„Endlich Lösungen statt Absagen!“ SPD Unna will Chance für den Weihnachtsmarkt

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Weihnachtsmarkt Unna ( Archivbild RB)

An diesem ersten Septemberwochenende wäre in Unna Stadtfest gewesen. Coronabedingt wurde es abgesagt, ersatzlos. Ebenso wie die Frühjahrs- und Herbstkirmes, der Drahteselmarkt, das Kurparkfest, der Westfalenmarkt, kurz wie alle anderen Events, die sonst übers Jahr hinweg die Unnaer Innenstadt beleben, Menschen zusammenbringen, für Spaß und Geselligkeit sorgen und nicht zuletzt die Existenz von Händlern und Schaustellern sichern.

Jetzt, wo bereits die ersten Nachbarkommunen auch noch ihre Weihnachtsmärkte absagen (Holzwickede und Fröndenberg), reicht es der SPD in Unna mit dem ersatzlosen Streichkonzert.

Sie fordert eine Chance für den Unnaer Weihnachtsmarkt.

Um den normalerweise vierwöchigen Budenzauber auch unter Pandemie-Bedingungen stattfinden zu lassen, beantragt die SPD-Fraktion, dass das Rathaus in Abstimmung mit Stadtmarketing und heimischen Schaustellern geeignete Hygiene-Konzepte prüft.

„Andere Städte haben das bereits erfolgreich vorgemacht. Sie setzen unter anderem auf eine Art Einbahnstraßensystem mit vorgegebener Laufrichtung und Essen und Trinken zum Mitnehmen„, argumentiert die größte Ratsfraktion.

Sie möchte aus mehreren Gründen keine komplett weihnachtsmarktfreie Vorweihnachtszeit 2020 in Unna.

„Der Weihnachtsmarkt steht nicht nur für eine liebgewordene Tradition, an der das Herz der meisten Unnaer hängt. Er sichert auch zahlreichen Menschen ihre wirtschaftliche Existenz“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Dreisbusch. „Viele Unternehmen und Freiberufler machen den größten Teil ihres Umsatzes im Weihnachtsgeschäft.“

Hilfe notwendig – Schausteller seit einem Jahr ohne Einnahmen

Weihnachtsmarkt Unna – Archivbild RB

Neben Gastronomen, Einzelhandel und Kulturschaffenden sind insbesondere die Schausteller betroffen, so Dreisbusch. „Ihre letzten Einnahmen stammen vom Weihnachtsmarkt 2019. Dann kam die Winterpause, dann Corona und seitdem läuft nichts mehr.“

Er kritisiert die Initiativ- und Ideenlosigkeit von Stadtverwaltung und Stadtmarketing. „Um der Branche zu helfen, wurden mancherorts in Nordrhein-Westfalen temporäre Freizeitparks mit Fahrgeschäften eröffnet oder es wurde zumindest die Aufstellung einzelner Kirmesattraktionen und Imbissbuden im Innenstadtbereich ermöglicht. Leider ist selbst dies bislang in Unna nicht gelungen. Auch hier fordern wir, dass seitens der Verwaltung endlich die Initiative ergriffen und nach einer Lösung gesucht wird.“

Wieso könne sich nicht ein Kinderkarussell für ein paar Tage vor der Sparkasse oder auf dem Alten Markt drehen und damit den Menschen auch ein Stück Lebensfreude zurückgeben? Was spräche gegen Leckereien zum Mitnehmen, selbstverständlich alles im Rahmen der aktuellen Vorgaben?

Erfahrung sammeln für weitere Veranstaltungen

Vorweihnachtszeit in Unna – Archivbild RB

Den großen Vorteil beim Weihnachtsmarkt sieht die SPD darin: Er ist bereits geplant. Die verpflichteten Schausteller und Kulturschaffenden stehen quasi „bei Fuß“, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende. „Gelingt es, ein stimmiges Konzept zu erstellen, das den aktuellen Einschränkungen gerecht wird, könnte die Veranstaltung kurzfristig realisiert werden.“

Und, so formuliert die SPD-Fraktion in ihrem Antrag mit Blick auf die dann gewonnene praktische Erfahrung: „Darüber hinaus kann dieses Wissen auf andere Veranstaltungen mit vergleichbarem Charakter angewendet werden und zu deren Umsetzung beitragen.“

Quelle: Pressemitteilung SPD-Fraktion Unna

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