FFP2-Masken „achtlos in Briefe geworfen“: Kreis und Jobcenter nehmen Stellung

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Postsendung mit kostenlosen Masken vom Kreis bzw. vom Jobcenter - Foto Privat / für RB

FFP2 Masken ungeschützt, unverpackt, achtlos in den Brief geworfen, werden so als kostenlose Ware an Menschen verschickt? Die gehören, und damit meine ich jede einzelne, sicher verpackt! So dass sie vom Anfassen geschützt sind! Vielleicht sollte man das den Kreis Unna bzw. dem Jobcenter mal erklären…“

Verständnislose und aufgebrachte Beschwerden wie diese hier vom heutigen Morgen erreichten unsere Redaktion mehrfach in den vergangenen Tagen. Ursache der Aufregung sind die kostenlosen FFP2-Masken, die derzeit vom Jobcenter und den Kommunen an Bedürftige verschickt werden. Ohne extra verpackt zu sein, kritisieren viele Empfänger.

Offenbar hat diese Art der Zustellung kreisweit inzwischen so hohe Wogen geschlagen, dass der Landrat am Donnerstagnachmittag, 11. März, eine offizielle Presseerklärung herausgeben ließ. In dieser heißt es zur „Masken-Causa“:

„Der Kreis Unna und das Jobcenter haben Harzt IV-Empfängern und anderen Leistungsempfängern kostenlose FFP2-Masken zugestellt. Über 24.000 Briefe wurden allein durch das Jobcenter verschickt.

Die Idee: Menschen, die nicht so viel Geld haben, sollen eine Unterstützung erhalten und sich besser vor dem Virus schützen können.

Allerdings führt die Art der Zustellung bei vielen Empfängern zu Fragen, weil sie unverpackt in einem Briefumschlag verschickt wurden.

Zum Hintergrund: Die Landesregierung NRW hatte der Kreisverwaltung Unna FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Diese wurden einzeln unverpackt in 10-er Päckchen in Plastiktüten zur Weiterverteilung geliefert. Hilfebedürftige Bürgerinnen und Bürger sollten jeweils zwei Masken erhalten.

Die Kreisverwaltung Unna stockte die Anzahl auf sechs pro Empfänger auf. Und so mussten die Masken aus der 10-er Packung entnommen und einzeln in Briefumschläge weiterverpackt werden.

Hygienevorschriften eingehalten:

Der Kreis und das Jobcenter haben nach Möglichkeiten des Versands gesucht und auch Rat aus dem Gesundheitsamt eingeholt. Der Tenor: Die unverpackten Masken können nach einer kurzen Auslüftungsphase bedenkenlos genutzt werden könnten – auch wenn sie ohne Umverpackung versandt wurden.

Zudem achteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Weiterverpacken in die Brieftaschen sehr genau auf Hygienevorschriften: Sie haben alle Masken und Handschuhe getragen.

Daher der Appell: Alle Bürgerinnen und Bürger, die FFP2-Masken per Post erhalten haben, sollten diese
nicht entsorgen, sondern können sie nach einer kurzen Auslüftungsphase bedenkenlos nutzen.“

Die gleichen Informationen gab uns auch auf Anfrage die Pressesprecherin des Jobcenters Kreis Unna, Antonia Mega. Es sei wirklich alles nach bestem Wissen und Gewissen getan worden – und nur gut gemeint gewesen.

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