
Der Kunstverein Unna e. V. kann seine Ausstellungsarbeit künftig in neuen Räumen an zentraler Stelle in der Innenstadt fortsetzen. Die Stadt gab am heutigen Freitag (12. 6.) einen einstimmigen Beschluss des Kulturausschusses bekannt.
Demnach wird der Verein ab dem 1. Juli 2026 monatlich mit 500 Euro Steuergeld für die Miete unterstützt.
„Damit wird der Wechsel in das neue Lokal an der Wasserstraße 9 ermöglicht und das ehrenamtlich getragene Ausstellungsprogramm langfristig abgesichert“, erläutert die Verwaltung.
„Der Kunstverein ist seit Jahrzehnten ein Motor für die Bildende Kunst in Unna, getragen von großem ehrenamtlichem Engagement und mit einer Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus“, argumentiert der Erste Beigeordnete Sandro Wiggerich (Grüne). „Mit dem Zuschuss stabilisieren wir eine zentrale Einrichtung der kulturellen Bildung und sorgen dafür, dass zeitgenössische Kunst in Unna weiterhin niedrigschwellig und innenstadtnah erlebbar bleibt.“
Der Kunstverein Unna präge das Unnaer Kunstleben seit seiner Gründung im Dezember 1968. Mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen und unterschiedlichen künstlerischen Positionen verstehe er sich als Plattform, ausdrücklich auch für jüngere Künstler. Zudem sei der Verein in überregionalen und regionalen Netzwerken aktiv, unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV).
Der Umzug wird erforderlich, weil das Mietverhältnis in der Weißenberger Mühle an der Mühlenstraße, in der der Kunstverein seit 1982 beheimatet ist, zum Monatsende ausläuft. Der Vorstand hat daraufhin verschiedene Lokalitäten im Stadtgebiet geprüft.
Die Räume an der Wasserstraße erwiesen sich insbesondere wegen der zentralen Lage, weitgehender Barrierefreiheit, wirtschaftlicher Vertretbarkeit sowie eines nur geringen Renovierungsaufwands als am besten geeignet.
Durch die Anmietung der neuen Räume entsteht nach Angaben des Vereins allerdings ein monatliches Finanzierungsdefizit von 520 Euro. Um diese Lücke schließen zu können, hatte der Kunstverein bei der Stadt einen Miet- bzw. Betriebskostenzuschuss in Höhe von 500 Euro beantragt – und bekommt ihn nun:
„Wir wollen kulturelles Engagement nicht nur loben, sondern konkret unterstützen – gerade dort, wo es nachhaltig in die Stadtgesellschaft hineinwirkt“, sagt Sebastian Laaser (SPD), Vorsitzender des Kulturausschusses. „Der Beschluss ist ein klares Signal: Unna steht zu seinen Kulturträgern.“
Der dreiköpfige Vorstand des Kunstvereins um Annette Köhler, Friederike Mühlbauer und Anita Wieczorek freut sich über die Unterstützung. „Für uns bietet der Umzug an die Wasserstraße eine große Chance: Die neue Adresse ist zentral, gut erreichbar und passend für unsere Arbeit.
Dank der Unterstützung haben wir nun Planungssicherheit. So können wir unser Ausstellungsprogramm auf dem etablierten Niveau fortführen, neue Formate entwickeln und weiterhin ein Ort sein, an dem möglichst viele Menschen zeitgenössische Kunst entdecken können.“
Quelle Stadt Unna
































Für so wichtige Projekte muss natürlich die Steuer-/Abgabenlast deutlich erhöht werden. Leuchtet mir natürlich sofort ein…
Bei diesen Verantwortlichen Mitstreitern von Grünen und SPD wundert mich der genehmigte Mietzuschuss jetzt nicht.
Kann ich auch so einen Mitzuschuss bei der Stadt beantragen?
Zur Info, mein Wohngeldantrag wurde abgelehnt.
Zitat:
„Der Kunstverein ist seit Jahrzehnten ein Motor für die Bildende Kunst in Unna, getragen von großem ehrenamtlichem Engagement und mit einer Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus“
In Wahrheit interessiert sich kaum jemand für den Amateurschrott der dort ausgestellt wird.
Aktuell wird dort ohne irgendwelche Referenzen ein Paul Bungardt als „Künstler“ ausgestellt der allerdings sonst nirgendwo als „Künstler“ auftaucht oder bezeichnet wird.
Die Aktivitäten des Kunstverein Unna finden in der echten Kunstwelt keinerlei Beachtung.
Jede kleine Stadt will irgendetwas mit „Kunst“ machen. Allerdings gibt es nicht genügend echte Künstler dafür. Also ernennen die Stadtverwaltungen selber welche. Der Kunstverein Unna ist personell und finanziell eng mit der Stadtverwaltung verbunden.
Die nutzen es aus das der Begriff „Kunst“ nicht geschützt ist und schaffen sich durch Vetternwirtschaft in der Provinz eine eigene künstliche Kunstblase außerhalb eines relevanten Publikums.