Terminbuchung ab 3. 4.: NRW gibt 400.000 AstraZeneca-Impfdosen für Ü60-Jährige frei

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Impfzentrum Kreis Unna Foto: Rundblick Unna

Nach dem gestern (30. 3.) gemeldeten Impfstopp von unter 60-Jährigen mit dem AstraZeneca-Vakzin will die Landesregierung nun kurzfristig die frei gewordenen Impfdosen für alle Älteren anbieten.

Das kündigte Gesundheitsminister Laumann am Mittwochmittag, 31. März, in einer Pressekonferenz an.

Unabhängig von Priorität und Beruf kommen die über 60-Jährigen damit deutlich früher zum Zug als zuvor geplant.

Bereits ab Karsamstag, 3. April, sollen die Online-Plattformen der Kassenärztlichen Vereinigungen für Terminbuchungen freigeschaltet werden. Geimpft wird anschließend in den Impfzentren, im Kreis Unna also in der Kreissporthalle an der Platanenallee.

Drei Tage später, ab dem 6. April, sind Terminbuchungen für die 79- bis 70-Jährigen möglich, absteigend nach Geburtsjahrgängen. Auch diese Menschen sollen in den Impfzentren geimpft werden sollen, und zwar ab Montag, 8. April.

Dort finden darüber hinaus weiterhin auch noch die Impfungen der über 80-Jährigen statt – auch Rundblick-Leserinnen und -Leser berichten nach wie vor von Angehörigen, die weit über 80 Jahre alt sind und erst für Mitte April ihren ersten Impftermin bekommen haben.

Karl-Josef Laumann bat in der Pressekonferenz bereits vorsorglich um Verständnis darum, dass die Plattformen aufgrund des hohen Andrangs möglicherweise nicht reibungslos laufen werden.

Zur Frage, wie die Impfzentren diesen zusätzlichen „Andrang“ bewältigen sollen, sagte der Minister, dass nach Möglichkeit weitere Impfstraßen aufgemacht und die tägliche Impfzeit gestreckt werden könnte.

Die Hausärzte sollen ab der kommenden Woche Vorerkrankte aus der Priorisierungsgruppe 2 impfen:

Für diese Personengruppe ist der Karsamstag, 3. 4., wie berichtet zudem als zentraler Großimpftag ausgerufen worden, da die Kreise und kreisfreien Städte Tausende zusätzliche BionTech-Impfdosen bekommen haben.

Im Kreis Unna stehen 2800 Impfdosen zur Verfügung, die am Samstag dezentral in den Städten und Gemeinden an Vorerkrankte verimpft werden. Die jeweilige Stadt stimmt sich darüber mit den Hausärzten ab.

Unna und Kamen impfen z. B. in ihren Stadthallen, Bergkamen richtet die Römerberghalle her, Fröndenberg die Gemeinschaftsgrundschule.

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3 KOMMENTARE

  1. Ich finde das schon recht frech. Nicht nur, dass jüngere / mobile Menschen benachteiligt werden, heißt es es doch im Gesetzt, dass die Ü70 jährigen dran sind. Von einer Staffelung steht dort nichts. Es müssten doch zuerst alle Menschen geimpft werden, die mit „kranken“ zu tun haben, dann die Personen, die im direkten Kontakt mit vielen Menschen stehen wie beispielsweise Polizei, Feuerwehr, Einzelhandel. Selbstverständlich kommen dann auch Menschen dazu, die aufgrund von Erkrankungen anfällig sind aber trotzdem mobil sind. Aber das jetzige Impfchaos und unlogische Verteilung erschließt sich mir nicht. Wenn Pflegekräfte und Besucher von Pflegenden geimpft werden, schützt man die Einwohner von Pflegeheimen. Was ist mit den Menschen, die Personen zuhause Pflegen? Die müssen auch draußen rum laufen und einkaufen und sind in Kontakt mit anderen Menschen und können den Erreger nach Hause bringen.

  2. Also Astra-Zeneca darf an unter 60jährige nicht mehr verimpft werden, da zu viele Todesfälle und Nebenwirkungen schwerster Art. Aber die über 60jährigen dürfen jetzt dieses Zeug bekommen? Und wenn dann in dieser Altersgruppe auch wieder viele sterben oder schwer erkranken? Für mich hört sich das so an, dass dieses Zeug unbedingt verimpft werden soll. Egal ob Menschen daran sterben oder schwer erkranken. Dieser Staat ist außer Kontrolle und geht über Leichen. Aber es interessiert keinen.

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