Hitzefrei nachmittags auch für Oberstufe – „Gesundes Lernen unmöglich“

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Die Bildungsgewerkschaft GEW NRW forderte in einer Pressemitteilung vorige Woche Hitzefrei auch für die Oberstufe und eine einheitliche Regelung für die Schulen in Nordrhein-Westfalen.

Heute, am 24. Juni, teilte das Schulministerium NRW mit, dass bis einschließlich zum 31. Juli Hitzefrei auch für die Oberstufe eingeschränkt möglich ist – im Nachmittagsbereich.

Kurzstunden sind ebenfalls möglich.

Von Mittwoch bis Freitag (24.-26. 6. 2026) soll die Temperatur in ganz NRW bis jenseits der 35 Grad klettern. Für den Kreis Unna sind einschließlich Samstag bis zu 38 Grad prognostiziert, im Rheinland könnte die 40-Grad-Marke geknackt werden.

Über Klimaanlagen verfügen die wenigsten Schulen im bevölkerungsreichsten Bundesland.

„In den Schulen herrschen aktuell Temperaturen, die gesundes Lernen und Arbeiten erheblich erschweren oder unmöglich machen“,

kritisiert die Gewerkschaft GEW.

Was die GEW NRW zum Thema Hitzeschutz fordert und welche Regeln noch gelten

„Ob es Hitzefrei an Schulen in NRW gibt, entscheidet die jeweilige Schulleitung. Als Anhaltspunkt gilt laut Schulministerium eine Temperatur von 27 Grad Celsius im Klassenraum. Das bezieht sich auf Schüler der Grundschule und der Sekundarstufe I.

Die derzeitige Erlasslage schließt jedoch Schüler der Sekundarstufe II und damit faktisch auch ihre Lehrkräfte von Hitzefrei aus.

Aus unserer Sicht ist Hitzeschutz jedoch keine freiwillige Leistung, sondern Teil der Fürsorgepflicht des Dienstherrn sowie des Gesundheits- und Arbeitsschutzes an Schulen.

Die zunehmenden und länger andauernden Hitzeperioden machen deutlich, dass die bestehenden Regelungen weder ausreichend noch zeitgemäß sind.

Wir fordern Hitzefrei auch für die Oberstufe.

Schulgebäude sind keine klimaresilienten Lern- und Arbeitsorte

Hitzeschutz an Schulen darf zudem nicht länger vom Zustand einzelner Schulgebäude oder von der Kassenlage der Kommunen abhängen. Tatsächlich sind die meisten Schulgebäude noch immer keine verlässlichen klimaresilienten Lern- und Arbeitsorte.

Gesundheitsschutz darf nicht vom Investitionsstau an Schulen oder den finanziellen Spielräumen der Schulträger abhängig sein. Hier ist das Land gefordert, für verbindliche und gerechte Rahmenbedingungen zu sorgen.“

Das gilt aktuell – Ab wann Schulen in NRW Hitzefrei geben können

Die Schulleitung kann gemäß BASS 2024/2025 – 12-52 NR- Teilnahme am Unterricht und an sonstigen Schulveranstaltungen Hitzefrei geben, wenn im Klassenraum die Temperatur 27 Grad Celsius übersteigt.

Liegt die Raumtemperatur unter 25 Grad Celsius, darf die Schulleitung kein Hitzefrei anordnen.

Grundschüler sowie Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 dürfen laut Schulministerium nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsschluss entlassen werden.

Für die Oberstufe besteht kein Anspruch auf Hitzefrei.

