Mobil und aktiv mit Rollstuhl: DRK-Behindertenfahrdienst ermöglicht Arztbesuche wie Freizeitaktivitäten

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Frauke Dylla ist wieder mobil trotz Rollstuhl. - Foto DRK Kreis Unna


Ins Konzert, zu einem VHS-Kurs, um eine Blühwiese zu besuchen oder
ihrem Hobby Ahnenforschung nachzugehen – wenn Frauke Dylla den
Behindertenfahrdienst des DRK-Kreisverbandes Unna bucht, stehen in den
seltensten Fällen Arzttermine, Physiotherapie & Co. auf dem Programm.
Viel häufiger und mit großer Begeisterung nutzt die Rollstuhlfahrerin das
Fahrangebot, um ihren Interessen nachzugehen, spannende Aktivitäten und
Veranstaltungen in der Stadt zu besuchen und so aktiv am
gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.


„Teilhabe“ – das ist dabei das Stichwort. Denn damit Menschen, die
aufgrund einer Behinderung nicht selbst fahren können, trotzdem
Alltagsaktivitäten nachgehen können, unterstützt die Eingliederungshilfe mit
der Finanzierung von „Freikilometern“ für Fahrten. Diese können
ZUSÄTZLICH zu den üblichen Krankenfahrten, die die Krankenkasse trägt,
über die Abteilung „Teilhabe am Leben“ des Kreises beantragt werden.

Auch Frauke Dylla musste diese Infos erst mühsam herausfinden. „Es gibt
viel mehr Möglichkeiten als man denkt, aber es fehlen Beratungsstellen, an
die man sich wenden kann“, erklärt sie. Um so mehr kostet die lebensfrohe,
aktive Frau nun jeden bewilligten Kilometer aus.
„Am liebsten würde ich das DRK einmal pro Woche buchen und eine Fahrt
machen.“ Dafür reichen die Freikilometer zwar nicht ganz, aber alle zwei
Wochen wird auf jeden Fall eine Tour geordert.

Das geht ganz unkompliziert per Telefon. Bei festen Terminen versuche sie
immer schon möglichst frühzeitig zu buchen und vorauszuplanen.“ Am
Fahrtag selbst stehen die DRK-Mitarbeiter pünktlich vor der Tür,
unterstützen gerne beim Anziehen von Schuhen oder Jacke, bringen Frauke
Dylla zu ihrem gewünschten Ort und holen sie wieder dort ab.

Dabei darf natürlich auch der eine oder andere Plausch auf der Fahrt nicht
fehlen. „Einmal war ich in Fröndenberg unterwegs, um im Rahmen meiner
Ahnenforschung verschiedene historische Orte zu besuchen. Zufällig kam
der junge Fahrer selbst aus Fröndenberg, kannte alle Wege und wusste zu
jeder Ecke etwas zu berichten. Das war eine besonders schöne Fahrt“,
erinnert sie sich zurück.


Blick aus dem Fenster des Fahrzeugs. (Foto DRK Kreis Unna)

Insgesamt sieht Frauke Dylla den Behindertenfahrdienst als tolle Chance
und Bereicherung, um trotz Rollstuhl herauszukommen, aktiv zu sein, den
eigenen Interessen nachgehen zu können und Teil der Gesellschaft zu sein.
„Man sieht im Alltag, z.B. in der Stadt oder bei Veranstaltungen, so wenige
Menschen mit Rollstuhl, obwohl es sie ja gibt, stellt sie immer wieder fest
und ermutigt: „Fahrdienste sind nicht nur für Krankenfahrten da, sondern
auch für die Freizeitgestaltung.“

Interessierten, die den Behindertenfahrdienst einmal ausprobieren wollen,
steht das Team Soziale Dienste des DRK-Kreisverbandes Unna gerne unter
sozialedienste@drk-kv-unna.de oder 02303 25453-18/-19 zur Verfügung.

PM DRK Kreis Unna

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