Stillstand für Unnas Mountainbiker – WfU: Rat beschloss Kick off-Veranstaltung vor über 2 Jahren

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Mountainbike Parcours / Fotoquelle Pixabay

Unnas Mountainbiker auf der Wartebank. Die Ratsfraktion „Wir für Unna“ (WfU) kritisiert Untätigkeit der Stadt.

„Im Jahr 2021 lehnte der Rat mehrheitlich ab, den Parcours im Bombentrichter im Bornekamp zu legalisieren, damit Mountainbiker weiter ihrem Sport nachgehen können“, erinnert WfU-Fraktionschefin Ingrid Kroll.

„Eine Kick-off-Veranstaltung wurde versprochen. Mehr als zwei Jahre später hat diese immer noch nicht stattgefunden und ist auch bisher nicht terminiert.“

Kroll blickt auf eine mühsame Diskussion zurück.

„In einem langen Prozess hat WfU versucht, für die Nutzung des Bombentrichters durch Mountainbiker in Unna eine legale Möglichkeit zu schaffen.

Der Prozess machte einmal mehr deutlich, dass der Bombentrichter – wie auch die nun im Abriss befindliche Eissporthalle – für Unnaer ein „Kultort“ ist. Beides sind bzw. waren Orte, die für viele Menschen in Unna den Begriff Heimat im Wortsinn erfahrbar machen.“

Der Bombentrichter habe einst ja sogar seinen Weg in den Kultfilm „Bang, Boom, Bang“ geschafft, welcher selbst eine Hommage an Unna darstelle, erinnert Ingrid Kroll.

„Wir haben uns stetig, auch im engsten Austausch mit den Kindern, Jugendlichen und auch mittlerweile Erwachsenen, die im Bombentrichter Rad fuhren, dafür eingesetzt. In diesem Prozess gründete sich der Verein Gravity e.V..

Von den regen Vereinsmitgliedern wurde ein sehr gutes Konzept erarbeitet und vorgestellt, dass nach unserer Auffassung auf alle Belange, auch im Bereich des Landschaftsschutzes, einging und auch die Nutzung möglich gemacht hätte.“

Alle Fotos aus dem Konzeptpapier des Gravity Cubs Unna,

Es hätte ein Projekt werden können, so die WfU-Fraktionschefin, das die Bereiche Jugend, Sport und Umwelt verbindet.

Die Umsetzung wurde von der politischen Mehrheit aber scharf abgelehnt. Faktisch hat man damit nicht nur den Verein, sondern alle Nutzer im Regen stehen lassen.“

Alternativen seien nicht geschaffen wurden, so Kroll.

„Wir haben daher bereits vor einigen Tagen eine entsprechende Anfrage an das Büro des Bürgermeisters gestellt. Auf die Antworten sind wir gespannt.“

Die Hintergründe zur Diskussion um den Bombentrichter lesen Sie HIER.

3 KOMMENTARE

  1. Was erwarten denn WfU von der Verwaltung? Initiative zu Themen die den Bürgern nutzen und willkommen sind doch sicher nicht.
    „Das Land NRW unterstützt aus dem Landesprogramm Sportstättenbau Städte, Gemeinde und Sportorganisationen mit finanziellen Mitteln. Mit dem Geld werden Sportanlagen gefördert, die vielen Menschen und insbesondere Kindern und Jugendlichen einen leichten Zugang zur sportlichen Betätigung im öffentlichen Raum ermöglichen.“

    Nun ist mir nicht bekannt seit wann und ob überhaupt noch die Fördermaßnahme greift, vermute mal dass das ebenfalls verpennt oder verdrängt wurden. Erinnere nochmals an den neuen Bike Park im Stimberg Park in Oer-Erkenschwick, Ende 2020 entwickelt, März 2023 eröffnet, von Nutzer hoch gelobt und (nach Presse Info) voll finanziert durch Fördermittel.

    • Ein anderes Beispiel wäre der (freilich um einiges kleinere) Bike Park in Wickede/Ruhr, Gremling. – Nein, von Fördergeldern / einer Beantragung derselben war bisher nirgendwo die Rede.

      • Die fehlende Beantragung von Fördergelder hängt sicher damit zusammen dass man mit einem Lastenrad nicht wirklich Spaß hat auf so einem Bike Parcours

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