Quelle GEW NRW

16 KOMMENTARE

  1. Zitat:
    „Von Mittwoch bis Freitag (24.-26. 6. 2026) sollen die Temperatur jedoch in ganz NRW bis jenseits der 35 Grad klettern. Für den Kreis Unna sind einschließlich Samstag bis zu 38 Grad prognostiziert“

    Ähnliches wurde auch für letztes Wochenende prophezeit.
    Es ist aber bei weitem nicht so wie angekündigt eingetroffen.
    Was die Clickbaitmedien und privaten Wetterapps in ihren Vorhersagen überdreht ankündigen ist das eine. Das dort zwischengeschobene „könnte“ oder „möglicherweise“ wird dabei oft von Lesern (oder der GWE) übersehen. Ebenso der Unterschied zwischen einer Wetterprognose und der Wetterrealität die dann tatsächlich eintrifft.

    Relevant ist die Nachbetrachtung der tatsächlichen Temperaturen, nicht die vorherige Prognose.
    Das überprüft aber selten jemand !

    Die Schulleitung kann gemäß BASS 2024/2025 – 12-52 NR- Teilnahme am Unterricht und an sonstigen Schulveranstaltungen Hitzefrei geben, wenn im Klassenraum die Temperatur 27 Grad Celsius übersteigt.
    Also auch wenn meteorologisch keine Hitzetage (30 Grad) vorliegen .
    Zitat:
    „Von Mittwoch bis Freitag (24.-26. 6. 2026) soll die Temperatur in ganz NRW bis jenseits der 35 Grad klettern. Für den Kreis Unna sind einschließlich Samstag bis zu 38 Grad prognostiziert, im Rheinland könnte die 40-Grad-Marke geknackt werden.“
    …“soll“ die Temperatur…“
    …bis zu 38 Grad „prognostiziert“…
    … im Rheinland „könnte“ die 40-Grad-Marke geknackt werden…
    Die Gesamtschule Fröndenberg hat zum Beispiel den Vorstufenschülern pauschal die ganze Woche über ab Mittags hitzefrei gegeben, unabhängig von den Temperaturen die letztendlich tatsächlich erreicht werden.
    Junge Oberstufenschüler gehören eigendlich zu der Altersgruppe in der Bevölkerung welche mit am wenigsten durch hohe Temperaturen gesundheitlich beeinträchtigt sind.
    Die GEW NRW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Nordrhein-Westfalen) fordert eine generelle dauerhafte Änderung des Schulrechts weil es „möglicherweise“ an lediglich ein oder zwei Tage an einzelne Stellen besonders warm werden „könnte“.
    Sie vertritt die Interessen der Lehrer. Das die an schönen Sommertagen lieber bei voller Bezahlung nachmittags ins Freibad gehen anstatt zu arbeiten ist nachvollziehbar.

    Der Deutsche Wetterdienst (DWD) nutzt inzwischen nicht mehr nur tatsächliche Temperaturen als einen zentralen Bestandteil seiner biometeorologischen Vorhersagen und des Hitzewarnsystems, sondern „gefühlte“ Temperaturen. So kann man plötzlich auch bei Temperaturen weit unter 30 Grad warnen.
    Das gab es früher nicht.

    Als Hitzetag gilt meteorologisch ein Tag an dem 30 Grad im Schatten unter natürlichen Bedingungen erreicht werden. Von einer Hitzewelle spricht man wenn dies an drei aufeinanderfolgende Tage geschieht.
    Im Süden vom Kreis Unna wurden am letzten Freitag tagsüber die 30 Grad erreicht. Am Abend gab es ein abkühlendes Gewitter.
    Am Sonntag wurden tagsüber 30 Grad erreicht und in der Nacht gab es ein abkühlendes Gewitter.
    Montag und Dienstag wurden tagsüber die 30 Grad nicht mehr erreicht.
    Also fand dort die im Vorfeld angekündigte „Hitzewelle“ nicht statt. Es gab auch nicht wie vorher angekündigt Temperaturen mit über 35 Grad.
    Im zugebauten Ballungsgebiet des nördlichen Kreis Unna wurden wohl am dritten Tag knapp für kurze Zeit die 30 Grad erreicht.
    Im ganzen Jahr 2025 gab es in meiner Region mitten in NRW nur 5 Tage an denen die 30 Grad erreicht wurden. Keine der zahlreich angekündigten Hitzewellen fand aber tatsächlich meteorologisch im klassischen Sinne statt.

