Nächtliches Autofan-Treffen an Unnaer Eishalle: „Anwohner filmten und drohten mit Gewalt“

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Privatfoto einer Anwohnerin auf die Fahrzeugkolonne auf der Hammer Straße beim Einbiegen zum Bergenkamp/Eishallenparkplatz. -

Das spontane Treffen von gut 100 Autofans in der Nacht zu Samstag (16. September) auf dem Parkplatz der Unnaer Eissporthalle (wir berichteten) wird auf unserer Facebookseite heftig diskutiert.

Viele Leserinnen und Leser zeigen Verständnis für die Motorsport-Community und halten die Reaktion der Anwohner für übertrieben, andere Foristen erklären sich mit den betroffenen dort wohnenden Bürgern solidarisch.

Während die Diskussion auch am Sonntag weiterging, meldete sich per Mail ein junger Mann bei unserer Redaktion, der laut seinen Schilderungen Teilnehmer des Treffens war. Er kritisiert die Darstellung des Polizeisprechers, alles sei friedlich verlaufen, als verkürzt.

„Ich war an dem Abend selber vor Ort und muss dementieren, dass es keine Zwischenfälle gab“, schreibt uns der Leser, der ebenso wie die Anwohner, die uns informierten, anonym bleiben möchte.

„Es wurden zwar Burnouts gemacht, jedoch ist das nicht das Negativste, das mir aufgefallen ist.“

So hätten einige Anwohner, die, so betont der junge Mann, „zu Recht die Polizei gerufen haben“, leider „sehr negative Eindrücke“ hinterlassen. 

„Die Anwohner standen an der Straße, haben Fahrzeuge gefilmt und in scheinbaren Gesprächen die Fahrzeugführer angepöbelt und mit Gewalt gedroht. Dies wurde von mir auch der Polizei gemeldet, jedoch wurde nichts unternommen, um die Situation zu schlichten (möglicher Platzverweis).“

Wie berichtet, waren die teils von weither angereisten Autofahrerinnen und -fahrer von den Einsatzkräften der Unnaer Polizei von Eishallenparkplatz fortgeschickt worden, was sie anstandslos befolgt hätten.

Im Anschluss hätten sie sich einige Kilometer weiter in Kamen auf dem Ikea-Parkplatz gesammelt, wurden aber auch von dort fortgeschickt, da, so der diensthabende Polizeisprecher, bei einer so großen Gruppe das Risiko von Lärmbelästigungen und Verkehrsstörungen zu groß sei – insbesondere mitten in der Nacht.

Zu den teils unterschiedlichen Schilderungen werden wir am Montag noch die Pressestelle der Kreispolizeibehörde befragen.

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