Umstrittener Dehne-Abriss inklusive: Sonderausstellung zeigt Unna zwischen Erinnerung und Veränderung

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Die Kuratorinnen Kathrin Göttker (l.) und Dr. Tina Ebbing (3.v.l.), Amtsleiter David Nethen (r.), Museumsleiterin Dr. Beate Olmer (2.v.r.) und die Mitglieder des Foto-Clubs Unna freuen sich auf die Eröffnung der Sonderausstellung „Unna 2D – Ansichten einer Stadt“ im Hellweg-Museum Unna. (Foto Stadt Unna)

Zwischen Erinnerung und Veränderung: Sonderausstellung „Unna 2D – Ansichten einer Stadt“ im Hellweg-Museum Unna

Wie prägen Kunst, Stadtentwicklung und kollektives Gedächtnis das Bild einer Stadt? Dieser Frage widmet sich die neue Sonderausstellung „Unna 2D – Ansichten einer Stadt“, die vom 1. März bis 30. August im Hellweg-Museum Unna zu sehen ist.

Unna ist eine Stadt mit vielen Facetten – von der lebendigen Innenstadt mit historischen und modernen Gebäuden über Wohn- und Industriegebiete bis hin zu dörflichen Strukturen und Naturräumen. Die Ausstellung beleuchtet, wie sich diese Vielfalt in bildlichen Darstellungen widerspiegelt und wie sich das Stadtbild im Laufe der Zeit verändert hat.

„Wir präsentieren ausgewählte Ansichten von Unna aus unserer Sammlung, wobei der Fokus auf dem 20. Jahrhundert liegt“, erläutert Museumsleiterin Dr. Beate Olmer. Zu sehen sind Gemälde, Grafiken, Postkarten und Fotografien. Die Exponate zeigen unterschiedliche künstlerische Handschriften und Perspektiven – und machen zugleich sichtbar, welche Motive besonders häufig festgehalten wurden und welche kaum Beachtung fanden.

In vier Themenbereichen begegnen Besucherinnen und Besucher Gesamtansichten, Innenstadtmotiven, Industrieansichten sowie Bildern aus dem ländlichen Unna. Neben vertrauten Orten werden auch Motive gezeigt, die heute verändert sind oder nicht mehr existieren. Mitglieder des Foto-Club Unna e. V. haben ausgewählte Standorte neu fotografiert, so dass direkte Gegenüberstellungen von früher und heute möglich werden.

Die Ausstellung greift damit auch kontrovers diskutierte Veränderungen des Stadtbildes auf, etwa den Abriss des Dehne-Komplexes an der Massener Straße oder die wechselvolle Geschichte der Villa des Arztes Dr. Friedrich Kipp.

„Die Ausstellung soll durchaus auch zum Nachdenken und Diskutieren anregen“, betont David Nethen, Amtsleiter für Kultur und Weiterbildung bei der Kreisstadt Unna.

Kuratiert wurde die Schau von Dr. Tina Ebbing und Kathrin Göttker M. A. Insgesamt rund 80 historische Stadtansichten aus der Museumssammlung werden durch zwölf aktuelle Fotografien sowie ein mit einer Drohne aufgenommenes Video des Foto-Club Unna e. V. ergänzt.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 1. März, um 14 Uhr eröffnet. Die Begrüßung übernimmt die Stellvertretende Bürgermeisterin Esther Schriek, ein Grußwort hält Prof. Dr. Christian Jänig, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Hellweg-Museums der Stadt Unna e.V. Im Anschluss an die Eröffnung gibt Kuratorin Kathrin Göttker allen Interessierten eine Einführung in die Ausstellung. Der Eintritt ist frei.

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