Bornekampteich wieder ohne Bauzaun – eine Baustelle bleibt er wie seit Jahren weiter

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Der Bornekampteich im Sommer 2023. - Foto Stadt Unna

Der Bornekampteich in Unnas Naherholungsgebiet wird ab kommender Woche wieder frei zugänglich sein. „Der Bauzaun wird entfernt“, kündigte die Stadtverwaltung zum Start ins erste Ferienwochenende an.

Eine Baustelle bleibt der Teich aber weiterhin – er ist seit Jahren eine.

Wie berichtet, wurde der Teich seinerzeit für 900.000 Euro von einer Fachfirma saniert, verlort aber immer wieder Wasser.

In der nächsten Woche wird jetzt erst einmal der Bauzaun von der Baufirma entfernt. Damit wird der westliche Weg am Teich wieder begehbar, so die Stadt: Man habe sich mit der Firma darauf verständigt, um die Zugänglichkeit in diesem Bereich kurzfristig zu verbessern.

Auch werden in diesem Bereich weitere Bänke aufgestellt, die die Volksbank Unna gespendet hat. Erste Bänke stehen bereits bachseitig am Teich. Der Zaun in diesem Bereich wurde Mitte 2022 abgebaut, um dem Wunsch vieler Bürger zu entsprechen, den dortigen Weg sowie die von der Volksbank Unna aufgestellten Bänke in dem Bereich nutzen zu können, so die Stadt.

Jedoch schränkt sie ein:

„Mit der vorübergehenden Entfernung des Bauzaunes ist die Baumaßnahme am Bornekampteich noch nicht abgeschlossen. Zur weiteren Abwicklung der Baumaßnahmen am Bornekampteich befindet sich die Stadt derzeit noch in Gesprächen mit der Baufirma.“

Rückblick:

Bereits im April 2021 hatte der „neue Bornekampteich“ eigentlich fertig sein sollen. Kostenpunkt alles zusammen laut damaliger Kalkulation: rund 900.000 Euro.

Der Unnaer Stadtrat hatte die Entflechtung des Kortelbaches und die damit verbundende Neugestaltung des Ententeichs im Bornekamp mehrheitlich beschlossen. Anfang September 2020 teilte die Stadt mit, dass die Stadtbetriebe Unna den Auftrag an ein Fachunternehmen vergeben hatten. Als Kostenkalkulation wurde aufgelistet:

  • Baukosten 682.000 Euro
  • 92.000 Euro, die die Stadtbetriebe bereits 2018 und 2019 in das Gewässer investiert hatten,
  • 20 Prozent Nebenkosten.

Finanziert wurde alles durch eine zweckgebundene Rücklage der Stadtbetriebe in Höhe von 900.000 Euro.

Wieso dieser umfangreiche Teichumbau?

Die Teichfolie ist undicht und irreparabel, erinnerte die Stadt. Ein weiterer Aspekt der Sanierung sei die Entflechtung von Kortelbach und Bornekampteich: Derzeit fließt der Kortelbach in diesem Bereich noch durch den Teich. Die Verlegung des Bachs soll östlich des Teichs erfolgen, der Kortelbach künftig parallel zum Bornekampteich als natürliches Gewässer fließen.

„Dies hat den Vorteil, dass weiterhin der westlich verlaufende Fuß- und Radweg zugänglich bleibt und die steile Böschung an der westlichen Seite einen geschützteren Uferabschnitt erhält.“

In einem ersten Arbeitsschritt werde das Wasser abgepumpt. „Witterungsbedingt könnte es zu einer möglichen Wasserhaltung kommen, die die Gesamtkosten des Projektes erhöhen könnte“, kündigt die Stadt vorsorglich an. Hier die weiteren Planungsschritte laut damaligem Konzeüt:

  • Im zweiten Bauabschnitt wird der Teich dann entschlammt und anschließend ausgekoffert.
  • Der geplante Teich wird im südlichen Bereich tiefer als bisher (max. 2,85 Meter), ansonsten erreicht er 1,35 Meter.
  • Die künftige Teichabdichtung wird durch eine 25 Zentimeter dicke mineralische Abdichtung erfolgen.
  • Darüber wird eine 30 Zentimeter starke Schutzschicht aufgebracht.
  • Am südlichen und nördlichen Ende des Bornekampteichs ist jeweils ein Überlauf in den Kortelbach geplant.
  • Eine Röhrichtpflanzung sorgt für die Selbstreinigung des Wassers, denn das Wasser soll künftig in seiner Qualität besser werden.
  • Aus diesem Grund wird der Quellzufluss der Jakobsquelle genutzt. Der bestehende Quellstein wird vom nördlichen an das südliche Ende des Teichs verlegt. Hierdurch wird eine Durchströmung des Teiches mit Quellwasser gewährleistet.  

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