Komplexe Enddarm-OP im Darmkrebszentrum Unna: Patient nach nur 5 Tagen wieder mobil zu Hause

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Chefarzt Dr. Alexander Janzen und sein Patient Roland Sich nur wenige Tag nach der OP. (Foto CKU)

Die Krebsdiagnose war zunächst ein heftiger Schreck. Ein bösartiger Tumor im Enddarm wurde bei Roland Sich kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres festgestellt.

Nicht einmal vier Monate später ist der 64-Jährige weitgehend beschwerdefrei und wieder vollständig mobil.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder auf den Beinen bin“, sagt er rückblickend. Direkt nach der Diagnose wurde er im Darmkrebszentrum des Christlichen Klinikums Unna (CKU) behandelt.

Nur wenige Krankenhäuser dürfen Enddarmkrebs behandeln – CKU zählt dazu

Dort beginnt die Betreuung bereits mit dem ersten Krebsverdacht und reicht von der Diagnostik über die Therapie bis zur Entlassung nach Hause. Nach dem neuen Krankenhausplan des Landes Nordrhein-Westfalen dürfen nur noch wenige Kliniken Enddarmkrebs behandeln. Für Roland Sich war es deshalb ein glücklicher Umstand, dass die Diagnose im CKU am Standort West im Rahmen einer Darmspiegelung gestellt wurde.

Dr. Rainer Kunterding, Chefarzt der Inneren Medizin im CKU West, nahm direkt nach der Koloskopie Kontakt mit dem Darmkrebszentrum am Standort Mitte auf. „Der nächste Schritt ist dann stets eine interdisziplinäre Tumorkonferenz“, erklärt Dr. Alexander Janzen, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, endokrinen und onkologischen Viszeralchirurgie sowie Proktologie. Dort beraten Fachärzte verschiedener Disziplinen gemeinsam über die bestmögliche Behandlung. Die Abläufe folgen festen Standards, die regelmäßig von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) überprüft werden.

Patient sehr erleichtert: „Ich konnte schnell wieder aufstehen und herumlaufen“

Im Fall von Roland Sich entschied die Tumorkonferenz zunächst eine vierwöchige Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie einzusetzen, bevor operiert wurde. Mitte April erfolgte dann der minimal-invasive Eingriff im CKU Mitte. Neben der Entfernung des Tumors spielte dabei vor allem der Erhalt des Schließmuskels eine wichtige Rolle, da er entscheidend für die spätere Lebensqualität ist. Der Eingriff erfordert besondere Erfahrung und spezialisierte Ausbildung. Im CKU verfügen neben Dr. Alexander Janzen vier weitere Chirurgen über diese Qualifikation.

„Ich war sehr froh, dass ich schnell wieder aufstehen und herumlaufen konnte“, berichtet Roland Sich vom ersten Tag nach der Operation. Bereits am fünften Tag konnte er das Krankenhaus verlassen. Vorübergehend erhielt er einen künstlichen Darmausgang, ein sogenanntes Stoma. Dieser soll drei Monate nach der Operation wieder zurückverlegt werden.

Erster Ansprechpartner bei Fragen zur Darmgesundheit bleibt grundsätzlich der Hausarzt oder niedergelassene Facharzt. Wenn bei Vorsorgeuntersuchungen oder aufgrund von Beschwerden weiterer Abklärungsbedarf besteht, erfolgt die Überweisung an das Darmkrebszentrum im CKU Mitte. Dort kann die Behandlung frühzeitig und abgestimmt beginnen.

Quelle: Pressemitteilung des CKU (wörtlich übernommen)

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