Parkplatz an ehemaliger Eishalle Unna wird kostenpflichtig – Kennzeichenerfassung „soll Ordnung schaffen und Standort aufwerten“

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Das Parken an der früheren Eissporthalle kostet künftig Geld. (Foto WBU / Stadt Unna)

Die nächste bisher kostenlose Parkfläche Unnas wird kostenpflichtig. Und kameraüberwacht.

Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Unna GmbH (WBU) werden den Parkplatz Ligusterweg an der früheren Eissporthalle in Königsborn künftig bewirtschaften. Mit anderen Worten: Das Parken kostet auch dort künftig Geld. Ausnahme: Schwimmbadbesucher parken vier Stunden kostenlos.

„Mit einem kamerabasierten „Free-Flow“-System sollen Fehl- und Fremdnutzungen des Parkplatzes reduziert und zugleich die Sauberkeit verbessert werden“, teilt die Stadt mit.

Das schrankenlose Parksystem ist vielen Autofahrern bereits aus dem Parkhaus Neue Mühle in der Innenstadt bekannt und hat sich dort bewährt, so die WBU.

Bei der Einfahrt werden Kennzeichen automatisch per Scanner erfasst. Das Parkentgelt kann anschließend am Kassenautomaten ausschließlich bargeldlos oder bis zu 24 Stunden nach Ausfahrt via App bezahlt werden.

Kosten: Je angefangene Stunde 1 Euro. Das Tagesmaximum (6 bis 22 Uhr) beträgt fünf Euro, das Nachtmaximum (22 bis 6 Uhr) ebenfalls fünf Euro. Bei Verstößen gegen die Parkbedingungen – etwa bei Nichtzahlung – werden 40 Euro fällig.

Nutzer der Schwimmsporthalle können bis zu vier Stunden kostenlos parken. Die Freischaltung erfolgt unkompliziert über ein Tablet in der Schwimmsporthalle durch Eingabe des Kennzeichens. Darüber hinaus steht allen Interessierten die Möglichkeit zur Verfügung, einen Dauerparkplatz für 50 Euro im Monat zu buchen.

Über den Parkplatz am Ligusterweg und die Hintergründe

Der Parkplatz Ligusterweg umfasst rund 8600 Quadratmeter Fläche und bietet etwa 320 Stellplätze. Bislang stand er überwiegend kostenfrei zur Verfügung, wenngleich einzelne Bereiche bereits an Dauerparker vermietet wurden. In der Praxis kommt es jedoch zunehmend zu unerwünschten Nutzungen – etwa durch Lkw oder abgemeldete Fahrzeuge, die den Parkplatz dauerhaft als Abstellort nutzen. Hinzu kommen wiederkehrende Probleme durch starke Vermüllung und Verschmutzung. Die Unterhaltung und Reinigung verursacht jährliche Kosten von rund 13.000 Euro.

„Mit der neuen Bewirtschaftung schaffen wir klare Regeln für die Nutzung, erhöhen die Aufenthaltsqualität und entlasten gleichzeitig die laufenden Betriebskosten“, erklärt WBU-Geschäftsführerin Ines Brüggemann und deutet damit an, dass finanzielle Erwägungen natürlich auch eine Rolle spielen.

„Wir setzen dabei ganz bewusst auf ein System, mit dem wir bereits im Parkhaus Neue Mühle sehr gute Erfahrungen gemacht haben.“ Der Aufsichtsrat der WBU hat den Plänen bereits seine Zustimmung erteilt. 

Vorbereitende Arbeiten im Januar, Start im März

Die vorbereitenden Tiefbauarbeiten, etwa die Herstellung eines Strom- und Internetanschlusses, sollen noch im Laufe des Monats Januar erfolgen. Eine Beeinträchtigung des Verkehrs ist dadurch nicht zu erwarten. Der Start des neuen Systems erfolgt nach Abschluss der baulichen Vorarbeiten und Installation der Technik voraussichtlich im März.

