„Messerkriminalität rückläufig“ – Polizei DO startet Videokampagne „Reality Check: Messer“

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Messerangriff - Symbolbild, Quelle RB

Minus 3 Prozent bei Gewaltstraftaten – das ist für eine Großstadt wie Dortmund marginal, weckt jedoch „vorsichtigen Optimismus“ beim stellv. Behördenleiter Achim Stankowitz. Jetzt fühlt er sich bestätigt, denn die Messerkriminalität sinkt, so sagt er.

Gegenüber 213 Messerstraftaten von Januar bis Mai 2025 registrierte die Polizei Dortmund im Vergleichszeitraum 2026 „nur 132“, teilt sie in einer Presseerklärung mit. Sie ergänzt vorbeugend sogleich:

„Der Vergleich dieser vorläufigen Eingangsstatistik kann von der Polizeilichen Kriminalstatistik als Ausgangsstatistik abweichen. Im Verlauf der Ermittlungen kann es naturgemäß zu neuen Erkenntnissen bezüglich des Straftatbestandes oder der Anzahl der Tatverdächtigen kommen.“

Stankowitz sieht den Rückgang als Erfolg des 2024 entwickelten Konzepts gegen Messerkriminalität. Dazu gehört vor allem mehr Polizeipräsenz.

„Messerstraftaten stehen aufgrund ihrer Gefährlichkeit bei allen Einsatzkräften besonders im Fokus. Messer haben im öffentlichen Raum nichts zu suchen. Entsprechend sind unsere Beamten für dieses Phänomen sensibilisiert und handeln bei entsprechenden Sachverhalten konsequent.“

Auch die Bündelung und Spezialisierung im Gewaltkommissariat erhöhe die Aufklärungsquote. „Tatzusammenhänge können besser erfasst, Wiederholungstätern kann konsequenter entgegengetreten werden und die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft wird noch enger“, so der Polizeichef. „Dieses Vorgehen hat sich auch schon in anderen Deliktsbereichen bewährt (zuletzt bei der SoKo Rechts).“

Werden bei polizeilichen Maßnahmen Personen mit Messern oder anderen gefährlichen Gegenständen angetroffen, steht, so Stankowitz, zunächst die Strafverfolgung im Vordergrund. Dazu komme aber die Prävantion.

„Ziel ist, die Menschen zu sensibilisieren, dass Messer oder gefährliche Gegenstände nicht in den öffentlichen Raum gehören. Dreh- und Angelpunkt bleiben dabei die individuellen Messertrageverbote.“

Die stetigen Kontrollen, so der stellv. Polizeichef, „zeigen immer häufiger, dass Einsatzkräfte bei Personen mit einer gültigen Verbotsverfügung auch tatsächlich kein Messer vorfinden. Alleine im April war das 58 Mal der Fall. Ein Zeichen dafür, dass die Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt Wirkung zeigen.“

Seit Einführung Anti-Messer-Konzepts im April 2024 wurden 214 Verbote ausgesprochen (Stand Mai 2026).

Seitdem wurdem 44 Verstöße festgestellt und ein Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro (beim Erstverstoß) festgelegt. Derzeit hat die Polizei Dortmund Zahlungsbescheide in Höhe von 12.500 Euro zugestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Messerkriminalität liegt bei der Öffentlichkeitsarbeit: Am Mittwoch (10. 6.) startete die Polizei Dortmund daher auf ihren Sozialen Medien mit einer Videoreihe, die sich gezielt an junge Menschen richtet.

„Dieser „Reality Check: Messer“ soll sondern über die Verbote aufklären, die im Umgang mit gefährlichen Gegenständen im Allgemeinen gelten. Und über die Konsequenzen, die bei wissentlichem oder auch unwissentlichem Verstoß drohen.“

Ein Weiterleiten dieser Videos von Eltern an ihre Kinder, von Lehrern an ihre Schüler oder Trainer an ihre Sportler, ist ausdrücklich gewünscht, so die Polizei Dortmund.

PM Polizei DO

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