    Es gibt eine gute Warscheinlichkeit das es zum nächsten Wochende hin in unserer Region bestes warmes Sommerwetter gibt und möglicherweise zum ersten Mal in diesem Jahr auch eine „Hitzewelle“ in der an drei Tage hintereinander ! reale ! 30 Grad gemessen werden.
    Die seit der Klimapanikpolitik eingeführten „Horrorprognosen“ werden wohl allerdings in dieser Übertriebenheit wie meistens nicht eintreffen.
    Schon für das letzten Wochenende wurden im Vorfeld fälschlicherweise Temperaturen bis zu 37 Grad vorhergesagt.
    Und selbst wenn mal tatsächlich an lediglich ein oder zwei Tage bei uns Mittags historische 40 Grad erreicht werden. Für den größten Teil der Weltbevölkerung sind das regelmäßige Alltagstemperaturen. Hier bei uns in der kalten Klimazone wird aufgrund der Klimapanikpolitik der Regierung tatsächlich inzwischen klassisches Mallorcawetter medial als Katastrophenfall dargestellt.

    Letztes Wochenende habe ich nicht wie andere in der zugebauten künstlichen Stadt verbracht sondern in der Natur am See unter natürlichen Temperaturbedingungen. Die 30 Grad waren angenehm wegen dem Wind. Die Abkühlung durch die abendliche und nächtliche Gewitter hat aus dem Wochenende das perfekte Badewochenende gemacht.
    Andere Mitbürger haben irgendwo in der künstlich aufgewärmten Stadt in ihrer Wohnung gesessen und rein medial den Eindruck bekommen das es am Wochende eine extreme Hitzewelle gab. Von der klimatisierten Wohnung geht es ins klimatisierte Auto zum klimatisierten Büro. Nach Feierabend ins klimatisierte Einkaufscenter und danach ins klimatisierte Fitnesscenter.
    Wenn man zum mit dem klimatisierten Auto am Wochenende in die Natur fährt und austeigt wirkt natürlich der plötzliche gefühlte starke Temperaturwechsel extremer.

    Die Menschen werden anfälliger für hohe Temperaturen weil sie immer mehr in einer künstlichen Umgebung leben und zusätzlich das tatsächliche Wetter vor der Haustür eher medial psychologisch zu einer „gefühlten“ Temperatur „aufgeheizt“ wird !

    Die Leute schauen inzwischen eher ständig auf eine App wie das Wetter angeblich um sie herum ist anstatt einfach mal um sich herum zu schauen. Das hat schon drastische Ausmaße angenommen. Viele gestalten inzwischen ihren täglichen Alltag nach der Wetterappprognose. Die verkaufen millionenfach Abfragen oder genaue Bewegungsprofile ihrer Nutzer an die Privatwirtschaft.

    • Lieber Schmunzler, hier widerspreche ich Ihnen. „Von Mittwoch bis Freitag (24.-26. 6. 2026) sollen die Temperatur jedoch in ganz NRW bis jenseits der 35 Grad klettern. Für den Kreis Unna sind einschließlich Samstag bis zu 38 Grad prognostiziert. Ähnliches wurde auch für letztes Wochenende prophezeit.“ – Das ist falsch. Für vergangenen Samstag wurden in Unna bis zu 33 Grad vorausgesagt und exakt auch erreicht, für eine Stunde auch knapp übertroffen. Auch die Vorhersage für Freitag und Sonntag traf bei zwei Wetter-Apps exakt zu. Ich weiß das deshalb so genau, weil wir letztes Wochenende eine Party hatten und über eine Woche vorher schon im Stundentakt die Temperaturentwicklung verfolgten. Nichts für ungut. VG, Silvia Rinke, Redaktion.

