
„Mogli wurde heute gefunden!“
Eine überglückliche Nachricht erreichte unsere Redaktion am gestrigen Donnerstag, 26. Februar.
Rückblick.
Am 31. Dezember erschreckte sich der neunjährige Rüde Mogli bei einem Spaziergang ganz fürchterlich über einen Silvesterböller, der an der früheren Eissporthalle plötzlich losknallte.
Der große, kräftige Hund riss sich mitsamt Halsband und Leine los und rannte in heller Panik davon.
Seine verzweifelte Familie startete unverzüglich einen Suchaufruf. Die Hundehilfe Lünen wurde eingeschaltet, mehrfach veröffentlichte auch der Rundblick auf seiner reichweitenstarken Facebookseite auf Bitte der Familie das Suchplakat mit Moglis Foto.

Es folgten die bekanntlich eisigen Tage und Nächte ab Neujahr. Mogli blieb verschwunden. Doch seine Familie hoffte weiter, erneuterte immer wieder ihre Aufrufe, bitte die Augen aufzuhalten und jede Sichtung zu melden.
Dann kam eine Sichtung: Der Hunde wurde in Kamen-Heeren gesehen. Er konnte aber leider nicht gesichert werden. Ein neuer Tiefschlag, die nächste bittere Enttäuschung.
Doch als die Unnaer Familie die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, geschah am Mittwoch – 57 Tage nach Moglis panischer Flucht – das Wunder. Der Hund kehrte von sich aus zurück.
„Er wurde gefunden! Er war tatsächlich nicht weit entfernt von seinem Zuhause“, berichten seine überglücklichen Halter. „Nur ein paar Häuser weiter war er, an einem Busch und einer Hütte.
Er hat sich aber riesig gefreut!“
Nach dem ersten Glückstaumel ging es für den zotteligen schwarzen Abenteurer natürlich direkt erst einmal zum Tierarzt.

„Die Rute scheint mehrfach gebrochen zu sein, ansonsten hater keine offensichtlichen Verletzungen“, schildert Moglis Familie. „Er hat sich auch direkt im Haus seinen gewohnten Platz zum Schlafen gesucht.
57 Tage war er unterwegs. Irrte herum, und letztendlich hat er offenbar den Weg nach Hause gesucht.“
Ob Mogli möglicherweise irgendwo festhalten wurde? Dieser Gedanke ist den Eigentümern auch schon gekommen. Denn: „Er ist zwar super unterernährt, Lehm und Erde klebten ihm in Fell. Er wirkt aber vom Optischen her nicht verwahrlost.“
Vermutlich wird Möglis Familie nie erfahren, wie und wo ihr treuer Begleiter diese 57 Tage (und Nächte) zugebracht hat – viele Tage und vor allem Nächte davon waren ja obendrein eisig kalt, andere Tage und Nächte regnete es ohne Unterlass. Wenn Hunde sprechen könnten, hätte der liebe Mogli jetzt wohl einiges zu erzählen…
Seine Familie bedankt sich ganz herzlich bei allen, die bei der Suche mitgehofft, mitgebangt und mitgeholfen haben.


