Quelle PM WBU

11 KOMMENTARE

  1. Wenn nicht andere vor Jahren schon die selbe Idee gehabt hätten um die kosten der Eishalle zu senken um einen Ort für Kinder und Jugendliche zu festigen
    Aber da wollte keiner angreifen
    Da wurde die Machbarkeit in frage gestellt und so weiter…

  2. Der Parkplatz ist kein Gelände im Privatbesitz.

    Eine Zwangsappflicht für den öffentlichen Raum ist verfassungsrechtlich und datenschutzrechtlich sehr bedenklich. Sie schließt einen großen Teil der Bevölkerung von deren Nutzung aus. Zudem werden damit zwangsweise private Drittanbieter außerhalb der öffentlichen Hand mit einbezogen und privates Nutzerverhalten unkontrolliert an private Fremdfirmen weitergegeben die nicht unter kommunaler Aufsicht stehen.

    Der Staat hat nicht zu speichern wer dort wann wie lange parkt. Die Erfassung des fließenden Straßenverkehrs durch Kennzeichenerfassung ist auch von der Verfassung her verboten. Auf Privatgelände ist das etwas anderes.

    Ob während der Zeit der Coronamaßnahmebetrügereien durch die Politik oder bei zukünftige Einschränkungen durch Klimamaßnahmen. Durch solche appabhängigen Einrichtungen kann der Staat jederzeit per Knopfdruck zentral bestimmen, wer wann wie den öffentlichen Raum per App benutzen darf.

    Auch Mitbürger, die gerne appgesteuert durch das Leben gehen sollten aufhorchen und sich dafür einsetzen das ihnen das alternative Recht auf eine analoge Nutzung des öffentlichen Raumes weiter erhalten bleibt.

    Diese Einführung digitaler Zugangskontrollen für den öffentlichen Raum findet im Rahmen des SMARTcitykonzeptes für Unna statt. Sogenannte autofreie 15 Minuten SMARTcity Überwachungsghettos nach chinesischem Vorbild unter dem scheinbaren Mantel des Klimawandels mit eingeschränkter und kontrollierter Mobilität für deren Einwohner.

    • Der CO2 Verbrauch der Bürger kann so auch kontrolliert werden. Wenn zum Beispiel jemand mit dem Auto oder dem falschen Verbrennermotor zu oft zum Parken in die Stadt fährt und sein ihm zugewiesenes Limit überschreitet. Der Appzugang zu den Parkplätzen wird dann automatisch für eine gewisse Zeit gesperrt.

      Im sozialistischen China wurde sogar ein generelles digitales Bewertungssystem für die Bürger eingerichtet. Je nachdem welche Punktezahl sich ein Bürger verdient werden ihm digitale Zugänge freigeschaltet.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialkredit-System

  3. Zitat: „Bei ihren Gegenbehauptungen fehlen igendwie Belege und Begründungen :-).“
    Ich habe im Laufe der letzten Jahre mehrfach mit Chinesen gesprochen. Sowohl geschäftlich, als auch zufällig im Urlaub.
    Die kennen sich in ihrem Land relativ gut aus. Daraufhin habe ich mich mit diesem System beschäftigt. Die Berichte, die anderes suggerieren, kenne ich.
    Es macht aber keinen Sinn, hier eine Link-Schlacht zu veranstalten.
    Sie glauben doch sonst auch nicht alles, was von oben so behauptet wird 😉

    • Die Chinesen leben in einer kommunistischen Diktatur. Da muß man nicht wie in Deutschland einen Klimawandel als Begründung für digitale Überwachung aufführen. Das Thema Klimaschutzmaßnahmen um die Welttemperatur in 10 Jahren auf das Grad genau zu justieren spielt dort tatsächlich keine Rolle. Digitale Überwachung und SMARtcitys mit digitale Mobilitätskontrollen schon. Allerdings ohne das Klimalabergedöns.