      • Wie haben sie die tatsächliche exakte Temperatur im nachhinein erfasst?
        Haben sie einen offiziellen Nachweis für die tatsächlich erreichte Temperatur ?
        Sie können ihn gerne hier einstellen.
        War die Temperatur am Dortmunder Flughafen oder in der Innenstadt von Unna die gleiche wie die bei ihnen an der Ruhr in einer anderen geographischen Umgebung?

        Für Sonntag habe ich im nachhinein keinen amtlichen Hinweis dafür gefunden das die 30 Grad im südlichen Kreis von Unna erreicht wurden.
        Für Montag und Dienstag auch nicht.
        Für die im Bericht angekündigten 36 Grad für heute finde ich auch keinen offiziellen Nachweis. Auch nicht bei ihrer aktuellen Temperaturanzeige oben in der Webseite.
        Wie schon geschrieben: Falls sie einen haben können sie ihn gerne hier einstellen.
        Apps die Tage vorher die genaue Temperatur auf ein Grad genau für einen konkreten Ort vorhersagen können gibt es nicht.

        Zitat:
        „Ich weiß das deshalb so genau, weil wir letztes Wochenende eine Party hatten und über eine Woche vorher schon im Stundentakt die Temperaturentwicklung verfolgten.“
        Zu welchem Zweck?
        Das Wetter während der Party ändert sich dadurch nicht.
        Das es Ende Juni während der Party nicht kalt wird ist klar.
        Wenn tatsächlich ein Sommergewitter auftaucht, wie in der Nacht geschehen, kann es eine willkommene Abkühlung sein.

        Diesen Typus Mitbürger am Tropf irgendwelcher Apps habe ich in meinen Kommentar beschrieben.

        Die FUNKE Mediengruppe mit ihren wesentlichen Einfluß auf alle Tageszeitungen in der Region und andere regierungsfreundliche linke Medien kündigen für die nächsten Tage eine gefährliche Hitzekatastrophe an bei der unzählige Menschen sterben werden.
        In meinem Kommentar geht es mir darum diese künstlich medial erzeugte kollektive Hitzeparanoia in eine sachliche analytische Betrachtung zu führen. Einzelne unbelegte angebliche Appanzeigen bringen einen da nicht weiter.

        Ps: Ich bin mir sicher das sich auch viele die tatsächliche aktuelle Temperatur um sich herum nicht über ein direktes richtig aufgestelltes Thermometer vor Ort holen, sondern wiederum durch die App 🙂

        • Wir schließen mit der freundlichen Feststellung, dass die von uns privat am letzten Wochenende erwarteten weil vorhergesagten Temperaturen exakt eingetroffen sind, Herr Schmunzler. Für Folgefälle werden wir selbstverständlich Screenshots und Fotos anfertigen und sie Ihnen exklusiv präsentieren. Sonnigen Tag Ihnen. P.S. Im schönen Fröndenberg ist es aktuell (10.57 Uhr) 31 Grad.

          • Wie man bestmöglichst die tatsächlich erreichte Temperatur misst und verfälschende Schwankungen vermeidet:

            Die Außentemperatur wird exakt gemessen, indem sich das Thermometer an einem schattigen, gut belüfteten Ort auf der Nordseite des Gebäudes befindet.

            Der Sensor sollte etwa zwei Meter über dem Boden (idealerweise über einer Rasenfläche) hängen, um verfälschende Wärmestrahlung von Hauswänden und Böden zu vermeiden.

            Wichtige Regeln für die Messung im Schatten: Direkte Sonneneinstrahlung heizt das Thermometer auf und führt zu massiven Messfehlern von oft bis zu 10 Grad.

            Kein Bodenkontakt: In Bodennähe reflektieren und strahlen Oberflächen ab. Die Messung sollte in etwa zwei Metern Höhe erfolgen.

            Abstand zur Wand: Hängen Sie den Außensensor nicht direkt flach an die Hauswand, da diese Wärme speichert.

            Nutzen Sie stattdessen kleine Abstandshalter oder montieren Sie ihn an der sonnenabgewandten Nordseite.

