit nachhaltig managen zu können.

Beim Eintreffen im Lokal werden die Sitzplätze persönlich zugewiesen und die Kontaktdaten – nach Möglichkeit über einen QR-Code (GastIdent) – aufgenommen.

Einmal registriert, kann man künftig über diesen QR-Code auch in den anderen beteiligten Lokalen sofort und bequem einchecken, ohne erneut die persönlichen Daten eingeben zu müssen – selbstverständlich auch hier – nach einer verbindlichen Tischreservierung.

Fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen aktuell an einem Tisch sitzen.

Einzelhandelsgeschäfte sind für Click and Meet geöffnet. „Auf Kinos, Veranstaltungen, Fitnessbesuche und ähnliches muss leider auch bis auf Weiteres verzichtet werden. Diese Bereiche sind ausdrücklich nicht Bestandteil der beiden Modell-Projekte“, bedauert die Kreisverwaltung. „Hier gelten die aktuellen Vorgaben der Allgemeinen Corona-Schutzverordnung.“

Bedingt durch politische Entscheidungen auf Landes- oder Bundesebene sei bei einem Inzidenz-Wert von über 100 eine Modifizierung, aber auch ein Abbruch des Modell-Versuchs jederzeit möglich, warnt der Kreis Soest.

Landesweit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Kommunen in der Lage sind, unter Pandemie-Bedingungen mit Hilfe digitaler Tools und intelligenter Konzepte soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aktivitäten verantwortlich zu ermöglichen – abhängig von der aktuellen Pandemielage und in mehreren Schritten.

Die Projekte aller Kommunen sind breit gefächert und erfassen viele Lebensbereiche wie Kultur, Sport, Freizeit und Gastronomie. Damit alle von den Modellprojekten profitieren, werden die Erfahrungen transparent gesammelt, ausgewertet und geteilt. Dazu wird eigens vom Land NRW eine Homepage aufgebaut, die detailliert und transparent über die Vorhaben berichten wird. Die wissenschaftliche Begleitung übernehmen Experten des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Das Institut stellt ein Team von Big-Data-Analysten, Ökonomen, Statistikern und Gesundheitsexperten bereit, die mit den wissenschaftlichen Experten der Modellkommunen zusammenarbeiten. Die Begleitung erfolgt zunächst für drei Wochen und wird vom Land finanziert. Danach sollen erste Schlüsse über Erfolge und eventuelle Anpassungsbedarfe sowie eine Weiterführung der Projekte gezogen werden.

Weitere Informationen, eine Übersicht der teilnehmenden Gastronomen, der Testzentren sowie aktuelle Ergänzungen und Meldung unter www.wms-soest.de und www.lippstadt.de.

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