Betonsperren gegen Raser wirkten – Ostwall wieder dreispurig

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Ab heute Nachmittag ist der Wall in Dortmund wieder durchgehend dreispurig.

Die Sperrung zweier Spuren am Ostwall wird heute (12. Mai 2020) wieder aufgehoben. Das teilte am Mittag die Stadt Dortmund mit. Die Fachfirma begann am Vormittag mit den Abbauarbeiten und wird voraussichtlich bis Nachmittag damit fertig werden.

Wie berichtet,  war der Ostwall am 30. März mit Betonelementen von drei Fahrspuren auf nur noch eine verengt worden. „Durch die Corona-Situation hatte das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt sehr deutlich abgenommen. Anhänger der Raser-Szene hatten dies offenbar als Einladung ausgelegt und den Ostwall verstärkt für ihre Rennen ausgenutzt“, erinnern Stadt und Polizei.

Die ungewöhnliche Maßnahme werten Polizei und Stadt nunmehr als  Erfolg. „Die Beschwerden gingen rasch und mehr als deutlich zurück. Die Erfahrungen zeigen: Eine temporäre bauliche Verengung von Straßen eignet sich als Baustein im Kampf gegen die Raser- und Tuningszene durchaus gut und kann – sofern möglich – auch wieder in Betracht kommen“, so das zufriedene Fazit.

Inzwischen nehme der Verkehr in der City mit den schrittweisen Öffnungen nach dem Lockdown wieder zu. „Er hat zwar noch nicht das gewohnte Niveau aus der Zeit vor der Pandemie erreicht, die Verengung führt also noch nicht zu Staus am Ostwall. Jedoch ermöglicht der doch bereits rege, aber flüssige Verkehr einen Abbau der Absperrungen ohne Vollsperrung“,so das Tiefbauamt.

Dass die baulichen Maßnahmen am Ostwall nun zurückgenommen werden, solle aber nicht als gute Nachricht für die Raser-und Tuningszene missverstandenwerden,  betonen die Behörden:

„Denn die Kontrollen am Ostwall gehen wie an anderen Teilen des Walls weiter. Das Ende dieser Einzelmaßnahme stellt somit keinen Freifahrtschein dar. Im Gegenteil: Gemeinsam gehen Polizei und Stadt seit Jahren geschlossen und mit zahlreichen Maßnahmen gegen die Szene vor und lassen dabei nicht nach.“

Den Wall möchten die Behörden „genauso wenig wie andere Bereiche der Stadt denen überlassen, die keinerlei Rücksicht nehmen – weder auf das Ruhebedürfnis der Anwohner, noch auf die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer, die sie durch illegale Rennen und hohe Geschwindigkeiten riskieren.“

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