            Natürlicher Untergrund: Über einer Wiese oder Erde sind die Messwerte wesentlich authentischer als über Beton oder Asphalt, da letztere die Hitze stark speichern.

            Wärmequellen: Halten Sie ausreichend Abstand zu Fenstern, Abluftanlagen (z. B. von Trocknern), Klimaanlagen oder Kaminen, da austretende Raumwärme die Messung verfälscht.

            Hitzestau: Montieren Sie den Sensor frei schwingend. In engen Nischen oder unter Dachüberständen staut sich die Luft, wodurch das Thermometer zu hohe Temperaturen anzeigt.

            Professionelle Wetterstationen verfügen über einen belüfteten Temperatursensor, der sich in einem weißen, mit Lamellen besetzten Gehäuse befindet. Die Belüftung wird dabei oft von Solarstrom getrieben.

            Professionelle Wetterdienste haben noch weitere Anforderungen an die Temperaturmessung. So sollte die Temperatur in 1,50 bis 2 Meter über einem mit Gras bewachsenen Erdboden gemessen werden.

            Die Wetterstation sollte sich möglichst weit entfernt von Gebäuden und nicht in der Nähe von Feuchte- und Wärmequellen wie Treibhäusern oder Bewässerungsanlagen befinden und in der Umgebung sollte eine möglichst geringe Versiegelung des Bodens vorliegen.

          • „Für Folgefälle werden wir selbstverständlich Screenshots und Fotos anfertigen und sie Ihnen exklusiv präsentieren.“

            Da müssen sie in den drei Tagen aber tagsüber sehr viel herumlaufen und unzählige Screenshots machen um korrekt zu belegen und zu messen das ihre Temperaturankündigungen und prognostizierte punktuelle Spitzenwerte für ganz Fröndenberg und den Kreis Unna auch tatsächlich exakt eingetroffen sind :-).

          • „Im schönen Fröndenberg ist es aktuell (10.57 Uhr) 31 Grad.“
            Sie verwechseln da etwas.
            Nicht in ganz Fröndenberg sondern an der Stelle wo sie in Fröndenberg gemessen haben.

          • Genau, Herr Schmunzler. Auf dem Grundstück eines freistehenden Häuschens oberhalb der City, das ganz von grünem Garten umgeben ist. Inzwischen sind es hier übrigens 34 Grad (15 Uhr). Kommentar der Postzustellerin vorhin: „Sie haben es im Vergleich zur Innenstadt ja richtig frisch hier!“ – Sollen wir diese Unterhaltung weiterführen? Wir werden jetzt allerdings nicht draußen das Thermometer zum Beweis fotografieren – das sehen Sie uns bitte nach: Es ist uns gerade zu warm draußen.

  2. Was man auch an der Reaktion der Redaktion des Rundblick Unna merkt:
    Angeblich genaue Temperaturprognosen gibt es wie Sand am Meer und man wird aus kommerziellen Gründen damit zugeschüttet.
    Datenbanken mit den Metergenauen kompletten Bewegungsdaten von Millionenen Wetterappnutzern sind auf dem Markt frei käuflich. Sie sind zwar anonymisiert aber alleine an den Bewegungsdaten kann man schnell erkennen wo jemand wohnt oder arbeitet.

    Der offizielle Nachweis allerdings, ob die kommerziellen Wetterprognosen im nachhinein tatsächlich vor Ort eingetroffen sind, gestaltet sich schwieriger.

    Auch solche allgemeine pauschale Ankündigungen sind wenig aussagekräftig und eher irreführend für einige Leser:

    „Für den Kreis Unna sind einschließlich Samstag bis zu 38 Grad prognostiziert“

    Von wem sind sie prognostiziert und gilt das für den ganzen Kreis Unna oder nur für punktuelle Stellen zwischen Selm und Fröndenberg?

    Der südliche Teil des Kreis liegt in einer ganz anderen Klimazone und Höhenlage als der zugebaute nördliche Kreis Unna.

