33 illegal Beschäftigte in Logistikzentrum in Unna aufgeflogen – Alle Männer aus Afrika und China ohne Aufenthaltstitel

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2004
Streifenwagen des Zolls vor einer Lagerhalle. Foto HZA Dortmund

Zoll beendet illegalen Aufenthalt und illegale Beschäftigung in 33 Fällen:

In einem Logistikzentrum in Unna hat das Hauptzollamt Dortmund am 18. Februar 33 Männer entdeckt, die ohne Aufenthaltstitel als illegale Arbeitnehmer beschäftigt waren.

Am Mittwoch (25. 2.) gab das HZA eine umfangreiche Pressemitteilung heraus.

Demnach erfolgte die Kontrolle in dem Logistikzentrum aufgrund eines Hinweises. An dem Einsatz waren 57 Einsatzkräfte von Zoll, Ausländerbehörde des Kreises Unna, der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) NRW und der Polizei Unna beteiligt.

Beim Betreten des Gebäudes durch die Einsatzkräfte versuchten mehrere Personen zu flüchten. Sie konnten jedoch umgehend in den Lagergängen, versteckt in Aufliegern von LKW sowie teilweise unter den LKW entdeckt und gestellt werden.

Insgesamt wurden 102 Personen vor Ort festgestellt und überprüft. Von diesen waren 33 Männer aus China, Ghana, Nigeria und der Elfenbeinküste als Arbeitnehmer ohne die erforderlichen Aufenthaltstitel illegal beschäftigt.

„Staatsbürger aus China, Ghana, Nigeria und der Elfenbeinküste benötigen für den Aufenthalt und die Aufnahme einer Beschäftigung in Deutschland einen nationalen Aufenthaltstitel“, erklärt die Pressestelle des Hauptzollamtes. „Dies gilt auch, wenn sie ihren tatsächlichen Aufenthalt in einem anderen EU-Land haben, aber beabsichtigen, in Deutschland zu arbeiten.“

Von den 33 Personen konnten lediglich zwei einen gültigen Aufenthaltstitel aus einem anderen EU-Staat (Spanien und Italien) vorweisen. Nationale Aufenthaltstitel, die zur Aufnahme einer Tätigkeit im Bundesgebiet berechtigten, konnten sie nicht vorlegen, so der HZA-Sprecher.

Die übrigen Arbeitnehmer führten keine Dokumente mit sich und machten Angaben zu ihren Personalien, die mittels einer sofortigen Fingerabdrucküberprüfung (FAST-ID) überwiegend als falsch identifiziert wurden.

Die Zollbeamten leiteten Strafverfahren aufgrund des Verdachts des illegalen Aufenthalts ein und nahmen die Männer vorläufig fest.

Unter den Beschuldigten war auch ein 39-jähriger Nigerianer, der zudem zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Nach Rücksprache mit der ausschreibenden Ausländerbehörde der Stadt Augsburg wurde er nach seiner Vernehmung in das Polizeigewahrsam eingeliefert, da er seit drei Jahren untergetaucht war und nun abgeschoben werden soll.

Die weiteren Beschuldigten wurden nach Abschluss der Maßnahmen an die zuständigen Ausländerbehörden übergeben.

Den Arbeitgeber der Beschuldigten, der in der Pressemitteilung aufgrund Persönlichkeitsschutzes nicht genannt wird, erwarten Verfahren wegen der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der illegalen Beschäftigung von Ausländern ohne gültige Arbeitsgenehmigung, der Missachtung der melderechtlichen Vorschriften sowie des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung.

Ihm droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Zusätzlich ist ein Bußgeld bis zu 500.000 Euro möglich.

Die Ermittlungen dauern an.

Quellel PM Hauptzollamt Dortmund

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