Unna hat seit heute neue „Portalpraxis“ – Notfallversorgung jetzt am CKU West statt an der Wasserstraße

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Haupteingang des Christlichen Klinikums West. (Foto CKU)

„Hier wird sektorenübergreifende Notfallversorgung gelebt“ – Unna hat ab sofort eine „Portalpraxis“, die die Notfallpraxis an der Wasserstraße ersetzt:

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) stellt den allgemeinen Bereitschaftsdienst in Unna neu auf.

Ab dem heutigen Montag (27. April) werden Patientinnen und Patienten aus Unna und Umgebung mit akuten Beschwerden abends und am Wochenende am Christlichen Klinikum Unna West (CKU West) an der Holbeinstraße in einer Portalpraxis versorgt.

In den neuen Räumlichkeiten sind weiterhin die niedergelassenen Ärzte Ansprechpartner für Akutfälle, wenn die örtlichen Praxen geschlossen sind. Dr. Prosper Rodewyk, Leiter der zuständigen KVWL-Bezirksstelle Dortmund, erklärt den für Unna neuen Begriff der Portalpraxis:

„Dort werden alle Patientinnen und Patienten, die sich mit einem akuten medizinischen Problem vorstellen, zunächst an einem gemeinsamen Tresen empfangen.“

Die Mitarbeiter entscheiden dann, ob die Behandlung

  • weiter ambulant durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVWL in der Portalpraxis erfolgt,
  • ambulant im Krankenhaus mit erweiterten Diagnostik-Leistungen
  • oder aber stationär in der Klinik stattfindet.“

Für Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KVWL, zeigt die Inbetriebnahme dieser 36. Portalpraxis in Westfalen-Lippe einmal mehr die Schlagkraft der ärztlichen Selbstverwaltung:

„Hier wird sektorenübergreifende Notfallversorgung wirklich gelebt. Mit der neuen Portalpraxis steht den Patienten mit ihren unterschiedlichen Behandlungsbedürfnissen ein umfassendes Versorgungsangebot zur Verfügung. Dafür arbeiten wir in Westfalen-Lippe inzwischen sehr eng mit den Krankenhäusern zusammen.

Foto CKU

Portalpraxen sind dabei Beispiele für eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Bereich – und damit wegweisend für die medizinische Versorgung der Zukunft. Mit diesen Strukturen erfüllen wir schon heute politische Reformgedanken.“

Umzug von der Wasserstraße 26 an die Holbeinstraße 10

Für das Christliche Klinikum Unna West ist diese Entwicklung sehr positiv. „Auch wir sehen die Patientenversorgung durch die Zusammenarbeit sehr gut aufgestellt“, so CKU-Geschäftsführer Thorsten Roy. Für das Team der Zentralen Notaufnahme des Krankenhaues bedeutet dies einen Fortschritt, da Patienten mit ambulantem Behandlungsbedarf in direkter Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten behandelt werden können und keine weiten Wege entstehen.

Patientenservice 116 117 bleibt wichtige Schnittschnelle

„Ob der Weg in die neue KV-Bereitschaftspraxis überhaupt notwendig ist, sollte vorab mithilfe des Patienten-Navi auf www.116117.de oder durch einen Anruf bei der Service-Rufnummer 116 117 geklärt werden“, ergänzt Dr. Rodewyk und erläutert:

„Unter dieser kostenfrei erreichbaren Telefonnummer nimmt zunächst medizinisch geschultes Personal eine fundierte Ersteinschätzung vor.

Die Mitarbeiter können so die Behandlungsdringlichkeit und die Notwendigkeit einer Untersuchung in der KV-Bereitschaftspraxis ermitteln. In vielen Fällen kann der Besuch durch ein Gespräch mit einem Arzt per Videotelefonie ersetzt werden. Die Mitarbeiter der 116 117 übernehmen die Koordination für eine solche Videosprechstunde.“

Alternativ ist die 116 117 auch via App erreichbar (siehe „INFO: Patientenservice 116 117“).

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