    Der nördliche Kreis Unna liegt am südlichen Ende der norddeutschen Tiefebene. Er ist Teil des größten Ballungsgebietes Europas welches in der westfälischen Bucht zwischen Haarstrang und Teuteburger Wald eingerahmt ist. Er ist vom Autobahnkreuz Kamen und Unna mit der B1, 44, A1 und A2 umgeben.

    Am Haarstrang südlich der B1 beginnt das europäische Mittelgebirge. Von dort aus kann man auf das östliche Ruhrgebiet und die Dunstwolke darüber herunter schauen.

    Wenn man sich umdreht schaut man auf den südlichen Kreis Unna mit Fröndenberg und Schwerte. Dort sieht man über das Ruhrtal hinweg überwiegend Natur und Wälder bis zum Horizont mit den noch höher liegendenden bewaldeten Bergen von Menden, Iserlohn, oder Schwerte. Das sind andere klimatische Voraussetzungen wie im nördlichen Kreis Unna.

    In der künstlichen Umgebung der zugebauten Innennstadt von Unna am Verkehrsring zwischen Bahnhof, Rathaus und Betoneinkaufscenter unter einer Flugschneise wird eine Messung zum Beispiel schon schwerer als zwischen den Golfplätzen in Fröndenberg.
    Die jährlichen Sommertemperturen steigen zwar nicht an aber durch die massive Versiegelung der Innenstadt (Einkaufscenter, Jobcenter, Schulkaserne Hertinger Straße, Erweiterung des Krankenhauses, Umwandlung von Gärten zu Baugrundstücke, usw) wird man vermehrt künstliche Hitzerekorde gleich für den gesamten Kreis Unna vermelden können 🙂

  3. Wenn gesunde Jugendliche schon bei über 25 Grad nicht mehr im sitzen nachdenken können, wie sollen die dann später im Berufsleben, wie Millionen andere Menschen auch, bei über 30 Grad nachdenken und körperlich arbeiten können?
    Diese zunehmende „Hitzeempfindlichkeit“ wird ja im wesentlichen nur im steuerfinanzierten Öffentlichen Dienst ausgelebt.
    In der echten Wirtschaft geht das kaum.

    Ein 15 oder 16 jähriger der eine Lehre anfängt muß auch in der Hitze körperlich arbeiten und nachdenken. Auch draußen. Sonst wird er rausgeschmissen.
    Ein 17 oder 18 jähriger Oberstufenschüler soll bei über 25 Grad lt. GEW nach Hause geschickt werden weil man bei der Temperatur im sitzen nicht mehr nachdenken kann?

    Zitat GEW:
    „In den Schulen herrschen aktuell Temperaturen, die gesundes Lernen und Arbeiten erheblich erschweren oder unmöglich machen“.

    Wenn man diesen Spruch aus der Pädagogenwelt auf das echte Leben anwenden würde:
    Die Gesellschaft würde sofort komplett zusammenbrechen.
    In den südlichen Mittelmeerländern oder der südlichen Erdkugel mit weitaus höheren Durchschnittstemperaturen gäbe es kaum Zivilisation.

    Man sollte den Teil der Büroweicheier im steuerfinanzierten Öffentlichen Dienst mal diese Woche nachmittags ins echte Berufsleben mit körperlicher Arbeit stecken damit sie die Realität kennen lernen.

    Man stelle sich mal vor, das so ein Spruch Lagerarbeiter, Handwerker, Transporteure, Bauarbeiter, Freibadangestellte, Gastronomieangestellte, Landwirte oder aber auch Polizisten, Feuerwehr oder Kranken- und Pflegedienste von sich geben:
    „Bei den Temperaturen kann ich unmöglich arbeiten weil das ungesund ist“

    Was auch vielen nicht bekannt ist:
    Die höchsten Temperaturspitzenwerte des Tages werden in der Regel erst nach Schulschluß ab ca. 17.00 erreicht.
    Nicht um 12.00 Uhr in der Mittagszeit wenn die Schüler und Lehrer bereits hitzefrei bekommen.

