Waldi ist wieder da – er war tatsächlich gestohlen worden

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Am letzten Tag des Jahres gab es für Waldi und seine Familie ein Happy End: Eine Diebin hatte den kleinen Rüden am 13. Dezember einfach mitgenommen. (Foto Privat)

„Und der Oskar geht an – Waldi!“

Happy End am letzten Tag des Jahres! Mischling „Waldi“ aus Dortmund-Hörde ist wieder da.

Der putzige Rüde war tatsächlich vom Grundstück der Familie gestohlen worden. Knapp zwei Wochen war er verschwunden. Bis gestern.

Die Hundesuchhilfe Schwerte und Umgebung, die sich Mitte Dezember wie berichtet intensiv auf die Fährte des vermissten Hündchens begab, hatte sofort den Verdacht, dass Waldi nicht freiwillig ausgebüxt war.

Am 16. Dezember bat Lisa Hartmann vom Hundesuchteam unsere Redaktion um Verbreitung des Suchaufrufs: Es hatten sich Hinweise auf einen Diebstahl verdichtet. Und so war es denn dann wirklich, berichtete uns Lisa am Silvesternachmittag überglücklich.

Am heutigen Neujahrstag schildert die Hundesuchhilfe Schwerte und Umgebung die abenteuerliche Geschichte um Waldis Verschwinden ausführlich.

„Der kleine Mischlingshund Waldi lebt seit 8 Jahren bei seiner Familie glücklich und frei von allen Sorgen in Dortmund-Hörde. Auf dem Grundstück der Kirche und des Wohnhauses der Familie M. darf der kleine Mann im Geschirr gekleidet frei herumlaufen und ist dort ,bekannt wie ein bunter Hund´, sagt seine Hundemama, und zu allen Menschen freundlich.

Am 13. Dezember 2020 fehlt vom Familienhund plötzlich und unerwartet jede Spur. Waldi scheint vom Erdboden verschluckt.

Für uns von der Hundesuchhilfe war schnell klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht!

Uns stellte sich die Frage, wieso ein glücklicher Familienhund nach 8 Jahren einfach abhauen sollte, wenn er dies vorher noch nie getan hat?

Das Gebiet wurde großräumig zugeflyert. Doch keine einzige Sichtung kam ein. Unser Verdacht: Waldi musste gestohlen worden sein.

Die Suchhunde der Pettrailerin Mandy van den Borg bestätigten unseren Verdacht. Sie verfolgten die Spur lediglich ein paar Meter vom Haus bis zum nächstgelegenen Parkplatz. Hier musste Waldi also in einem Auto weitertransportiert worden sein.

Bei der Polizei wurde sofort Anzeige erstattet und die Medien herangezogen. Waldi war in den Zeitungen und sogar im Fernsehen zu sehen.

Trittbrettfahrer fertigten eine Fotomontage an, die Waldi eingesperrt in einer Gitterbox zeigten, und forderten Lösegeld! Auch das wurde zur Anzeige gebracht.

Das muss man sich mal vorstellen: Da wird einer kleinen Familie, Mutter, Vater, Kind, der geliebte Hund vor der Haustür gestohlen und andere Menschen versuchen daraus noch Profit zu schlagen!

Leider wurde es dann wieder still, und wir erhielten keine Hinweise über den Verbleib von Waldi. Bis gestern – bis zum Silvestertag, dem 31. Dezember.

Da erkannten Nachbarn aus dem Schrebergarten der Familie M. den Hund – angebunden vor der Drogerie Rossmann.

Sie informierten sofort die Filialleitung und die Polizei, zeigten ihnen Fotos von Waldi und den Flyer und stellten die Täterin schließlich vor Ort.

Die Diebin gab an, sie habe den Hund gefunden und ihn einfach behalten. Dass sie die Hundesteuermarke jedoch entfernt hatte und an zahlreichen Flyern vorbei gegangen war, zeigt sehr deutlich, dass mehr als nur eine Fundunterschlagung dahinter steckt. Außerdem befestigte sie einen zusätzlichen Bauchgurt am Hund, damit dieser sich nicht aus dem Geschirr befreien konnte. Waldi wollte ihr nämlich wohl wieder abhauen.

Wir hoffen auf eine gerechte Strafe!

Familie M. ist überglücklich, froh und dankbar, ihren geliebten Waldi wiederzuhaben. Und wir fragen uns: Hat das Hollywood geschrieben, oder ist das alles wirklich passiert? Das Jahr nimmt ein gutes Ende, denn unser Waldi ist zurück!“

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