Am Samstagnachmittag wurde ein 55 jähriger Mann aus Fröndenberg in Unna mit einem Hubschrauber der Polizei gesucht. Er war aus dem Krankenhaus verschwunden.
„Der Mann könnte sich in einer hilfloser Lage befinden“, teilte die Polizei am Abend mit. Sie startete eine Öffentlichkeitsfahndung.
Am Sonntagvormittag war die Suche beendet, der Mann wohlbehalten angetroffen worden.
Quelle Kreispolizeibehörde Unna




































Vielleicht kann mir mal jemand erklären, wie man aus einem Hubschrauber heraus am helllichten Samstag Nachmittag eine einzelne Person am Boden einer Innenstadt mittlerer Größe erkennt. Der Hubschrauber „stand“ eine gefühlte Ewigkeit über der Innenstadt Unnas. Ich bin kein Fachmann, aber für mich stellt sich diese Aktion als ebenso spektakuläre wie sinnlose Spritvergeudung der Polizei dar.
Wenn ich richtig informiert bin, sind die Hubschrauber der Polizei mit Kameras ausgestattet, die einerseits (Körper-) Wärme feststellen können und andererseits über eine Zoomfunktion verfügen. Ein Fernglas wird der Co-Pilot wohl auch mit sich führen. Aus der Vogelperspektive kann man eine vermisste Person sicherlich gut erkennen, sofern eine Beschreibung (Farbe der Oberbekleidung und der Hose, Haarfarbe) vorliegt. Man kann aus der Höhe zudem feststellen, wer alleine unterwegs ist und zudem möglicherweise auffällig ziellos umherirrt. Hinzu kommt, dass die Hubschrauberbesatzung innerhalb weniger Minuten viele Areale (in der Stadt sind es vermutlich Hinterhöfe) anfliegen, einsehen und überprüfen kann – Einsatzkräfte am Boden müssten dafür längere Anfahrtswege bewältigen und auch das Absuchen dauert am Boden seine Zeit. Ich denke nicht, dass der Einsatz des Hubschraubers sinnlos ist, ansonsten würde er bei Vermisstenfällen nicht immer wieder eingesetzt.