  4. Ich kann die Werte von S.Rinke vom letzten Wochenende bestätigen. Plus/Minus ein Grad.
    Und zwar aus der Gegend südöstl Bönen.
    Richtig prognostiziert wurde das von den Apps: Jagdwetter und Agrarwetter. Jeweils für unser Dorf.

    Zitat @schmunzler: „Der südliche Teil des Kreis liegt in einer ganz anderen Klimazone und Höhenlage als der zugebaute nördliche Kreis Unna.“
    Ersteres ist richtig, aber die Fliericher Höhen sind nur wenig niedriger als der gegenüber liegende Haarstrang. Und zugebaut ist hier nicht mehr als im Süden. Dörfer im Abstand von ca. 2km und dazwischen Felder, Hecken und Wald.

    Jetzt um 1100 ist es hier 30,5°C.

    • Danke, MB. In Fröndenberg sind es jetzt um 11.48 Uhr knapp 32 Grad auf einem Thermometer, das im Schatten in einer Hausecke Richtung Osten hängt. Umgeben von Grün. VG S. Rinke

    • Ich schwöre. Beim schreiben meines Kommentares zu dem Bericht habe ich wirklich für einen Moment gedacht:
      Bei Facebook würden jetzt irgendwelche Leute die Diskussion in irgendwelche sinnlose Unterdiskussionsforen treiben und anstatt über das eigendliche Thema endlos darüber diskutieren, wer gerade welche Temperatur bei sich zu Hause misst. Das dies von der Redaktion kommt oder von ihnen überascht mich.

      Wenn sie bei sich zu Hause unter amateurhaften Bedingungen letzten Samstag zu einem bestimmten Zeitpunkt zu Hause über 30 Grad messen, dann ist das kein amtlicher Beweis dafür, das diese Schwelle zum meteorologischen „Hitzetag“ deshalb im ganzen Kreis Unna an dem Tag überschritten wurde.

      Welche Temperaturen haben sie letzten Montag und Dienstag um 12.00 Uhr an den verschiedenen Schulen im Kreis Unna gemessen?
      Welche exakte Temperatur zeigt ihr Jagd, Agrar oder Wetterapp für die nördlichen Klassenräume der Gesamtschule Fröndenberg für den Mittwoch in 5 Tage um 12.00 Uhr an?
      Wie überprüfen sie im nachhinein ob diese Prognose am Mittwoch in 5 Tage um 12.00 Uhr an für die nördlichen Klassenräume der Gesamtschule Fröndenberg eingetroffen ist ?
      Können sie 5 Tage vorher ausschließen das am Mittwoch in 5 Tage um 12.00 Uhr ein Hitzegewitter ober die Gesamtschule Fröndenberg auftaucht?

      Bei über 25 Grad ist hitzefrei in der Schule zugelassen, bei unter 25 Grad nicht. Niemand nimmt dort für die Entscheidung als Grundlage was sie bei sich zu Hause im Garten in Flierich messen.

      Die aktuelle Hitzewelle (drei Tage über 30 Grad) habe ich nicht bestritten sondern bezweifelt das überall 36 Grad erreicht werden.
      Warum posten sie oder Frau Rinke das sie gerade bei sich zu Hause knapp über 30 Grad (nicht 36 Grad) gemessen haben?

      Ihre einzelne Temperaturmessung oder die von Frau Rinke haben keinerlei Relevanz für den Bericht und meinen ursprünglichen Kommentar !

      Wenn sie in Flierich oder Frau Rinke in Fröndenberg irgendwann in der Woche bei sich zu Hause zu irgendeiner Uhrzeit irgendeine Temperatur messen, dann ist das zum Beispiel keinerlei Beleg für die Gesamtschule Fröndenberg, wenn die bereits am Montag wie andere Schulen auch dem Personal und den Schülern vorab für die ganze Woche Hitzefrei erteilt.