      Vielleicht schreiben wir deshalb aneinander vorbei?
      (Zudem hat das große Land China doppelt so viel Einwohner wie Europa und ist sehr vielschichtig.)

      Während der Coronamaßnahmezeit konnte man mitverfolgen wie in China digitale Kontrollen besonders brutal und unmenschlich eingesetzt wurden.
      In Deutschland ist das Militär unter General Breuer in die Gesundheitsämter einmarschiert und bei der eingeführten Kontaktverfolgung schlicht langfristig am Papierkram und Personalaufwand gescheitert.

      Ich bin mir absolut sicher:
      Der große Teil der Bevölkerung hängt bereits schwer abhängig am täglichen SMARTphonetropf. Bei Kinder fängt es inzwischen bereits in der Grundschule an.
      Früh oder später werden sich so einige wundern warum ihnen aus unterschiedlichen Gründen bestimmte Onlinezugänge verweigert werden.

      Die Regierung spricht praktisch täglich von staatlicher Kontrolle und Zensur im Netz.

      Tiefergehende Betrachtungen wurden bereits in der Kommentarspalte des Rundblicks zu dem digital überwachten Parkhaus in der Innenstadt aufgeführt:

      https://rundblick-unna.de/2024/11/06/parken-ohne-schranken-auch-parkhaus-neue-muehle-bekommt-kennzeichenerfassung/#comment-65627

      Wenn man Appnutzer digital überwachter Parkplätze fragen würde welche Fremdfirmen und „Bonitätsüberprüfer“ dabei alles mit drin hängen werden sie keine Ahnung haben.

      Stumpfe abhängige Appanwender nennt man das „Unterhaltungsproletariat“.
      Die Datensammler die ihren Nutzen daraus ziehen die „Infoelite“.

      Der intransparente Markt für den Handel mit private Nutzerdaten ist zu einem Multimilliardendollarbusiness geworden.

  4. 27. 01. 2026

    Britische Kommunen bekommen von der Labour-Regierung grünes Licht für die zwangsweise Umsetzung der Idee der 15-Minuten-Stadt mit „Verkehrsfiltern“, Lizenzen, um in andere Stadtteile zu fahren, und Kameras mit Nummernschilderkennung zur Überwachung.

    Die SMARTcitystadt Oxford will, nach einigen Verzögerungen aufgrund von Protesten, ihr eigenes, besonders rigides System noch in diesem Jahr an den Start bringen. Dabei wird die Stadt in sechs Zonen eingeteilt und der motorisierte Verkehr zwischen den Zonen durch Verkehrsfilter gelenkt, eine eng begrenzte Anzahl von mit Kameras überwachten Verbindungsstraßen.

    Die Einwohner müssen Lizenzen beantragen, die es ihnen erlauben, ihren Sektor an 100 Tagen im Jahr mit dem Auto in Richtung eines oder mehrerer anderer Sektoren zu verlassen. Dafür stehen ihnen insgesamt sechs Verkehrsfilter in der Stadt zur Verfügung.

    Für sechs andere Verbindungsstraßen zwischen den Sektoren, die als besonders belastet gelten, gibt es eine separate Lizenz. Diese erlaubt die Nutzung dieser Verbindungen an 25 Tagen. Das bedeutet für viele Einwohner, die regelmäßig innerhalb der Stadt pendeln müssen, dass sie weite Umwege fahren müssen.

    Wer seine zugestandenen Sektorenübertritte aufgebraucht hat, und dennoch beim Durchfahren der Verkehrsfilter gefilmt wird, muss Strafe bezahlen.

    https://norberthaering.de/oekologie/oxford-lockdown-light/

Antworte auf den Kommentar von Politik berät: AfD beantragt kostenloses Kurzzeitparken in Unna, Wochenenden ohne Parkgebühr und „Gleichberechtigung für Autofahrer“ | Rundblick Unna Antwort abbrechen

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