Tiefe Trauer um Bergkamens Altbürgermeister Roland Schäfer

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Roland Schäfer, Ehrenbürgermeister von Bergkamen, verstarb plötzlich und unerwartet am Neujahrstag 2026. - Fotoquelle: Stadt Bergkamen

Das neue Jahr beginnt leider gleich mit einer sehr traurigen Nachricht.

Der langjährige frühere Bürgermeister von Bergkamen, Roland Schäfer, ist am Neujahrstag verstorben. Er wurde 76 Jahre alt. Sein Tod kam plötzlich und unerwartet. Noch am 24. Dezember hatte Roland Schäfer in den sozialen Medien öffentliche Weihnachtsgrüße gepostet.

Die Stadt Bergkamen gab die traurige Nachricht am Abend des 1. Januars bekannt.

Roland Schäfer war bis 2020 Bürgermeister von Bergkamen, zuvor Stadtdirektor. Er engagierte sich dazu in zahlreichen weiteren Funktionen, unter anderem für den Städte- und Gemeindebund, und war vielfältig ehrenamtlich aktiv.

Seine Familie teilte am Neujahrsabend auf der öffentlichen Facebookseite des Verstorbenen mit, dass Roland Schäfer in der Nacht zum 28. Dezember plötzlich eine massive Gehirnblutung erlitten hatte. Am 1. Januar sei sein Tod festgestellt worden.

Die Stadt Bergkamen widmete dem Altbürgermeister am Neujahrsabend einen kurzen Nachruf.

„𝐁𝐞𝐫𝐠𝐤𝐚𝐦𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐚𝐮𝐞𝐫𝐭 𝐮𝐦 𝐑𝐨𝐥𝐚𝐧𝐝 𝐒𝐜𝐡ä𝐟𝐞𝐫
Mit großer Trauer müssen wir mitteilen, dass Roland Schäfer am heutigen Tage verstorben ist.

Roland Schäfer hat unsere Stadt über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt.
Im Januar 1989 zuerst als Stadtdirektor, dann ab 1998 bis 2020 als Bürgermeister von Bergkamen. Sein großes Engagement, seine Tatkraft und sein Einsatz für Bergkamen werden unvergessen bleiben.

In diesen schweren Stunden gilt unser aufrichtiges Mitgefühl seiner Partnerin, seinen Kindern und Angehörigen.“

Die Redaktion des Rundblicks schließt sich den Beileidswünschen herzlich an. Wir haben mit Roland Schäfer stets vertrauensvoll und verlässlich zusammenarbeiten können.

Unsere Mitarbeiterin Michaela Neu widmet Roland Schäfer den folgenden Nachruf.

Die Stadt Bergkamen trauert um einen ihrer prägenden Kommunalpolitiker: Roland Schäfer, Altbürgermeister und Ehrenbürgermeister, ist im Alter von 76 Jahren verstorben.

Sein Tod am Neujahrstag bringt den Verlust eines langjährigen Gestalters und Wegweisers für die Stadt im nördlichen Ruhrgebiet.

Geboren am 29. Juli 1949 in Lemgo, begann Schäfer nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften und machte sich schnell als Verwaltungsjurist einen Namen.

Sein Weg führte ihn über Stationen in Universität und Verwaltung zur Kommunalpolitik – und schließlich nach Bergkamen, wo er 1989 als Stadtdirektor gewählt wurde.

Was folgte, war eine außergewöhnliche Karriere: Seit 1998 übte Schäfer das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters aus – und gewann bei Direktwahlen immer wieder das Vertrauen seiner Mitbürger.

Für fast 32 Jahre stand er an der Spitze der Stadtverwaltung, bevor er 2020 nicht mehr zur Wiederwahl antrat.

Roland Schäfer war mehr als ein Verwaltungschef – er war ein Stadtgestalter. Unter seiner Führung erlebte Bergkamen eine Phase spürbarer Entwicklung: Infrastrukturprojekte, wirtschaftliche Initiativen und eine Stärkung des kommunalen Selbstverständnisses prägten seine Amtszeit.

Intern galt er als verlässlicher Vermittler zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Politik. Sein Engagement beschränkte sich nicht auf lokale Aufgaben: Schäfer wirkte auf überregionaler Ebene als Präsident und später Ehrenpräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen – ein Zeichen seines Ansehens weit über Bergkamen hinaus.

Für seine Verdienste erhielt Schäfer zahlreiche Auszeichnungen: Unter anderem das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, die Willy-Brandt-Medaille der SPD sowie verschiedene Ehrenämter und Medaillen im kommunalen und gesellschaftlichen Bereich. 2020 wurde er zum Ehrenbürgermeister von Bergkamen ernannt.

Neben der Politik war Schäfer ein Mensch, der auch nach dem Ende seiner Amtszeit aktiv blieb – er engagierte sich in Vereinen, pflegte internationale Kontakte und blieb ein gern gesehener Gesprächspartner in lokalen Debatten.

Mit seinem Tod verliert Bergkamen einen Mann, der über drei Jahrzehnte lang Verantwortung trug und die Stadtlandschaft mitgeprägt hat – politisch, gesellschaftlich und menschlich.

Sein Vermächtnis lebt in den Projekten weiter, die er initiiert und begleitet hat, und in dem Respekt, den er nicht nur bei Parteifreunden, sondern bei vielen Bürgerinnen und Bürgern genoss.

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