      Wenn sie in Flierich oder Frau Rinke in Fröndenberg irgendwann in der Woche bei sich zu Hause zu irgendeiner Uhrzeit irgendeine Temperatur messen, ist das keinerlei Beleg dafür warum viele Schulen im Kreis Unna bereits Montag und Dienstag hitzefrei erteilt haben.

      Wenn sie in Flierich oder Frau Rinke in Fröndenberg irgendwann in der Woche bei sich zu Hause zu irgendeiner Uhrzeit irgendeine Temperatur messen, dann ist das keinerlei Beleg dafür das die Prognose mit 36 Grad für den gesamten Kreis Unna für mehrere Tage bis Samstag tatsächlich eingetroffen ist.

      Wenn sie in Flierich oder Frau Rinke in Fröndenberg irgendwann in der Woche bei sich zu Hause zu irgendeiner Uhrzeit irgendeine Temperatur messen, widerlegt das nicht die Tatsache, das Medien mit ihren angekündigten möglichen punktuellen Spitzentemperaturwerten mehr dramatisieren als wenn sie erwarte Tagesdurchschnittstemperaturen ankündigen würden.

      Wenn sie in Flierich oder Frau Rinke in Fröndenberg irgendwann in der Woche bei sich zu Hause zu irgendeiner Uhrzeit irgendeine Temperatur messen, widerlegt das nicht die Tatsache, das die für letztes Wochende dramatisch angekündigte „Hitzewelle“ meteorologisch nicht überall stattgefunden hat.

      Herr M.B., ihre Kommentare (auch die von Frau Rinke) finde ich oft interessant. Schade das sie sich nicht zu dem eigendlichen Thema äußern.

      Verzeihen sie mir, aber über ihren Vergleich mit den „Fliericher Höhen“ und dem Haarstrang muß ich etwas schmunzeln.
      Vom Haarstrang in Fröndenberg aus kann ich über das östliche Ruhrgbiet von Dortmund bis nach Hamm Uentrop schauen.
      Auch auf das ca. 140 Höhenmeter tiefer gelegene Flierich zwischen der A2 und der Autobahn 44 mit seiner flachen Monolandwirtschaft ohne sonderliche Wälder am östlichen Rand des größten Ballungzentrum Europas. Dort stauen sich die Wolken aus der Norddeutschen Tiefebene und der Smog aus dem Ruhrgebiet vor dem Haarstrang, dem Beginn des europäischen Mittelgebirges.
      Gleichzeitig schau ich vom Haarstrang in Fröndenberg aus den ganzen Tag Richtung Süden über das Ruhrtal hinweg auf die Wälder und Berge von Menden, Fröndenberg, Hemer und Iserlohn. Bei guter Sicht bis Nachrodt-Wiblingwerde. Ich kann das Haus Richtung Süden verlassen und theoretisch mit Straßenüberquerungen nur durch Wälder bis nach Lüdenscheid wandern.

      Eine ganz andere Welt als die „Berge“ der „Fliericher Höhe“ 🙂

      Bei allem Respekt vor ihre Kommentare und natürlich auch vor der geschätzen Frau Rinke.
      Dieses Thema scheinen wir wohl aus verschiedene Perspektiven zu betrachten.

  5. Die Gesamtschule Fröndenberg hat sich nicht nur die ganze Vorwoche über Hitzefrei gegeben, sondern für die Unterstufen auch noch den folgenden Montag.
    Weil die Schule noch von der Vorwoche so warm ist 🙂

    Welcher Arbeitnehmer würde das nicht ausnutzen wenn er vom Arbeitgeber einen unkontrollierten Freifahrtsschein bekommt.
    Wenn dann auch noch die Schulleiterin eine Politikerin ist, die Kindern seit Jahren erzählt das sie wegen der „Erderwärmung“ keine Zukunft haben und durch 2 Grad mehr Millionen Menschen sterben können ……….

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